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Doping bei Tour de France: Auch Schleck Kunde von Fuentes?

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Tour de France - CSC  

Der Nächste, bitte: Auch Schleck Kunde von Fuentes?

26.07.2008, 11:29 Uhr | t-online.de

Luxemburgs Frank Schleck (re.) vor einem Fahrer des Team Bouygues Telecom. (Foto: imago)Luxemburgs Frank Schleck (re.) vor einem Fahrer des Team Bouygues Telecom. (Foto: imago) Die Doping-Tour geht offenbar weiter: Wenige Stunden vor dem zweiten Einzelzeitfahren der 95. Frankreich-Rundfahrt sickerten erneut Anschuldigungen gegen einen Top-Fahrer durch. Der zweitplatzierte Luxemburger Frank Schleck - zwei Tage lang in Gelb gefahren - soll ein Fuentes-Kunde gewesen sein.

Die Informationen der Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" stützen sich auf Meldungen der "Süddeutschen Zeitung". Brian Nygaard, Sprecher des Teams Schlecks, CSC, bezeichnete "die Faktenlage" als "ziemlich dünn", angesichts von "zwei anonymen Quellen". Doch wo Rauch ist...

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Unrühmliche CSC-Vergangenheit

Belastend kommt die dunkle Vergangenheit des dänischen Rennstalls hinzu, dessen italienische Spitzenkraft Ivan Basso vor einem Jahr seine Kooperation mit dem berüchtigten spanischen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes gestanden hatte. Zudem steht als Sportlicher Leiter mit Bjarne Riis nicht nur der Sieger der Tour 1996 CSC vor, sondern vor allem ein als Aktiver ebenfalls blutgedopter Athlet. Die "Süddeutsche Zeitung" will wissen, dass Riis persönlich Profis seiner Mannschaft in Fuentes Praxis begleitet haben soll.

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Riis und Ullrich

Riis - zu Zeiten seines Tour-Erfolgs Kapitäns des ehemaligen Team Telekom - fuhr damals auch Seite an Seite mit Jan Ullrich, seinem Nachfolger als Tour-Triumphator. Sattsam bekannt ist, dass bei Fuentes auch Blutbeutel gefunden worden waren, die nachweislich aus Ullrichs Körper stammten.

In großem Stil tätig

"Die Namen Riis und Frank Schleck sind uns natürlich bekannt", wurden internationale Ermittler in der "Süddeutschen" zitiert, die Fuentes wegen der so genannten "Operación Puerto" auf den Fersen sind. Es gäbe Zusammenhänge von Riis und Schleck mit dem spanischen Mediziner. 200 Athleten aus zig Sportarten sollen zur Klientel Fuentes' gehört haben und gehören. 2006 flog der Schwindel auf und wird seitdem in akribischer Mühsal untersucht.

Zerplatzender Traum?

Laut "SZ" sollen "Sachbeweise" vorliegen für die Kundschaft Schlecks bei Fuentes. Der - wie so viele vor ihm - gleichsam so sportlich stark und offenbar untadelig auftretende Luxemburger hatte vor und während der 16. und 17. Etappe der Tour, die er jeweils in Gelb verbrachte, seine unbändige Freude darüber betont. Wie so viele vor ihm allerdings könnte Schleck dem Erreichen seines Traums unerlaubt nachgeholfen haben.

Konzentrationsbehindernd

"Wenn sie uns etwas vorzuwerfen hätten", meinte Nygaard weiter, "dann wäre schon vorher etwas in unsere Richtung passiert." Die UCI habe die Ermittlungsakten seit mehreren Jahren. Dass ausgerechnet zwei Tage vor der Zielankunft in Paris eine solche Meldung, ein derartiger Verdacht lanciert wird, lässt Verwunderung - und im Falle von CSC - Verärgerung aufkommen. Immerhin will und muss CSC-Ass Carlos Sastre im heutigen Zeitfahren sein Gelbes Trikot behaupten.

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