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Tour-Aus für Voigt nach Horrorsturz

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Tour de France - 16. Etappe  

Tour-Aus für Voigt nach Horrorsturz

21.07.2009, 18:15 Uhr | sid

Jens Voigt unmittelbar nach seinem schweren Sturz (Foto: Hennes Roth)Jens Voigt unmittelbar nach seinem schweren Sturz (Foto: Hennes Roth) Als Jens Voigt bei Tempo 80 mit voller Wucht auf den Asphalt knallte und regungslos die Straße hinunterrutschte, stockte den Fahrerkollegen der Atem. Minuten später raste der Krankenwagen mit dem Berliner in den Alpenort Bourg-Saint-Maurice, von wo aus Voigt per Helikopter in ein Krankenhaus nach Grenoble geflogen wurde. Der heftige Sturz drängte das sportliche Geschehen auf der 16. Etappe der Tour de France komplett in den Hintergrund.

Nach Aussagen des behandelnden Tour-Arztes Dr. Gerard Porte habe der Deutsche hauptsächlich Gesichtsverletzungen erlitten. Außerdem bestätigte Porte erste Meldungen, dass Voigt nach dem Sturz das Bewusstsein verloren habe. "Er war drei bis vier Minuten bewusstlos", sagte Porte. Eine genauere Diagnose könne es, so der Mediziner, aber erst nach der Röntgenuntersuchung geben. Nach ARD-Informationen soll sich Voigt ein Schädeltrauma zugezogen haben.

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Martin: "Ich bin regelrecht zusammengezuckt"

Voigt war 25 Kilometer vor dem Ziel in Bourg-Saint-Maurice auf der rasenden Abfahrt vom Kleinen Sankt Bernard nach einer Bodenwelle zu Fall gekommen. "Da graut's einem. Ich bin regelrecht zusammengezuckt. Ich wünsche ihm nur das Beste", sagte Jungprofi Tony Martin, der an Voigt vorbei fuhr, als dieser gerade auf einer Trage in den Krankenwagen geschoben wurde. Milram-Kapitän Linus Gerdemann war in Gedanken ebenfalls bei dem sympathischen Berliner: 'Wenn man solche Stürze sieht, dann ist alles andere nebensächlich." Der heftige Sturz drängte das sportliche Geschehen auf der 16. Etappe der Tour de France komplett in den Hintergrund.

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Aldag geschockt

"Das war kein schöner Anblick, Jens dort regungslos liegen zu sehen. Da schießen einem Gedanken durch den Kopf, wenn man seine Familie kennt und weiß, dass die Kinder vor dem Fernseher sitzen", sagte Columbia-Sportchef Rolf Aldag mit stockender Stimme.

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Zum zwölften Mal bei der Tour dabei

Voigt, der sich zum Zeitpunkt des Sturzes in der Verfolgergruppe um Tour-Spitzenreiter Alberto Contador befand, bestritt bereits seine zwölfte Frankreich-Rundfahrt. Bis zu seinem Aus genoss der 37-Jährige das Rennen besonders, weil die Große Schleife erstmals seit Jahren ohne Dopingskandal durch die Lande rollte.

Astarloza triumphiert

Beim Tagessieg des Spaniers Mikel Astarloza hatte zuvor Voigts Mannschaftskollege Andy Schleck für ein Spektakel auf der 159 Kilometer langen Etappe von Martigny nach Bourg-Saint-Maurice gesorgt. Der junge Luxemburger attackierte am Kleinen Sankt Bernard und schüttelte Contadors neuen Edelhelfer Lance Armstrong ab.

Armstrong fast wie zu alten Zeiten

Der Texaner verlor zwischenzeitlich über 30 Sekunden, kämpfte sich jedoch in beeindruckender Manier zurück, die an seine Glanzzeit zum Anfang des Jahrtausends erinnerte. "Ich bin einfach mein Tempo gefahren. Ich habe mich deutlich besser gefühlt als am Sonntag", sagte der 37-Jährige, der am 18. September nur einen Tag nach Voigt seinen Geburtstag feiert.

Contador: "Lance ist ein großer Champion"

Für seine famose Aufholjagd erhielt Armstrong sogar ein Lob von Contador, der sein Gelbes Trikot scheinbar mühelos verteidigte. "Lance ist ein großer Champion und er hat es heute wieder bewiesen. Was er allein geleistet hat, war beeindruckend", sagte der Spanier vom Astana-Team.

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Martin büßt viel Zeit ein

In der Gesamtwertung liegt Contador weiterhin 1:37 Minuten vor seinem US-Teamkollegen Armstrong. Dritter ist der überraschend starke Brite Bradley Wiggins (1:46 Minuten zurück). Die deutschen Hoffnung Tony Martin erlebte einen schweren Einbruch und rutschte im Klassement auf Rang 34 zurück (18:48). Linus Gerdemann vom Team Milram liegt 11:16 Minuten hinter Contador auf Platz 23.

Im Überblick
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