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Tour de France: Geballte Kraft im Kampf gegen Doping

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Tour de France 2010  

Hält der Burgfrieden im Kampf gegen Doping?

30.06.2010, 14:52 Uhr | sid, dpa, dpa, sid

Tour de France: Geballte Kraft im Kampf gegen Doping. Triumvirat gegen Doping: UCI, AFLD und WADA arbeiten eng zusammen. (Foto: imago)

Triumvirat gegen Doping: UCI, AFLD und WADA arbeiten eng zusammen. (Foto: imago)

Geballte Kraft gegen Dopingsünder: Wenn am Samstag die 97. Tour de France in Rotterdam startet, setzen der Radsport-Weltverband UCI, die französische Anti-Doping-Agentur AFLD sowie die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA erstmals auf eine breite Allianz.

Dabei soll die UCI die Dopingkontrollen leiten, die WADA alles überwachen und die AFLD mit Tipps von Polizei und Zoll helfen. Dem Willen der AFLD, selbst Extra-Tests während der Tour durchführen zu dürfen, gab die WADA allerdings nicht nach.

"Bordy erzählt nur Mist"

Der Zusammenschluss ist deswegen bemerkenswert, weil sich UCI und AFLD zuletzt mächtig in den Haaren lagen. Pierre Bordry von der AFLD hatte der UCI ineffektive Dopingkontrollen und generell einen zu laxen Anti-Doping-Kampf vorgeworfen. Weltverbands-Boss McQuaid entgegnete: "Bordry erzählt nur Mist und muss weg." Nun haben sich die Gemüter der beiden Männer unter WADA-Anleitung beruhigt und einen Burgfrieden beschlossen.

Giro als Vorbild

Das könnte auch daran liegen, dass die "Generalprobe" für die Tour offenbar erfreulich verlaufen ist. Beim Giro d'Italia will McQuaid "ermutigende Zeichen" erkannt haben. Die in den Vorjahren fast schon obligatorischen Doping-Enthüllungen nach der letzten Etappe in Italien blieben - bisher - aus. Der Sieger der Rundfahrt musste seinen Platz an der Sonne bis jetzt nicht nachträglich wieder räumen.

Viel Konfliktpotenzial

Auch wenn es nun einen Burgfrieden gibt, die Zusammenarbeit zwischen AFLD und UCI birgt weiterhin ein gewaltiges Streitpotenzial. Bordry, der seinen Namen ohnehin gerne in der Zeitung liest, wird keine Gelegenheit auslassen, die Tester der UCI an den Pranger zu stellen. Dabei kann man der UCI das Bemühen um einen sauberen Sport nicht generell absprechen. Durch den Biologischen Pass wurden bereits etliche Fahrer überführt und suspendiert, auch wenn der letztjährige Tour-Bergkönig Franco Pellizotti der bekannteste unter ihnen ist. Zudem wurde Ende Mai Alejandro Valverde nach jahrelangem Hin und Her wegen seiner Verwicklung in die spanische Dopingaffäre gesperrt.

Armstrong-Spende trägt nicht zur Glaubwürdigkeit bei

Die Schatten der Vergangenheit wird der Weltverband aber nicht los. Das umfassende Geständnis von Floyd Landis im Mai sollte eigentlich ein gutes Zeichen sein. Wenn da nicht dieses pikante Detail wäre, dass die UCI einen positiven Dopingtest von Lance Armstrong vertuscht haben soll. Beide Beschuldigte bestritten die Vorwürfe vehement, doch eine 100.000-Dollar-Spende von Armstrong an den Verband trägt nicht gerade zur Glaubwürdigkeit bei.

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