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Fahrer des Tages: Marcus Burghardt - Der Klassikerspezialist mit Steherqualitäten

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Fahrer des Tages  

Der Klassikerspezialist mit Steherqualitäten

24.07.2008, 20:00 Uhr | t-online.de

Karriere-Highlight: Etappensieger Marcus Burkhardt (Foto: Reuters)Karriere-Highlight: Etappensieger Marcus Burkhardt (Foto: Reuters) „Ein Tour-Etappensieg war mein Traum – jetzt habe ich ihn mir erfüllt.“ Schon drei Tage vor dem Finale der Großen Schleife auf den Champs Elysees hat Marcus Burghardt seinen persönlichen Tourhöhepunkt erreicht und mit dem Sieg auf der 18. Etappe den wichtigsten Erfolg der Karriere gefeiert. Dabei stand die Tour-Teilnahme des 25-jährigen gebürtigen Zschopauers lange Zeit in den Sternen.

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"Viele haben mich schon abgeschrieben"

Eine Knieoperation im Frühjahr dieses Jahres hatte den in der Schweiz lebenden Sachsen weit zurückgeworfen, nachdem er im vergangenen Jahr den Klassiker Gent-Wevelgem gewonnen und auch bei der Flandern-Rundfahrt auf sich aufmerksam gemacht hatte. „Viele haben mich schon abgeschrieben. Aber mithilfe meines Trainers und meiner Familie habe ich mich wieder rangekämpft“, sagte „Burgi“ nach der Zielankunft in Saint-Etienne erschöpft, aber glücklich.

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Hundertfünfzig Kilometer im Tandem

Zuvor hatte der zweite deutsche Etappensieger bei der 95. Ausgabe der Tour eine Galavorstellung in Sachen Ausreißen gegeben. Direkt am Start legte der „Klassikerspezialist“ (Burghardt über Burghardt) los wie die Feuerwehr und setzte sich mit einer siebenköpfigen Gruppe erstmals ab. Der zweite Versuch war dann erfolgreich: Etwa an der Kilometermarke 50 nahm er den Spanier Carlos Barredo vom Team Quick Step ins Schlepptau und machte sich auf und davon. Fast 150 Kilometer dauerte die Tandemfahrt des angriffslustigen Duos. Am Ende stand der viel umjubelte Sieg des Fahrers vom T-Mobile Nachfolgeteam Columbia fest.

Mit zwei Pferdestärken zum Sieg

„Ich habe hier bisher viel Arbeit fürs Team leisten müssen. Diesen Sieg sehe ich als Belohnung“, so Burghardt, der gleich seine erste Chance für das große Erfolgserlebnis nutzte. Im Stile eines Bahnradfahrers guckte der 1,89-Mann seinen Mitausreißer aus und setzte sich – um seine Stärken wissend - souverän im Sprintduell durch. „Ich denke, dass mir meine Ausbildung auf der Bahn an in diesem Finale entgegengekommen ist.“ 1400 Watt kann Burghardt im Antritt angeblich erzeugen – das sind fast zwei Pferdestärken.

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