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Chavanel hat genug vom ewigen Talent

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Fahrer des Tages  

Chavanel hat genug vom ewigen Talent

25.07.2008, 20:40 Uhr | t-online.de

Ein überglücklicher Chavanel (r.) nach der 19. Etappe (Foto: Reuters)Ein überglücklicher Chavanel (r.) nach der 19. Etappe (Foto: Reuters) Im Ziel übermannten ihn die Gefühle: Immer wieder schlug Sylvain Chavanel die Hände vors Gesicht, damit seine Tränen nicht zu sehen waren im Moment des Triumphes. Dabei musste sich der Franzose für seine Reaktion am Ende der 19. Etappe der Tour de France nicht schämen - ganz im Gegenteil. Mit einer Bravourleistung im Sprintduell mit seinem Landsmann Jeremy Roy hatte der Fahrer vom Team Cofidis einen Ausreißversuch gekrönt und den größten Erfolg seiner Karriere eingefahren. Das allein war einen Eimer Tränen wert, und dazu kamen noch die spontanen Gedanken an einen guten Freund, der im vergangenen Jahr gestorben war.

19. Etappe Chavanel ärgert die Sprinter
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Macht er seinen Frieden mit den Franzosen?

"Ich bin unglaublich glücklich", stammelte der 29-Jährige in die Fernsehkameras. Nach etlichen missglückten Attacken bei der 95. Ausgabe der Großen Schleife und vielen Versuchen in den sechs Profi-Jahren zuvor war dem in Frankreich nie so recht beliebten ewigen Talent endlich der Durchbruch gelungen. Womöglich tritt der Mann aus Chatellerault im Herzen der Grande Nation durch den dritten französischen Etappensieg in diesem Jahr doch noch in die Fußstapfen eines Richard Virenque oder Christophe Moreau. Beide wurden trotz ihrer Dopingvergangenheit stets verehrt.

Dynamisches Duo trotzt den Umständen

Zumindest Respekt hat sich Chavanel nach dem Teufelsritt Richtung Montlucon und seinem 25. Karriere-Sieg verdient. Denn obwohl schwere Tage hinter dem Peloton liegen (Chavanel: "Gestern Abend war ich noch wie gelähmt"), hatten die beiden Lokalmatadoren den Mumm, etlichen vergeblichen Attacken anderer Fahrer zu trotzen, nach 90 Kilometern einen weiteren Angriff zu wagen und die von einigen Teams erhoffte Sprintankunft zu torpedieren.

"Bis zuletzt nicht dran geglaubt"

Auf der 1000 Meter langen Ziellinie war dann alles ganz einfach für den dreimaligen und aktuellen Zeitfahrmeister seines Landes. "Ich bin ruhig geblieben und habe aus den Fehlern von Carlos Barredo gelernt." Der Spanier hatte auf der Etappe zuvor im Sprint die Nerven verloren und sich vom Deutschen Marcus Burghardt düpieren lassen. Für Chavanel dagegen ging die Rechnung auf, auch wenn der künftige Quick-Step-Fahrer selbst nicht so ganz dran glauben wollte: "Bis zuletzt habe ich gezweifelt, ich bin schließlich nicht ganz so schnell wie mein Bruder Sebastién."

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