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Tour de France - 3. Etappe: Lance Armstrong ist zurück

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Tour de France - 3. Etappe  

Tour-Dominator Armstrong ist zurück

06.07.2009, 19:17 Uhr | dpa, t-online.de

Dritter in der Gesamtwertung: Armstrong (Foto: imago)Dritter in der Gesamtwertung: Armstrong (Foto: imago) Lance Armstrong hat bei der Tour de France ein erstes Ausrufezeichen gesetzt, aber auch für eine Revolte gegen seinen Kapitän Alberto Contador gesorgt. Der Amerikaner kam auf der dritten Tour-Etappe mit einer großen Ausreißergruppe ins Ziel und kletterte im Gesamtklassement auf den dritten Platz.

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Den Tagessieg holte sich erneut Mark Cavendish, der sich nach 196,5 Kilometern im Massensprint in La Grande-Motte locker vor dem Norweger Thor Hushovd durchsetzte und das Grüne Trikot souverän verteidigte. Fabian Wegmann belegte als bester Deutscher Platz sieben, Tony Martin eroberte das Weiße Trikot des besten Nachwuchsprofis. Das Gelbe Trikot trägt weiter Fabian Cancellara aus der Schweiz, das er im heutigen Teamzeitfahren (ab 14.15 Uhr im Live-Ticker von t-online.de) aber an Armstrong oder Martin verlieren könnte.

Windkante geschickt genutzt

Das gesamte Team Columbia nutzte eine Windkante etwa 30 Kilometer vor dem Ziel geschickt zur Tempoverschärfung. Schlitzohr Armstrong, aber auch Cancellara, Linus Gerdemann, Tony Martin oder Wegmann, passten auf und gingen mit. Schnell erarbeiteten sich die Führenden mehrere Sekunden Vorsprung.

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"Das Gerede um die Kapitänsrolle ist mir egal"

Doch damit nicht genug: Während Armstrongs Kapitän Alberto Contador und weitere Favoriten den Sprung nach vorne verpassten, forderte der siebenmalige Tour-Champion seine Mitstreiter sogar auf, noch schneller zu fahren - ein klarer Affront gegen Contador, der am Ende 41 Sekunden auf seinen Teamkollegen verlor. Armstrong kommentierte seine Psycho-Spielchen so: "Mir ist das ganze Drama und das Gerede um die Kapitänsrolle egal. Ich habe sieben Mal die Tour gewonnen, ich verdiene etwas Respekt".

Martin: "Das ist gigantisch"

Tony Martin, jetzt hinter Cancellara Zweiter im Gesamtklassement, war im Ziel völlig fertig - die Teamchefs Bob Stapleton und Rolf Aldag grinsten und freuten sich über ihren gelungenen Coup. "Das ist gigantisch und der größte Triumph meiner Radsport-Karriere. Ich habe von Anfang an gesagt, ich will an einem Tag in Weiß fahren - das ist mir jetzt gelungen", jubelte der Eschborner: "Es ist eine Ehre für mich, vielleicht für die deutsche Hoffnung im Radsport zu stehen." Aldag sagte: "Er war unser Motor und hat das Trikot verdient. Eigentlich war die Sache nicht geplant, aber als die Lücke entstanden war, mussten wir volle Pulle fahren."

Gelbes Trikot für Armstrong in Reichweite

Cancellara führt nun mit 33 Sekunden vor Martin und 40 Sekunden vor Armstrong, dem in Montpellier vier Jahre nach seinem letzten Tour-Auftritt in Gelb wieder das Maillot Jaune winkt - ein Sieg im Team-Zeitfahren mit mehr als 40 Sekunden Vorsprung vor Saxo-Bank vorausgesetzt.

Cavendish überragend

Sprintstar Cavendish fährt erneut allen davon. (Foto: dpa)Sprintstar Cavendish fährt erneut allen davon. (Foto: dpa) Cavendish hat bei der Tour sein Abonnement auf Spurtsiege unterstrichen. Zweite Massen-Ankunft, zweiter Sieg: Das ist die makellose Bilanz des zur Zeit weltbesten Sprinters, der in La Grande-Motte seinen insgesamt sechsten Tour-Etappenerfolg perfekt machte. Eine solche Bilanz wie der 24-Jährige konnte in den letzten 20 Jahren kein Sprinter in diesem Alter vorweisen.

Vier Ausreißer zunächst vorne

Nach dem fünften Renn-Kilometer bestimmten vier Ausreißer das Geschehen. Das Quartett hatte maximal fast 13 Minuten Vorsprung. Doch wie am Vortag war die Flucht vor dem Finale beendet, so dass sich die Sprinter in Position bringen konnten.


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