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Tour de France  

Armstrong will Klöden in sein Team holen

24.07.2009, 16:34 Uhr | sid

Klöden arbeitet schon bei der jetzigen Tour viel für Armstrong (Foto: imago)Klöden arbeitet schon bei der jetzigen Tour viel für Armstrong (Foto: imago) Die Sponsorensuche ist mit dem RadioShack-Deal abgeschlossen, nun buhlt Lance Armstrong intensiv um Edelhelfer Andreas Klöden. Der siebenmalige Toursieger Lance Armstrong hat den umstrittenenen Deutschen mit fragwürdigem Ruf bei der Tour de France lieb gewonnen. Es vergeht kein Tag, an dem der 37-Jährige dem früheren Ullrich-Helfer nicht eine Nettigkeit "zutwittert".

So könnte Klöden, dessen Vertrag bei Astana ausläuft, in Armstrongs Tour-Team 2010 eine Schlüsselrolle einnehmen. Am Donnerstagabend hatte der Texaner das Geheimnis gelüftet und das Elektronik-Kaufhaus RadioShack - ein Unternehmen mit 6000 Geschäften und 35.000 Mitarbeitern - als neuen Hauptsponsor für sein Team präsentiert. Kein Wunder, dass die Gerüchteküche inzwischen brodelt, schließlich sind neben Armstrong noch mindestens 24 Fahrer-Plätze zu besetzen.

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Klöden hat Stein im Brett

Und dabei fällt immer wieder der Name Klöden. Armstrong hat es jedenfalls dem gebürtigen Lausitzer hoch angerechnet, dass er ihn am "bitteren Tag in Verbier" (Armstrong) wie eine Lokomotive nach oben gezogen hatte. Seitdem nimmt die Charme-Offensive des Erfolgsbesessenen Richtung Klöden immer groteskere Züge an.

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Armstrong attackiert (verbal) ständig Contador

"Ich sehe Andreas heute fliegen", teilte Armstrong am Donnerstag vor dem Zeitfahren in Annecy in seinem Sprachrohr Twitter der Öffentlichkeit mit. Geflogen ist aber vielmehr Alberto Contador, der von Armstrong ständig attackiert wird. Als der Spanier auf der Königsetappe Klöden am letzten Berg stehen ließ, ergriff Armstrong lautstark für den schweigenden Deutschen Partei und löste den nächsten Astana-Hauskrach aus.

Schweigen hat bei Klöden Tradition

"Zu Vertragsangelegenheiten darf ich keine Auskunft geben", sagt Klödens Berater Tony Rominger. Im Klöden-Lager hat Schweigen Tradition, auch im Hinblick auf seine Verstrickung in den Freiburger Dopingskandal blieb der 34-Jährige Erklärungen schuldig. Dafür sieht man ihn immer häufiger mit Armstrong plaudern. Eine Tatsache, die Dopingsünder Alexander Winokurow, der Klöden einst zu Astana lotste und bei seinem anstehenden Comeback gerne an der Seite hätte, kaum gefallen dürfte.

Buyneel ist schon fest instaliert

Keine Fragezeichen dürften mehr hinter der Besetzung der Sportlichen Leitung stehen. Johan Bruyneel wird den Platz auf der Kommandobrücke wie gewohnt einnehmen. So hatte der Belgier, der Armstrong zu sieben Toursiegen führte, jüngst auch seinen Abschied von Astana zum Saisonende angekündigt. Als Sportliche Leiter dürften Armstrongs alte Weggefährten Dirk Demol und Wjatscheslaw Jekimow zum Team stoßen.

Auch Leipheimer und Co. dürften überlaufen

Dass mit Armstrongs Abschied auch dessen Landsmänner Levi Leipheimer und Chris Horner sowie Gregory Rast (Schweiz), Janez Brajkovic (Slowenien), Jaroslaw Popowitsch (Ukraine) beim kasachischen Rennstall kaum eine Zukunft mehr besitzen, ist ebenfalls sicher. Ein Wechsel zum RadioShack-Team wäre daher keine große Überraschung. Auch der amerikanische Jungstar Taylor Phinney wird heiß gehandelt.

Armstrong-Imperium nimmt Formen an

So nimmt das Armstrong-Imperium nach und nach Konturen an. Dass die Wahl beim Hauptsponsor auf ein Unternehmen aus Armstrongs Heimat Texas fiel, dürfte kein Zufall gewesen sein. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der frühere Straßen-Weltmeister nach seiner Karriere in die Politik gehen will und dabei auf den Gouverneurs-Posten seines US-Bundesstaates schielt.

2010 wieder am Start

Soweit ist es freilich noch nicht, vorher will Armstrong das Rad der Zeit nochmal zurückdrehen. "Ich komme 2010 zu hundert Prozent wieder und werde besser sein. Dann wird es eine andere Geschichte sein."

Im Überblick
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