Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Armstrong wohl auch 2010 bei der Tour dabei

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Astana  

Armstrong wohl auch 2010 bei der Tour dabei

12.07.2009, 14:27 Uhr | dpa, sid

Astanas zwei Häuptlinge und frühere Tour-Gewinner: Lance Armstrong (li.) und Alberto Contador. (Foto: Reuters)Astanas zwei Häuptlinge und frühere Tour-Gewinner: Lance Armstrong (li.) und Alberto Contador. (Foto: Reuters) Der teaminterne Zwist mit Alberto Contador ist Gesprächsthema Nummer eins bei der Tour de France. Für die Nachricht des Tages sorgte Lance Armstrong aber höchstpersönlich: Der Amerikaner will wahrscheinlich auch im kommenden Jahr an der Tour de France teilnehmen. Dies sagte der der 37-Jährige dem französischen TV-Sender France 2.

Auf die Frage, ob dies seine letzte Tour sei, antwortete der 37-Jährige: "Wahrscheinlich nicht, wahrscheinlich nicht", und fügte hinzu: "Vielleicht noch eine Tour." Armstrong deutete an, dass er künftig mit Hilfe eines US-Sponsors ein eigenes Team unterhalten will.

9. Etappe Fedrigo lässt die Franzosen erneut jubeln
Andreas Klöden Für 25.000 Euro frei vom Doping-Verfahren
Tony Martin Neuer Hoffnungsträger in unschuldigem Weiß

Kein Verhältnis ist auch eines

Contador wird in diesem Team nicht fahren, so viel ist sicher: Denn zwischen Armstrong und dem Spanier herrscht Eiszeit. Contadors Attacke in Andorra hat das Team Astana endgültig in zwei Lager gespalten, die Jagd auf das Gelbe Trikot wird zur Nebensache. "Wir sollten nicht herummotzen. Kein anderer der Favoriten hat eine Hand am Gelben Trikot. Das Rennen wird entscheiden, wer der Stärkste ist", sagt Teamchef Johann Bruyneel. Der Belgier versucht händeringend, den Konflikt zwischen Armstrong und Contador herunterzuspielen: "Beide haben denselben Status im Team." Auf der zweiten und dritten Pyrenäen-Etappe verzichteten Armstrong und Contador auf einen weiteren Schlagabtausch.

Tour-Aus Napolitano schafft Karenzzeit nicht
Funkverbot bei der Tour 18 von 20 Teams sind dagegen
Tour-Splitter Rüge für David Moncoutie

Gemeinsam nur bei der Dopingkontrolle

Die Attacke von Andorra, als Contador dem Texaner 21 Sekunden abnahm und ihn in der Gesamtwertung überholte, hatte Armstrong noch nicht verdaut. Schweigend fuhren die Rivalen nebeneinander, würdigten sich selbst nach dem Rennen keines Blickes. Da war es Ironie des Schicksals, dass beide auch noch gemeinsam zur Dopingkontrolle antreten mussten.

Contador hält sich für den besten Fahrer der Welt

Beide haben bei der Tour ihren eigenen kleinen Stab dabei, nur beim Abendessen im Teamhotel sitzen der siebenmalige Tour-Champion Armstrong und Contador an einem Tisch. Und schweigen sich an. Armstrongs Ego verbietet ihm regelrecht, einen anderen Kapitän als sich selbst zu akzeptieren. Contador hält sich für den besten Fahrer der Welt und denkt nicht daran, klein beizugeben.

Download Der offizielle Radsport-Manager in der Demoversion

Beide haben ihre Anhänger

Ein Drittel der Mannschaft ist vorbehaltlos auf Armstrongs Seite, ein Drittel bei Contador. Der Rest ist außen vor, weil er in den Bergen nicht stark genug ist. Dabei sollte die Stimmung in der kasachischen Mannschaft eigentlich grandios sein. Neben Contador und Armstrong liegen in Levi Leipheimer und Andreas Klöden zwei weitere Fahrer unter den besten sechs der Gesamtwertung. Momentan ist es kaum denkbar, dass am Ende in Paris nicht drei Astana-Fahrer auf dem Podium stehen.

Andreas Klöden Für 25.000 Euro frei vom Doping-Verfahren?

Teamchef Bruyneel im Gewissenszwist

Doch selbst Teamchef Johann Bruyneel steht zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite muss er anerkennen, dass Contador am Berg der stärkste Fahrer ist. Zudem möchte der Hauptsponsor den Spanier gerne als Toursieger sehen, weil er für die kommenden Jahre mit Contador plant.

Gute Freunde...

Allerdings verbindet Bruyneel eine enge Freundschaft mit Armstrong. Bei allen sieben Toursiegen saß er im Begleitfahrzeug, in Europa ist er bei Armstrongs Training fast immer dabei. Bruyneel sagt, dass Astana noch vier Trümpfe in der Hand habe, lässt sich dann aber doch zu einem kleinen Sonderlob für Armstrong hinreißen: "Er ist auf dem richtigen Level. Das ist ein gutes Zeichen."

Astanas Fisch stinkt vom Kopf her

Benjamin Noval, ein enger Freund Contadors und von Bruyneel nicht für die Tour nominiert, attackiert den Teamchef offen. "Seitdem Armstrong bei uns ist, ist Bruyneel verantwortlich für die schlechte Stimmung", sagt der Spanier: "Sein Verhalten hat Lager geschaffen."

Armstrong wird mit Bruyneel wieder sein eigenes Ding machen

Mittlerweile steht fast außer Frage, dass Bruyneel und Armstrong Astana am Saisonende verlassen und ein eigenes Team gründen werden. Mit der Rückkehr von Alexander Winokurow verzichtet man bei Astana gern auf den Machtmenschen Armstrong und dessen Mentor. Ein Triumph des US-Amerikaners in Paris wäre auch ein Sieg für Bruyneel. Steht Contador auf dem obersten Treppchen, wird es sich wohl eher wie eine Niederlage anfühlen.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal