Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Showdown in L'Alpe d'Huez

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Tour de France  

Showdown in L'Alpe d'Huez

22.07.2008, 17:13 Uhr | dpa, t-online.de

Die Favoriten unter sich: Cadel Evans, Frank Schleck und Bernhard Kohl (v.li., Foto: Reuters)Die Favoriten unter sich: Cadel Evans, Frank Schleck und Bernhard Kohl (v.li., Foto: Reuters) Der Tour-Sieg 2008 wird heute auf der 17. Etappe (ab 11.15 Uhr im Live-Ticker) in 1850 Meter Höhe konkrete Form annehmen. Der Schlussanstieg hinauf zum "mythischen Berg" L'Alpe d'Huez bei der diesjährigen Königsetappe sorgt für eine Vorentscheidung im Kampf ums Gelbe Trikot.#

16. Etappe Schleck verteidigt das Gelbe Trikot
Im Video Schumis Soloritt wird nicht belohnt
Zum Durchklicken Die Bilder der 16. Etappe
Im Überblick Die Gesamtwertung

Schleck schon einmal Sieger

"Wir werden versuchen, Cadel Evans, Denis Mentschow und natürlich Bernhard Kohl Zeit abzunehmen", sagte Frank Schleck, der das Gefühl des Sieges in L'Alpe d'Huez kennt: Der Luxemburger hatte 2006 die gefürchteten 21 Spitzkehren als Erster hinter sich gebracht. Ob dies ein entscheidender Vorteil ist, wird sich zeigen. Auf jeden Fall wird es dramatisch zugehen: Im Gesamtklassement führt Schleck weiter knapp vor Bernhard Kohl (Gerolsteiner/+7 Sekunden) und Cadel Evans (Silence-Lotto/+8).

Lance Armstrong Großes Lob an Bernhard Kohl
Cadel Evans "Theoretisch bin ich der Beste"
Fahrer des Tages Andy Schleck im Dienste des großen Bruders

Drei Alpenriesen sind zu bezwingen

Doch bevor es zum Showdown in L'Alpe d'Huez kommt, müssen die Fahrer noch zwei weitere Alpen-Riesen erklimmen. Nach dem Start im Embrun beginnen schell die ersten Herausforderungen des Tages: Über den Col du Lataret (2058 Meter) wird der Galibier-Pass (2645) bezwungen, und schon nach der folgenden Abfahrt ins Arc-Tal geht es wieder hinauf zum Col de la Croix de Fer (2067). Und dann schließlich L'Alpe d'Huez.

Kohl ganz cool

Bereits zum 26. Mal ist der Klassiker Bestandteil der Tour de France, doch nicht oft kam dem 13,8 Kilometer langen und durchschnittlich 7,9 Prozent steilen Anstieg so enorme Bedeutung zu wie in diesem Jahr. Wegen der Ausgeglichenheit an der Spitze müssen schwächere Zeitfahrer wie Schleck und Kohl hier die entscheidenden Minuten herausfahren, um sich am 27. Juli in die Siegerlisten eintragen zu können. Vor dem Showdown hinauf zur Skistation bleibt Kohl aber cool. "Das war nix Besonderes, da waren nur ein paar Kühe", sagte der Österreicher über seine L'Alpe d'Huez-Trainingsfahrt im Juni. Der Gerolsteiner-Profi könnte als erster Österreicher das gepunktete Bergtrikot nach Paris tragen und dürfte mit einem neuerlichen Alpen-Coup sogar auf das Maillot Jaune spekulieren.

Wegmanns Tour-Tagebuch "Taktik voll aufgegangen!"
Lance Armstrong Großes Lob an Bernhard Kohl
Cadel Evans "Theoretisch bin ich der Beste"

Armstrong düpiert Ullrich

Nicht jeder Fahrer blickt dem dritten Gipfel des Tages so gelassen entgegen wie der 26-Jährige. Denn die Geschichte der Frankreich-Rundfahrt ist eng verknüpft mit den Leiden und Legenden am Tour-Giganten, der 1952 erstmals ins Programm genommen wurde. 2001 demütigte hier Tour-Rekordsieger Lance Armstrong seinen Dauerrivalen Jan Ullrich, als er den erschöpften Deutschen provozierend anschaute, dann attackierte und ihn wie einen Anfänger stehen ließ. Es war der erste von zwei Armstrong-Erfolgen in L'Alpe d'Huez. 2004 gewann der siebenfache Champion das einzige Bergzeitfahren in 37:36 Minuten und war dabei nur eine Sekunde langsamer als der 2004 gestorbene Italiener Marco Pantani 1997 bei seinem L'Alpe-d'Huez-Rekord.

Einst "Berg der Holländer"

In den 70er und 80er Jahren nannte man den Anstieg, bei dem rund eine Million Zuschauer für eine Party-Stimmung wie bei der Love Parade sorgen, auch "Berg der Holländer". Zwischen 1976 und 1989 siegte achtmal ein Niederländer, was die radsportbegeisterte Nation dazu brachte, den Gipfel als "höchsten Berg Hollands" zu annektieren.

Guerini sorgt für dramatische Szenen

1990 leitete dann Gianni Bugno italienische Zeiten ein, die mit Giuseppe Guerinis Sieg neun Jahre später ihren dramaturgischen Höhepunkt erlebten. Der damalige Telekom-Profi wurde in Führung liegend kurz vor dem Ziel von einem Zuschauer, der ein Foto von ihm machen wollte, zu Fall gebracht. Als sich Guerini wieder aufrappelte und doch noch als Erster unter dem tosenden Applaus der Zuschauer das Ziel erreichte, hatte er dem Mythos L'Alpe d'Huez ein weiteres Kapitel hinzugefügt.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal