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Tour de France: Heinrich Haussler holt deutschen Etappensieg

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Tour de France - 13. Etappe  

Haussler gelingt der große Coup

17.07.2009, 16:59 Uhr | dpa, t-online.de

Heinrich Haussler kann sein Glück kaum fassen. (Foto: AP)Heinrich Haussler kann sein Glück kaum fassen. (Foto: AP) Mit einem Husarenritt hat Heinrich Haussler für den ersten deutschen Etappensieg bei der 96. Tour de France gesorgt. Der 25-Jährige setzte sich bei Dauerregen auf der schweren Vogesen-Etappe souverän als Solist durch. Bei der Zieldurchfahrt in Colmar konnte er sein Glück kaum fassen, schüttelte immer wieder mit dem Kopf und verdrückte auch ein paar Freudentränen. Mit über vier Minuten Rückstand wurde der Spanier Amets Txurruka Zweiter.

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Haussler: "Ich mag dieses Wetter"

"Dieser Sieg bedeutet mir unheimlich viel. Deshalb konnte ich die Tränen nicht zurückhalten", jubelte der Freiburger Haussler nach dem größten Erfolg seiner Karriere. "Ich habe mir die Etappe ausgeguckt und mein Ding gemacht, bin wie verrückt gefahren. Ich mag dieses Wetter." Erst auf den letzten 1000 Metern habe er an den Sieg geglaubt. "Dann war es wie ein Traum."

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Nocentini weiter im Gelben Trikot

Die Favoriten um Alberto Contador und Lance Armstrong hielten auf dem 200 Kilometer langen Tagesabschnitt die Füße still und fuhren mit dem Hauptfeld ins Ziel. Im Gesamtklassement ändert sich somit nichts: Rinaldo Nocentini trägt weiterhin das Gelbe Trikot vor dem Spanier Contador (6 Sekunden zurück) und Armstrong (8). Tony Martin aus Eschborn behält mit einer Minute Rückstand das Weiße Trikot des besten Jungprofis.

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Entschädigung für bittere Niederlage

Mit seinem Coup in Colmar entschädigte sich der in Australien geborene Haussler für die zweiten Plätze bei den Frühjahrsklassikern Mailand-San Remo und Flandern-Rundfahrt. Besonders bitter war sein Auftritt in San Remo, wo er sich nur um wenige Millimeter dem Sprint-Dominatoren Mark Cavendish hatte geschlagen geben müssen.

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Trio bestimmt das Rennen

Zwei deutsche Profis sorgten bei der Fahrt durch den kalten Dauerregen für Betrieb. Zunächst war es Haussler, der sich in Szene setzte. 55 Kilometer nach dem Start in Vittel löste sich der in Freiburg lebende Helfer von Cervelo-Kapitän und Vorjahressieger Carlos Sastre gemeinsam mit dem Franzosen Sylvain Chavanel und dem Spanier Ruben Perez Morena entscheidend vom Feld. Schnell erarbeitete sich das Trio einen Vorsprung von sechs Minuten, ehe es Milram-Kapitän Linus Gerdemann zu bunt wurde.

Gerdemann vom jagenden Peloton geschluckt

In der Abfahrt vom Col de la Schlucht nahm der 26-Jährige als Solist die Verfolgung auf. Doch mehr als zwei Minuten Vorsprung gewährte ihm das hinterher jagende Peloton nicht und holte Gerdemann schnell wieder ein. Schon am Sonntag wird sich zeigen, ob der Deutschland-Tour-Sieger mit dieser Aktion vor den anstehenden Strapazen in den Alpen unnötig Reserven gelassen hat.

Richtig gepokert

Der famose Haussler hatte indes richtig gepokert und nach dem Gipfel des 1193 Meter hohen Col du Platzerwasel seinen letzten Begleiter abgeschüttelt. Im Gefühl des sicheren Sieges gerieten die letzten 30 Kilometer zur Triumphfahrt für den Cervelo-Fahrer, der bei der WM im September in Mendrisio (Schweiz) für sein Geburtsland Australien starten will. BDR-Präsident Rudolf Scharping will ihn aber noch umstimmen.

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