Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Tour de France: Showdown am Mont Ventoux

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Tour de France - 20. Etappe  

Showdown am Mont Ventoux

24.07.2009, 17:55 Uhr | dpa

Armstrong und Co. werden sich am Mont Ventoux einen erbitterten Kampf liefern (Foto: imago)Armstrong und Co. werden sich am Mont Ventoux einen erbitterten Kampf liefern (Foto: imago) Für Lance Armstrong ist die Sache klar: "Es wird am Mont Ventoux Krieg geben", sagt der Amerikaner vor der entscheidenden 20. Etappe (ab 11.30 Uhr im Live-Ticker). Auf den Tag genau zehn Jahre nach seinem ersten Tour-Erfolg 1999 wird der Texaner am mystischen Berg aber nicht um den Gesamtsieg kämpfen, sondern einzig um einen Platz auf dem Podest in Paris.

In für ihn ungewöhnlicher, aber angesichts seiner bisher gezeigten Leistungen notwendiger Bescheidenheit, hat sich der 37-Jährige nur die Verteidigung des dritten Platzes zum Ziel gesetzt: Den zweiten Rang von Andy Schleck werde er "nicht angreifen".

19. Etappe Historischer fünfter Sieg von Cavendish
Lance Armstrong Er will Klöden als Edelhelfer haben
Lance Armstrong 2010 mit eigenem Team am Start

"Das kann noch einen Knall geben"

Insgeheim dürfte der Radsport-Rückkehrer aber von einem Coup auf dem Mont Ventoux träumen, den er in seiner langen Karriere noch nie als Etappensieger erklommen hat. 2000 war Armstrong am nächsten dran, aber damals überließ der Tour-Dominator generös dem inzwischen gestorbenen Italiener Marco Pantani den Tageserfolg. Dies war das bislang vorletzte Mal (2002 gewann der Franzose Richard Virenque), dass die Tour de France den "Giganten der Provence", der vor allem durch den Tod des Briten Tom Simpson im Jahr 1967 traurige Berühmtheit erlangt hat, ins Programm nahm. "Armstrong hat ein Riesen-Comeback, aber der Sieg fehlt ihm noch», sagte Milram-Teamchef Gerry van Gerwen, der ein Spektakel erwartet: "Das kann noch einen Knall geben."

Alberto Contador Der Zweifel fährt mit
Zweites Zeitfahren Contador ist Toursieg kaum noch zu nehmen

Drei Astana-Profis auf dem Podest?

Auch von Andreas Klöden, dem die Freiburger Untersuchungskommission Blutdoping während der Tour 2006 attestiert hat, ist einiges zu erwarten. "Andreas hat sein letztes Wort noch nicht gesprochen", kündigte sein Astana-Teamchef Alain Gallopin in der "L'Équipe" an. Der fünfplatzierte Klöden selbst hat trotz seines enttäuschenden Zeitfahrens von Annecy weiter das Podest im Visier: "Der Traum ist, dass Lance auch auf dem Podium ist. Die ersten drei Plätze für eine Mannschaft, das wäre außergewöhnlich."

Jens Voigt Er will auch bei der Tour 2010 starten
Fotoserie Der schlimme Sturz von Jens Voigt

Contador kann ganz relaxt fahren

Tour-Matador Alberto Contador kann das verbale Getöse vor dem 21,1 Kilometer langen Anstieg, auf dem den Fahrern wieder der heiße Mistral ins Gesicht blasen wird, durch die Steinwüste gelassen ignorieren. Keiner seiner Rivalen, weder Armstrong noch die starken Schleck-Brüder aus Luxemburg, stellten für den Spanier bisher eine Bedrohung war. Dementsprechend entspannt gab sich der 26 Jahre alte Madrilene vor dem Showdown in 1912 Meter Höhe: "Am Mont Ventoux müssen andere attackieren. Ich werde versuchen, Armstrong zu helfen, seinen Podestplatz zu behalten. Sollte es auch Klöden schaffen, umso besser."

Auch Schleck-Brüder wollen aufs Podest

Dass am Sonntag ein Astana-Triumvirat an der Spitze auf die Pariser Champs Elysées rollt, scheint aber ausgeschlossen. Neben Spitzenreiter Contador dürfte auch der Luxemburger Andy Schleck nicht vom zweiten Rang zu verdrängen sein. Und so wird es auf dem kahlen Riesen wohl nur zum Kampf um Platz drei zwischen den Astana-Assen Armstrong und Klöden, dem Briten Bradley Wiggins und Frank Schleck kommen, die vor der 19. Etappe in der Gesamtwertung gerade einmal 34 Sekunden voneinander getrennt waren. "Das Ziel bleibt, dass mein Bruder Frank und ich in Paris zusammen auf dem Podium stehen wollen", tönte Andy Schleck.

Im Überblick
Download Der offizielle Radsport-Manager in der Demoversion

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal