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20. Etappe  

Evans hat den Toursieg vor Augen

25.07.2008, 16:36 Uhr | dpa

Zeitfahrspezialist Cadel Evans (Foto: imago)Zeitfahrspezialist Cadel Evans (Foto: imago) Für die Dokumentarfilmer um Steve Decraene ist die Sache klar: "Yell for Cadel" soll ihr Beitrag heißen, an dem sie täglich seit dem Tour-Start in einem zum Mini-Studio umgebauten Campingwagen arbeiten. Die Prophezeiung "Gelb für Cadel" soll heute Realität werden, wenn Evans zum großen Sprung ansetzt und zum ersten Mal seit drei Wochen bei der Tour de France alles auf eine Karte setzen muss. Im entscheidenden Zeitfahren von Cérilly nach Saint-Amand-Montrond (ab 11 Uhr im Live-Ticker) geht es für den 31-jährigen ehemaligen Mountainbiker um den ersten Toursieg eines Australiers in der 105-jährigen Geschichte der Frankreich-Rundfahrt.

Im Überblick Die Gesamtwertung
Cadel Evans Vom Bruchpiloten zum potenziellen Toursieger

Langeweiler oder cooler Typ?

Der Zeitfahr-Parcours der vorletzten Tour-Etappe bietet keine herausragenden Schwierigkeiten. Das Profil ist wellig und bietet drei kleine, kurze Anstiege. Auf den 53 Kilometern mit Erhebungen unter 300 Metern ist Evans auf sich alleine gestellt. Kein Hinterrad, an dem er sich orientieren kann. Langweiler und Zauderer, nennen ihn viele. "Abgebrüht bis in die Haarspitzen, konzentriert und eiskalt", schwärmt dagegen sein Sportchef Roberto Damiani.

Anderthalb Minuten Rückstand sind aufholbar

Wenn nicht ein Wunder geschieht - und die kommen im "neuen Radsport" zum Glück seltener vor - ist der Spanier Carlos Sastre mit 1:34 Minuten Vorsprung der große Konkurrent um das Gelbe Trikot, das der Australier vom belgischen Silence-Lotto-Team bereits von der 10. bis 14. Etappe trug. Vor zwei Jahren hatte er Sastre im abschließenden Zeitfahren 1:01 Minuten abgenommen - ein wenig zulegen muss er also noch, alle trauen es ihm zu.

"Gib alles - es geht um deine Zukunft"

Im Kampf gegen die Uhr kann Evans auch seinen ersten echten Etappensieg perfekt machen. Der Tour-Zweite des Vorjahres bekam seinen ersten Tageserfolg bei der Großen Schleife erst in diesem Jahr am Grünen Tisch zugesprochen. Nachdem Alexander Winokurow der Zeitfahrsieg von Albi 2007 wegen Dopings aberkannt worden war, rückte Evans auf Rang eins vor. Dieses Mal hat Evans sein Glück selbst in der Hand. Der starke Zeitfahrer weiß, worum es geht. Damianis Anfeuerung am Dienstag, als es die letzten 1000 Meter hoch nach L'Alpe d'Huez ging, gilt auch für heute: "Gib alles - es geht um deine Zukunft".

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