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Fahrer des Tages  

Der Blaue Blitz schockt die Konkurrenz

26.07.2008, 20:20 Uhr | t-online.de

Stefan Schumacher freut sich über seinen Zeitfahrsieg (Foto: Reuters)Stefan Schumacher freut sich über seinen Zeitfahrsieg (Foto: Reuters) Es soll im Peloton keiner sagen, er wäre nicht gewarnt gewesen. Schon die 4. Etappe der Tour de France hatte Stefan Schumacher gewonnen. Ebenso eindrucksvoll, ebenfalls im Zeitfahren. Genau wie nun auf dem vorletzten Teilstück der Großen Schleife, dem 53 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr von Cerilly nach St-Amand-Montrond. Sämtliche Favoriten hatte der Profi vom Team Gerolsteiner hinter sich gelassen: David Millar, Cadel Evans und auch Fabian Cancellara.

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Die 20. Etappe Schumachers zweiter Zeitfahr-Coup
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Im Überblick Die Gesamtwertung

Holczer: "Er war nicht zu halten"

Satte 22 Sekunden hatte der Nürtinger schließlich auf den Zweitplatzierten herausgefahren, den amtierenden Weltmeister aus der Schweiz. Erschöpft, aber glücklich sprintete Schumacher ins Ziel. "In den letzten Jahren war immer irgendwann Schluss, aber in diesem Jahr läuft endlich mal alles nach Plan", so der Schumacher. Erstaunlich, welche versteckten Kraftreserven der Blaue Blitz noch heben konnte nach den schweren Alpenetappen, auf denen er nicht nachließ. „Wir wollten, dass er seine Kräfte für das Zeitfahren schont - aber er war nicht zu halten", hatte Teamchef Hans Holczer schon vor der Etappe den Hut gezogen.

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Rad-Schumi mit bester Eigenwerbung

Umso erstaunlicher, dass der „Rad-Schumi“, wie er von der Boulevardpresse längst geneckt wird, eigentlich als Allrounder im Fahrerfeld bekannt ist und nicht als Spezialist im Kampf gegen die Uhr. Sein Team wird es freuen. Das „Kraftpaket mit Retterpotenzial“ („Focus“) bescherte Gerolsteiner nach einem Tag in Gelb zu Beginn nun noch den zweiten Etappensieg bei der 95. Ausgabe der Tour und sorgte so für beste Eigenwerbung für die Holczer-Truppe, die ja immer noch einen Sponsor für die nächste Saison sucht.

Doping soll kein Thema mehr sein

Hauptsache, Schumacher wird nicht wieder mit dem Thema Doping in Verbindung gebracht, denn dieses Kapitel will das gebrannte Kind endlich hinter sich lassen. 2005 wurde er positiv auf den Wirkstoff Cathin getestet, aber freigesprochen, weil er ein entsprechendes Mittel gegen Heuschnupfen nehmen durfte. Zwei Jahre später fiel Schumacher mit erhöhten Blutwerten auf, die er mit einer Durchfallerkrankung erklärte. Bei der WM in Stuttgart durfte er dann trotzdem starten und holte Bronze. Kurz danach wies ihm die Polizei bei einer Kontrolle nicht nur zu viel Alkohol, sondern auch noch Amphetamine im Blut nach – ohne Folgen, da es keine offizielle Dopingprobe war.

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