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Tour de France: Tony Martin ist der große deutsche Lichtblick

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Tour de France  

Martin ist der große deutsche Lichtblick

26.07.2009, 15:33 Uhr | t-online.de, sid

Tony Martin ist der Shootingstar der 96. Tour de France (Foto: dpa)Tony Martin ist der Shootingstar der 96. Tour de France (Foto: dpa) Die deutschen Radprofis haben bei der 96. Tour de France höchst unterschiedliche Eindrücke hinterlassen. Tony Martin mit seiner zwölftägigen "Triumphfahrt in weiß" und Etappensieger Heinrich Haussler sorgten für die Glanzlichter, das erfolglose Team Milram gehörte dagegen zu den Enttäuschungen.

Jens Voigt ließ die Zuschauer unterdessen mit seinem Horror-Sturz den Atem anhalten und Lance Armstrongs Edelhelfer Andreas Klöden fiel eher mit schlechten Manieren auf, auch wenn er mit Platz sechs in der Gesamtwertung bester deutscher Fahrer ist. Doch der frühere Ullrich-Helfer stand sich auf und neben der Rennstrecke mal wieder selbst im Weg. Sportliche Chancen ließ der gebürtige Lausitzer genauso ungenutzt wie die Möglichkeit, mit seiner Vergangenheit aufzuräumen.

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Deutschem Kamerateam Zuge rausgestreckt

Die ungeklärten Fragen hinsichtlich der Dopingvorwürfe aus Freiburg beantwortete Klöden mit Schweigen. Stattdessen trat er häufig negativ in Erscheinung, als er etwa mit herausgestreckter Zunge an einem deutschen Kamerateam vorbeifuhr oder nichtssagende Interviews mit vorher ausgewählten Fragen in der L'Equipe gab. Immerhin hat er in Lance Armstrong einen neuen Freund und damit vielleicht auch bald ein neues Team gefunden.

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Am Mont Ventoux auf Platz zwei

Das Kontrastprogramm zu Klöden lieferte Martin ab. Mit einem erfrischenden Auftritt hat der 24-Jährige bei den deutschen Radsport-Fans Lust auf mehr gemacht. Zwei Wochen schwebte der Eschborner im siebten Himmel, ehe in den Alpen der große Einbruch kam. Am Mont Ventoux ließ er nochmal seine Klasse aufblitzen und verpasste als Zweiter um Haaresbreite den größten Erfolg seiner Karriere.

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"Ich habe mir einen Namen gemacht"

"Ich habe mehr erreicht, als ich gedacht hatte. In der dritten Woche war die Form nicht mehr da. Daraus muss ich lernen. Aber ich habe mir einen Namen gemacht. Ich komme wieder und will irgendwann unter die besten Zehn, Fünf oder Drei fahren", bilanzierte Martin.

Gerdemann: Ich war nicht bei 100 Prozent

Der Columbia-Profi nahm die Rolle ein, die eigentlich für Milram-Kapitän Linus Gerdemann reserviert war. Doch der 26-Jährige fuhr seinen eigenen Ansprüchen hinterher. "Ich war nicht bei 100 Prozent. Das habe ich zu spüren bekommen. Die Vorbereitung ist nicht so gut gelaufen. Vielleicht habe ich überzogen", rätselte Gerdemann, der mit über 38 Minuten Rückstand Paris erreichte.

Ciolek bei Sprints dabei - mehr nicht

Gerdemanns Teamkollege Gerald Ciolek erging es nicht besser. Der frühere U23-Weltmeister war zwar im Sprint stets dabei, mehr aber auch nicht. Gegen den Sprint-König Mark Cavendish oder den Punktbesten Thor Hushovd war kein Kraut gewachsen. Damit ging für das Team Milram die Tour ohne Etappensieg zu Ende. Der Sponsor Nordmilch war aber auch so zufrieden und nahm von einem vorzeitigen Ausstieg Abstand und wird den Vertrag auf jeden Fall bis Ende 2010 erfüllen.

Haussler will für Australien fahren

Damit sorgte Heinrich Haussler für den einzigen deutschen Etappensieg bei der diesjährigen Tour. Fünfzig Kilometer von seiner Wahlheimat Freiburg entfernt schlug der Senkrechtstarter auf der Etappe nach Colmar zu und feierte bei strömenden Regen den größten Sieg seiner Karriere. Die will er zukünftig für Australien fortsetzen, trotz aller Bemühungen steht seine Entscheidung zu einem Wechsel der Staatsbürgerschaft fest.

Helm rettet Voigt wohl das Leben

So bewegend der Sieg Hausslers war, so tragisch ereignete sich der Sturz von Voigt. Bei Tempo 80 knallte der Berliner auf der 16. Etappe mit dem Kopf auf die Straße. Der Helm bewahrte den 37-Jährigen vielleicht sogar vor dem Tod. So erlitt Voigt "nur" einen Jochbeinbruch und eine Gehirnerschütterung. Heute hat der Berliner das Universitätskrankenhaus in Grenoble Richtung Heimat verlassen.

Im Überblick
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