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Tour de France: Martin verpasst Tagessieg - Contador vor zweiten Triumph

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Tour de France - 20. Etappe  

Martin verpasst Tagessieg - Contador vor Tour-Triumph

25.07.2009, 15:26 Uhr | dpa

Tony Martin am Mont Ventoux (Foto: AP)Tony Martin am Mont Ventoux (Foto: AP) Alberto Contador hat auf dem Mont Ventoux seinen zweiten Gesamtsieg bei der Tour de France praktisch unter Dach und Fach gebracht, der Eschborner Tony Martin den größten Erfolg seiner Karriere nur knapp verpasst. Contador verteidigte auf dem Riesen der Provence als Tagesvierter sein Gelbes Trikot ohne Mühe. Eine Kletter-Gala bot der 24-jährige Martin vom Team Columbia, der sich erst auf den letzten Metern dem spanischen Etappensieger Juan Manuel Garate um die Winzigkeit von drei Sekunden geschlagen geben musste und Zweiter wurde.

"Ich hatte gute Beine und konnte bei den Attacken immer reagieren. Wir konnten die Etappe sehr gut unter Kontrolle halten", sagte Contador, nachdem er am Schlussanstieg der 20. Etappe über 167 Kilometer die wenigen Angriffe - vor allem der Brüder Andy und Fränk Schleck - lockern kontern konnte. Zugleich freute er sich über den Tagessieg seines Landsmanns Garate: "Das ist ein toller Tag für den spanischen Radsport." Sollte der 26 Jahre alte Madrilene auf der Schlussetappe am Sonntag nicht stürzen, wird er wohl für den vierten spanischen Tour-Sieg in Serie sorgen. Auf dem Weg nach Paris herrscht traditionell ein Nicht-Angriffspakt zwischen den Favoriten.

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Martin: "Hätte auch gewinnen können"

Enttäuscht war Martin über seinen zweiten Platz. "Schade, ich kannte die Zieleinfahrt nicht. Es waren auch keine Meterangaben aufgestellt. Wenn ich gewusst hätte, dass das Ziel direkt nach der Kurve kommt, hätte ich auch gewinnen können", so der 24-Jährige.

Alberto Contador Der Zweifel fährt mit

Armstrong verteidigt Gesamtrang drei

Auf dem 21,1 Kilometer langen Anstieg zum Mont Ventoux blieb vor rund 500.000 Zuschauern der erwartete Showdown der Spitzenfahrer weitgehend aus. Statt von spektakulären Attacken war das Finale durch die Steinwüste von Taktik geprägt. Dies kam nicht nur Contador, sondern auch Teamkollege Lance Armstrong ("Es wird am Mont Ventoux Krieg geben") zu Gute, der so auf den Tag genau zehn Jahre nach seinem ersten Tour-Sieg als Tagesfünfter den dritten Gesamtrang verteidigte.

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Klöden weiter bester Deutscher

Diesmal konnte der 37 Jahre alte Texaner, dem ein Erfolg auf dem mystischen Berg aber verwehrt bleibt, den besten Kletterern dieser Tour folgen. Er verlor nur 41 Sekunden auf Garate. Neben Contador dürfen sich Andy Schleck (+4:11 Rückstand) und Armstrong (5:24) auf die Aussicht auf das Pariser Podest freuen. Andreas Klöden ist als bester Deutscher Gesamtsechster (+6:42).

Holt Cavendish seinen sechsten Sieg?

Contador darf der 164 Kilometer langen 21. Etappe am Sonntag von Montereau-Fault-Yonne auf die Pariser Champs-Élysées gelassen entgegenblicken, denn dort wird traditionell vor allem Champagner getrunken, die Klassements sind längst gemacht. Spannung verspricht der Kampf um den Etappensieger. Dabei spannendste Frage: Gelingt dem Briten Mark Cavendish der sechste Sieg?

Garate und Martin ganz stark

30 Kilometer nach dem Start hatte sich eine 16 Fahrer umfassende Ausreißergruppe vom Feld gelöst. Zwischenzeitlich hatten die Flüchtlinge, darunter Martin, einen Vorsprung von rund zehn Minuten auf Contador und Co. Am Fuß des kahlen Riesen war dieser auf vier Minuten geschmolzen, aber viel näher kamen die Favoriten lange nicht. Denn Martin und sein am Ende einziger Wegbegleiter Garate wehrten sich nach Kräften, retteten einen Vorsprung von 38 Sekunden ins Ziel und machten auf den letzten Metern tatsächlich den Tagessieger unter sich aus - mit dem besseren Ende für den Spanier vom Rabobank-Team.

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