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Cervelo testet sich in die Weltspitze

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Tour de France  

Cervelo testet sich in die Weltspitze

21.07.2009, 16:33 Uhr | sid

Die Cervelo-Fahrer sind mit bestem Material bei der Tour unterwegs (Foto: imago)Die Cervelo-Fahrer sind mit bestem Material bei der Tour unterwegs (Foto: imago) Erst belächelt, dann bestaunt: Mit einer revolutionären Idee hat das Cervelo-Team einen ganz neuen Weg im krisengeplagten Radsport eingeschlagen - und damit offenbar goldrichtig gelegen. Nicht der Erfolg, sondern die Verbesserung des Materials sind bei der Schweizer Mannschaft die oberste Maxime. Und da das eine das andere nicht ausschließt, lacht sich der deutsche Teamchef Thomas Campana ins Fäustchen.

"Wir haben jetzt schon mehr erreicht als wir uns erhofft hatten. Wir hätten schon im Frühjahr aufhören können. Das ist atemberaubend, momentan ist das eine große emotionale Reise für mich', sagt der Kölner und wähnt sich im siebten Radsport-Himmel. Während das deutsche Milram-Team bei der Tour de France vergeblich einem Erfolg hinterherfährt, durfte Cervelo bereits zwei Etappensiege und das Grüne Trikot durch Thor Hushovd (Norwegen) feiern.

Aus dem Nichts in die Weltspitze

Innerhalb von gut neun Monaten haben Campana und Kollegen einen Radrennstall aus dem Nichts aufgebaut und an die Weltspitze geführt. Dabei kam der Mannschaft zugute, dass man in Carlos Sastre den amtierenden Toursieger verpflichten konnte. "Das war eine Frechheit', sagt der Teamchef rückblickend und ergänzt: 'Hushovd war dann die zweite Frechheit."

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Ziel erreicht, wenn Material besser wird

Das Konzept ist genauso simpel wie genial. Mehrere Sponsoren aus der Radsport-Industrie angeführt vom Rahmenhersteller Cervelo haben sich zusammengeschlossen. Die Fahrer testen neues Material und geben den Geldgebern anschließend ein Feedback. Werden die Produkte dadurch besser, ist das Ziel erreicht."

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Im Frühjahr nicht einen Platten gehabt

Das ist nicht nur so eine Geschichte. Wir haben ein perfektes Paket. So weit ich weiß, hatten wir im Frühjahr nicht einen Platten. Das ist unglaublich", sagt der frühere T-Mobile-Profi Andreas Klier und muss schmunzeln, wenn er Jens Voigt nach der dritten Reifenpanne bei der diesjährigen Tour fluchend am Straßenrand stehen sieht.

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"Das Produkt ist effizient"

Den einzigen Druck, den die Fahrer haben, ist der, den Sponsoren ein Feedback zu geben. "Das Projekt ist effizient. Wir entwickeln inzwischen eigenständig und übernehmen fast schon das Produktmanagement einiger Firmen. Ich sehe großes Interesse der Fahrrad-Industrie", erklärt Campana.

Bei Cervelo wieder aufgewacht

Das scheint die Fahrer zu beflügeln, wie etwa den Freiburger Heinrich Haussler. Nach dem Aus von Gerolsteiner stand er auf dem Abstellgleis, nun ist er in der Weltspitze angekommen. Der Deutsch-Australier betont immer wieder wie wohl er sich fühlt. "Einige sind bei Cervelo wieder aufgewacht', sagt Klier.

Bei einem Dopingfall wird Team geschlossen

Campana ist davon überzeugt, dass sein Team sauber ist. 'Wir geben dem Radsport die Chance, aber wir erwarten auch eine klare Grundhaltung', sagt der 46-Jährige und stellt klar: "Wenn ein positiver Fall eintritt, also wenn ein Fahrer bewusst gedopt hat, wird das Team geschlossen. So habe ich die Sponsoren verstanden. Bei einem Dopingfall wird der Stecker rausgezogen."

Projekt auf vier Jahre angelegt

Auf vier Jahre ist die Kampagne zunächst angelegt, das Budget beläuft sich auf schätzungsweise neun Millionen Euro jährlich. Das Team hat einen Schweizer Status, weil der Sitz dort ist. Man sieht sich mit 25 Fahrern aus 13 Nationen aber als internationales Team. Neben dem Männer-Team gibt es auch eine Frauen-Mannschaft, unter anderem mit Zeitfahr-Olympiasiegerin Kristin Armstrong (USA).

Im Überblick
Download Der offizielle Radsport-Manager in der Demoversion

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