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Tour de France: Standing Ovations für Lance Armstrong

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Tour de France  

Standing Ovations für Lance Armstrong

03.07.2009, 10:47 Uhr | t-online.de, sid

Kann Lance Armstrong ein weiteres Mal in Gelb nach Paris fahren? (Foto: dpa)Kann Lance Armstrong ein weiteres Mal in Gelb nach Paris fahren? (Foto: dpa) Der siebenmalige Toursieger Lance Armstrong reißt die Radsport-Fans immer noch von den Sitzen. Bei der Fahrer-Präsentation in Monte Carlo, wo die Tour mit einem Einzelzeitfahren starten wird, erhoben sich viele der 6500 Zuschauer von ihren Stühlen und spendeten dem Texaner rauschenden Applaus.

Bemerkenswert, denn das Verhältnis zwischen Armstrong und dem französischen Publikum war nicht immer das beste. "Ich denke, da herrscht gegenseitiger Respekt. Ich respektiere das Land und die Veranstaltung, und sie respektieren mich als Fahrer. Wir lieben uns nicht immer, aber das Verhältnis ist gereift. Ich denke, wir können uns auf drei schöne Wochen freuen", sagte der 37-Jährige in einem Interview mit Eurosport.

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"Die ersten Kilometer werden emotional sein"

Die Aufregung nach vier Jahren Pause wieder an den Start des größten Radrennens der Welt zu gehen, hält sich beim erfahrenen Amerikaner aber in Grenzen: "Es gibt ein paar Emotionen, aber wenige. Ich weiß, was die Tour ist, ich weiß auch, dass es ein schwieriges Unterfangen ist und was man benötigt, um nach vorne zu fahren oder sogar zu gewinnen. Für mich gibt es keine Fragezeichen. Es ist schon eine Weile her, dass ich an der Startlinie stand - vier Jahre - und die ersten Kilometer werden sicherlich emotional sein."

Sastre und Contador sind die Favoriten

Armstrong fährt nun für das Team Astana. Dort ist Alberto Contador der Kapitän, und zugleich Tour-Favorit. Zu stören scheint das den Rückkehrer nicht. "Wenn man seine Entwicklung in der letzten Saison betrachtet, den Giro und die Vuelta, dann ist es nur fair, ihn als den großen Favoriten auf den Tour-Sieg zu bezeichnen. Jetzt hat er auch noch das Zeitfahren gelernt und sich in der gesamten Renngestaltung verbessert - es ist also eine ganz logische Einschätzung", sagt Armstrong über Contador. Er selbst sieht aber einen anderen Fahrer als größten Favoriten an: Carlos Sastre. Armstrong nennt drei Gründe dafür: "Erstens, gewann er im letzten Jahr. Zweitens, war er beim Giro enorm stark und drittens - und das ist am Wichtigsten - er ist unglaublich stark in der letzten Tour-Woche. Nachdem ich die Etappen kennengelernt und ihn beim Giro gesehen habe, ist er mein absoluter Favorit."

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Welche Rolle wird Armstrong spielen?

Die Frage, die sich alle stellen, ist, ob der Rekordsieger selber an die Leistungen der Vergangenheit anknüpfen kann und wieder zum Top-Favoriten aufsteigt. Armstrong will sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber es gibt eine leichte Warnung an die Konkurrenz: "Niemand weiß, wie es laufen wird und auch wir werden erst ab Samstag etwas mehr wissen. Im Laufe der ersten Woche wird sich das alles entwickeln, und in Andorra wird dann alles feststehen. Ich kann mich nur auf mein Training beziehen. Und die Tests liefen genauso wie in der Vergangenheit."

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Abschied von Astana rückt näher

Offen ist, wie es nach der Tour weitergeht. Immer wahrscheinlicher wird ein Abschied von Armstrong und Teamchef Johan Bruyneel von Astana. Zukünftig soll die Mannschaft ganz auf Contador und Volksheld Alexander Winokurow, dessen Dopingsperre am 24. Juli endet, ausgerichtet sein. "Wir werden uns mit Alberto Contador treffen und ihm eine Vertragsverlängerung anbieten. Er wird unser einziger Kapitän für die nächsten Jahre sein. Er hat die Möglichkeit, Fahrer seiner Wahl zu verpflichten. Wir denken dabei an ein Team, dass aus spanischen und kasachischen Fahrern besteht, inklusive Alexander Winokurow", sagte Nikolai Proskurine, Vizepräsident des kasachischen Verbandes.

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