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18 Teams sind gegen das Funkverbot

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Tour de France - Hintergrund  

18 Teams sind gegen das Funkverbot

12.07.2009, 17:05 Uhr | dpa, sid

Jens Voigt hält gar nichts von einem Funkverbot (Foto: imago)Jens Voigt hält gar nichts von einem Funkverbot (Foto: imago) Der Streit um das Funkverbot auf der 10. und 13. Etappe der Tour die France hat sich verschärft. Auf Initiative des Astana-Rennstalls haben 18 von 20 Teams einen Protestbrief gegen die Entscheidung verfasst. Der Radsport-Weltverband UCI wies die Beschwerde aber zurück und will an der Regeländerung festhalten.

Tour-Sprecher Christophe Marchadier verteidigte das Funkverbot ebenfalls und wies auf den erfolgreichen Test bei den französischen Meisterschaften hin. "Es ist wie bei den früheren Rennen, als die Fahrer mehr nachdenken und untereinander reden mussten. Sie werden keine Maschinen mehr sein", sagte der Franzose.

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Das Rennen soll spannender werden

Auf den Etappen von Limoges nach Issoudun am 14. Juli und drei Tage später von Vittel nach Colmar ist zwischen den Teamchefs und Fahrern jeglicher Funkkontakt untersagt. Mit dieser Entscheidung will die UCI das Rennen spannender machen, nachdem es in der Vergangenheit Kritik daran gegeben hatte, dass das Geschehen zu sehr von Taktik geprägt und somit vorhersehbar sei.

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Mit Wolltrikots und Reifen um den Hals

"Warum fahren wir nicht zwei Tage ohne Helm und Bremsen?", fragte Jens Voigt, der die Regeländerung genauso kritisch sieht wie Lance Armstrong: "Dann können wir auch wieder mit Wolltrikots und Reifen um den Hals wie in den alten Zeiten fahren."

"Tour zu groß für ein Experiment"

Die Mannschaften verweisen insbesondere auf die Sicherheitsrisiken. "Die Tour ist zu groß für ein Experiment", sagte Astana-Teamchef Johan Bruyneel, der wie sein Saxo-Bank-Kollege Bjarne Riis in der Entscheidung ein unkalkulierbares Risiko sieht: "Gibt es einen Sturz mit mehreren Top-Fahrern, würde ein großes Durcheinander entstehen. Wir sollten mit der Zeit gehen."

Auch Milram gegen Funkverbot

Auch das deutsche Team Milram und der Columbia-Rennstall haben sich dem Protest angeschlossen. "Das ist total gefährlich. Die wollen das Rennen einfach nur konfus machen", sagte der sportliche Leiter Christian Henn. Dagegen vertreten die beiden französischen Mannschaften Cofidis und FdJeux die Meinung von Tourchef Christian Prudhomme, der auf "mehr Fantasie und Risikobereitschaft der Fahrer" bei möglichen Ausreißversuchen hofft.

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