Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Tour de France - Columbia: Zabel und Cavendish sind nicht zu schlagen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Tour de France - Columbia  

Haussler: Cavendish soll die Klappe halten

15.07.2009, 14:23 Uhr | dpa

Erik Zabel lässt nichts über Mark Cavendish kommen (Foto: dpa)Erik Zabel lässt nichts über Mark Cavendish kommen (Foto: dpa) Mal Superstar, mal Großmaul, mal Teamplayer: Bei Mark Cavendish ist für beste Unterhaltung immer gesorgt. Der schnellste Mann des Pelotons ist auch der ausgeflippteste. Die provozierende Art des 24-Jährigen - beispielsweise beim Jubeln - kommt aber nicht immer gut an.

"Es wäre besser, wenn er mal die Klappe halten würde“, sagt Cervelo-Sprinter Heinrich Haussler, der die knappe Niederlage gegen Cavendish beim Frühjahrsklassiker Mailand-San Remo nicht vergessen hat.

Fotoshow Schrille Trikots
11. Etappe Die Cavendish-Show geht weiter
Jens Voigt "Vielleicht meine letzte Tour"

Auch bei den Franzosen nicht sonderlich beliebt

Auch die Franzosen betrachten den forschen Briten mit gemischten Gefühlen, seit er sich beim schleppenden Einchecken des Transfer-Fluges in Limoges lautstark und unflätig geäußert hat. Bei der Überquerung der Pyrenäen warfen sie Cavendish zudem Arbeitsverweigerung im "Autobus" vor. So werden im Fahrer-Jargon die Sprinter und schwächeren Bergfahrer genannt, die sich in einer Zweckgemeinschaft zusammenfinden und die Anstiege in moderatem Tempo weit hinter der Spitze bewältigen.

Wegmanns Tour-Blog "Es wird Zweit für eine Attacke"

Zabel voll des Lobes

Heinrich Haussler ist auf Cavendish nicht gut zu sprechen. (Foto: imago)Heinrich Haussler ist auf Cavendish nicht gut zu sprechen. (Foto: imago) Trotz aller Extratouren lässt Sprinttrainer Erik Zabel aber nichts auf Cavendish kommen. "Die Zusammenarbeit mit ihm macht unheimlich viel Spaß. Der Junge will alles wissen und fragt lieber zweimal nach“, sagte er über die Zusammenarbeit mit dem schnellen Briten. Zabel schaut sich vor jeder Etappe die Strecke genau an und gibt exakte Tipps, wie die Mannschaft den Sprint zu gestalten hat.

Zwischenbilanz von Marcel Wüst Armstrong hält sich (noch) zurück
Jens Voigt "Vielleicht meine letzte Tour"

Bestmarke schon geknackt

Den Rest erledigt Cavendish, und das mit Bravour. In Issoudun und in Saint-Fargeau holte er seine Etappensieg drei und vier. Damit hat er die Bestmarke aus dem Vorjahr bereits eingestellt und zu Barry Hoban aufgeschlossen: Sein Landsmann hatte in der Zeit zwischen 1967 sowie 1975 acht Siege augestellt.

Funkverbot Teams setzen sich durch

Cavendish hat noch lange nicht genug

"Ich bin der beste Sprinter und meine Aufgabe ist es, Etappen zu gewinnen“, sagt der keineswegs bescheidene Cavendish und hat noch lange nicht genug: "Mein Hauptziel ist es, auf den Champs Elysees in Paris zu gewinnen.

Nicht umsonst über die Berge gequält

In der derzeitigen Verfassung wäre alles andere wohl eine Überraschung. Denn im Vergleich zum vergangenen Jahr können Cavendish auch die Berge nicht mehr soviel anhaben. "Er hat sich weiterentwickelt", sagt Zabel und Cavendish, der sich stets artig bei seinem Mentor bedankt, ergänzt: "Mich freuen die Etappensiege umso mehr, da ich mich nicht umsonst über die Pyrenäen gequält habe."

"Gesamtpaket macht ihn einzigartig"

Cavendish gehört die Zukunft. Laut Zabel sind es mehrere Faktoren, die den Briten so schnell machen: "Es ist das Gesamtpaket, das ihn so einzigartig macht." Neben seiner Explosivität hat der frühere Bahnrad-Weltmeister den Vorteil, dass er mit 1,75 Meter Körpergröße nur 69 Kilogramm auf Hochtouren bringen muss.

Teams reißen sich um den Rocketman

Kein Wunder, dass Cavendish bei den Teams heiß begehrt ist. Insbesondere das neue britische Sky-Team will den Youngster zurück auf die Insel holen. Allerdings besitzt Cavendish noch einen Vertrag bis 2011 bei Columbia und ein Verhandlungspoker mit Teamchef Bob Stapleton ist meist eine kostspielige Angelegenheit.

"Ich liebe meinen Sport"

Bis dahin macht der mit mehr als 40 Profisiegen erfolgreichste britische Radprofi das, was er am besten kann: Sprinten. „Ich liebe meinen Sport. Jede Stunde auf dem Rennrad ist besser als ein Tag im Büro“, sagt der ehemalige Bankangestellte.

Download Der offizielle Radsport-Manager in der Demoversion

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal