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20. Etappe: Aufregung zum Abschluss

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Tour de France 2010  

20. Etappe: Noch einmal Aufregung um Lance

03.07.2010, 20:41 Uhr | t-online, t-online.de

20. Etappe: Aufregung zum Abschluss. Lance Armstrong beim Kleiderwechsel (Foto: imago)

Lance Armstrong beim Kleiderwechsel (Foto: imago)

20. Etappe, 25. Juli

Geschafft. Lance Armstrong hat Paris erreicht. Und durfte bei seinem großen Finale sogar noch einmal auf dem Podium. Gemeinsam mit seinem Teamkameraden von RadioShack, mit denen er die Mannschaftswertung gewonnen hat. Und, die Amerikaner präsentierten sich in neuem Gewand. Dieses hatte übrigens zu Beginn der Schlussetappe - eigentlich eine unaufgeregte "Tour d'Honneur" für die Tour-Helden - für Aufregung gesorgt.

Die Armstrong-Equipe war zunächst in schwarzen Jerseys angetreten. Darauf war eine 28 auf dem Rücken zu sehen - die Zahl der Krebskranken auf der Welt, denen das Team die Etappe widmen wollte. Zur Erinnerung: Der "Boss" hatte die Krankheit besiegt und engagiert sich seither mit seiner Stiftung "Livestrong" im Krebskampf. So erklärte er nach der Ankunft in Paris: "Comeback 2.0 ist geschafft. Vielen Dank an alle, die mich und vor allem 'Livestrong' unterstützt haben. Dafür bin ich sehr dankbar."

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Unterstützung von den Organisatoren bekam er beim Finale indes nicht. Das neue Outfit widersprach den Regularien, so dass ein Kleiderwechsel bei RadioShack anstand. Der Texaner und Co. weigerten sich zunächst. Die Drohung, ausgeschlossen zu werden, zeigte aber Wirkung. Doch während seine Teamkameraden recht schnell im alten Trikot steckten, ließ sich Armstrong Zeit und helfen. Dann fuhr er dem Peloton im Alleingang hinterher. Doch: Er meisterte die abschließenden 102,5 Kilometer seiner Karriere. Wir dürfen uns aber sicher sein. Wir werden noch von ihm hören. So oder so.

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19. Etappe, 24. Juli

Mensch Lance, was war das denn? Beim Zeitfahren über 52 Kilometer setzte der Amerikaner seine müde Abschiedstour fort. Am Ende landete der "Boss", eingereiht zwischen dem Schweizer Martin Elmiger und Milram-Fahrer Linus Gerdemann, auf dem 67. Platz. Sein Rückstand auf Sieger Cancellara: 7:05 Minuten. Zur Erinnerung: Zu seinen Glanzzeiten hatte Lance mit unvergleichlichem Nähmaschinentritt elf Tour-Einzelzeitfahren und Prologe gewonnen.

Vielleicht waren die Feierlichkeiten am Vorabend in Bordeaux auch zu anstrengend für den Rekordsieger. Immerhin waren mit Cameron Diaz und Tom Cruise, die ihren neuen Film "Knight and Day" promoteten, zwei ihm bestbekannte Hollywoodgrößen bei der Tour zu Gast. Zudem, so twitterte Lance, gab es noch ein Abendessen auf einem Boot mit Freunden. Da soll es spät geworden sein....

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18. Etappe, 23. Juli

Noch 154,5 Kilometer - dann hat es Lance geschafft. Seine Abschieds-Tour ist beendet. Ein schnelles (schauen wir mal) Zeitfahren über 52 Kilometer. Dann die finale "Tour d'Honneur" nach Paris. Und der Boss ist durch. "Ich bin fast da", meinte der ehemalige Tour-Dominator daher nach der Ankunft in Bordeaux. Dort war er nach "flachen, aber sehr windigen" 198 Kilometern angekommen. Auf Rang 104, mitten im Hauptfeld. Aber zeitgleich mit Sprintsieger Mark Cavendish, dem der Amerikaner artig gratulierte.

"Irgendwie war die Etappe 50 Kilometer zu lang, um Spaß zu haben. Aber auch das gehört dazu", erklärte der "Boss" nach dem Tageswerk weiter. Die Fahrt schien der Texaner aber irgendwie dennoch genossen zu haben. Sohnemann Luke war dabei, saß im Teamfahrzeug und schoss eifrig Erinnerungsfotos von Papas drittletzter Tour-Etappe. "Luke hat ungefähr 80 Bilder gemacht, die ich später auf der Homepage des Teams präsentieren werde. Er hat ein gutes Auge für gewisse Momente", war Vater Armstrong mächtig stolz auf Sohn Armstrong.

Für sein letztes Tour-Zeitfahren schraubte er die Hoffnungen aber ziemlich nach unten. "Erwartet nicht zu viel. Denn ich bin wirklich sehr müde", sagte Armstrong, um jedoch zu ergänzen: "Aber ich werde mein Bestes geben. In Paris bei den Feiern natürlich auch." Na denn Prost.

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17. Etappe, 22 Juli

Die letzte schwere Bergetappe seiner Tour-Geschichte, Lance Armstrong hat sie hinter sich. Mit dem 17. Platz konnte er dazu beitragen, die Führung seiner RadioShack-Truppe in der Gesamtwertung zu verteidigen. Und im Ziel wartete noch ein guter Freund: Frankreichs Präsident Nikolas Sarkozy machte dem Tourminator die Aufwartung. Ein Treffen, das Armstrong unter dem Titel "Der Boss trifft den Boss von Frankreich" mit einem Bild auf seinem Twitter-Account verewigte. Ob Armstrong weiß, dass es nur einen "Boss" gibt und dieser auf den Namen Springsteen hört?

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2. Ruhetag, 21. Juli

"Eaaaaaasy" - Lance Armstrong hat es am Tag nach seinen großen Ausreißversuch ruhig angehen lassen. Das konnte der frühere Tour-Dominator auch tun. Schließlich war Ruhetag. Der zweite bei der Frankreich-Rundfahrt 2010. Und da der Texaner anders als bei seinen Teilnahmen zuletzt nichts, aber auch rein gar nichts mehr mit dem Gesamtsieg (die Gesamtwertung im Überblick) zu schaffen hat, ließen die Medien den 38-Jährigen - in Ruhe.

"Eine Stunde bin ich mit meinen Teamkameraden auf dem Rad unterwegs gewesen", sagte Armstrong. Mehr nicht? Mehr nicht! Warum? "Meine Beine sind wirklich sehr, sehr müde von der Etappe gestern", erklärte der US-Boy. Sie werden es auch nach der 17. Etappe sein, wenn es im Finale den Col du Tourmalet hinauf geht. Da kam dem alten Mann die Ruhe natürlich gerade recht.

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16. Etappe, 20. Juli

Lance Armstrong hat das Glück herausgefordert - ein Happy End gab es für früheren Tour-Dominator aber nicht. Tagesplatz sechs war es für den Texaner letztlich in Pau. Zu wenig dafür, dass er sich den ganzen Tag in der Spitzengruppe bei der Kletterpartie über vier Pyrenäen-Riesen - darunter der 2115 Meter hohe Col du Tourmalet - aufgerieben hatte. Im Spurt um den Tagessieg waren andere eben schneller. Allen voran der Franzose Pierrick Fedrigo. Das musste der "Boss" anerkennen. Wie viele dagegen auch, dass sich Armstrong nicht kampflos von der Tour verabschiedet. Respekt jedenfalls dafür.

"Ich war am Ende im Sprint einfach nicht schnell genug. Aber ich habe es wenigstens versucht", sagte Armstrong, der von den Strapazen des Tages sichtlich gezeichnet war. Doch anders als in den Tagen zuvor, durfte er diesmal zumindest mit seiner Leistung zufrieden sein. "Es war ein harter Tag, es waren so viele Kilometer in der Flucht", meinte er und gestand ein: "Am Ende habe ich für die Anstrengungen bezahlt".

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15. Etappe, 19. Juli

Die Tendenz zeigt nach oben. Lediglich 4:08 Minuten verlor Lance Armstrong auf den Tagessieger - und Thomas Voeckler lag wiederum 2:50 Minuten vor dem neuen Gesamtführenden. Unter dem Strich büßte Cowboy Armstrong damit nur 1:18 Minuten auf Pistolero Alberto Contador ein. So nah dran war der Tour-Rekordsieger an den Favoriten bei den diesjährigen Bergetappen bisher noch nicht.

Auf der Strecke lief es also einmal ordentlich für den Texaner. Und daneben teilte er verbal aus. Jedenfalls konterte er die Kritik seines Landsmannes Greg LeMond, der ihm Doping vorwirft. Indirekt warf Armstrong dem dreimaligen Tour-Sieger ebenfalls unlautere Praktiken zu: Er habe seinen Erfolg 1989 dank Dopings errungen.

Es dauerte aber nicht lange, und LeMond läutete die nächste Runde in der Auseinandersetzung an. "Mister Armstrong sollte sich mehr sorgen um die augenblicklichen Ermittlungen der Bundesbehörden, als zu versuchen, mich unter Seinesgleichen einzureihen. Ich weiß, wie ich meine Karriere absolviert habe, und Lance weiß, wie er das tat", sagte der ehemalige Profi.

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14. Etappe, 18. Juli

Die erste schwere Pyrenäen-Etappe zeigte erneut, dass Lance Armstrong nur noch ein Schatten seiner selbst ist. "Es wird einige Überraschungen geben auf den nächsten Etappen", twitterte der siebenmalige Toursieger vor dem Start. Aber von einem Angriff des Texaners war nichts zu sehen. Im Gegenteil - wieder konnte er das Tempo der Favoriten nicht mitgehen, wieder kam er später über den Zielstrich. Gegenüber Tagessieger Christophe Riblon verlor er ganze 15 Minuten.


Dazu kommen noch die Dopingvorwürfe von Greg LeMond. Sicherheitshalber verweigerte der ehemalige Tourminator jeden Kommentar dazu. Die Frage ist, kommt noch was von Armstrong oder verabschiedet er sich leise und unauffällig von der Tour?

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13. Etappe, 17. Juli

Er stürzt und stürzt und stürzt - und das nun sogar, bevor der eigentliche "heiße" Start erfolgt. Lance Armstrong kam während des gemütlichen Schaulaufens in Rodez zu Fall - es war bereits der fünfte Sturz des Rekordsiegers bei dieser Tour.

Im Ziel war der Texaner gezeichnet: Als er mit einem Rückstand von 4:34 Minuten auf Tagessieger Alexander Winokurow demonstrativ langsam ins Ziel eintrudelte, hatte Armstrong einen blutigen Ellenbogen und ein blutiges Knie.

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12. Etappe, 16. Juli

Nein, das ist wirklich nicht der alte Lance Armstrong. Der Altmeister wirkt dieser Tage einfach alt. Wäre der Texaner früher den Schlussanstieg nach Mende mit den Besten hinaufgeflogen, musste er diesmal früh abreißen lassen. So kam er 3:35 Minuten nach Tagessieger Joaquin Rodriguez ins Ziel. Auf Rang 57. So gewinnt der siebenmalige Gesamtsieger bei seiner Abschiedstour keine Etappe.

Entsprechend meinte er auch: "Das war ein höllisch schwerer Tag." Die beste Chance, noch einmal zuzuschlagen, bietet sich daher wohl am vorletzten Tag. Zeitfahren. Armstrongs Domäne. Vielleicht findet der "Boss" da zur alten Stärke.

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11. Etappe, 15. Juli

"Wow, ich muss mir unbedingt die Zeitlupe ansehen", twitterte der frühere Tourminator nach dem Massensprint in Bourg-lés-Valence an Mark Renshaw vom Team HTC Columbia. Der Australier hatte auf der Zielgeraden den Neuseeländer Julian Dean mit zwei Kopfstößen traktiert und war danach von der Tour-Leitung vom weiteren Rennen ausgeschlossen worden.

Damit sicherte sich Renshaw wohl den Respekt des US-Amerikaners. Denn auch Tour-Sheriff Armstrong hatte in seiner langen Karriere oft das Gesetz in die eigene Hand genommen und das Feld diszipliniert. Nach Angaben von Columbia-Teamchef Aldag hatte Dean vor den Kopfstößen versucht, Renshaw in den Zaun zu drängen. Für Armstrong selbst verlief die Flachetappe ruhig. "Heiß heute, und nichts los - bis zum Sprint", so das Etappenfazit des siebenmaligen Tour-Siegers.

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10. Etappe, 14. Juli

"Yes, tolles Ergebnis für das Team RadioShack" - endlich hatte Lance Armstrong bei der Tour mal Grund zur Freude. Nicht, dass der "Boss" selbst für die Glücksgefühle in der amerikanischen Truppe gesorgt hatte. Nein, vielmehr war es der Portugiese Sergio Paulinho, der Equipe des ehemaligen Mitfavoriten ein Erfolgserlebnis bescherte. Und so gratulierte der Kapitän seinem Helfer artig. "Congratulations" ließ er verkünden.

Nach der "wohl heißesten Nacht, die ich je hatte" - natürlich rein auf die Temperaturen bezogen - rollte Armstrong selbst im großen Feld ins Ziel. Dennoch hatte er für Schlagzeilen gesorgt. Jedenfalls kündigte der Rekordsieger an, dass mit den US-Behörden zusammen arbeiten werde. Sofern die Ermittlungen gegen ihn in der Doping-Affäre "keine Hexenjagd werden."

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9. Etappe, 13. Juli

2:50 Minuten - verglichen mit seinem Debakel vom Sonntag, als Lance Armstrong 11:45 Minuten auf seine ehemaligen Hauptkonkurrenten verlor, betrieb der Amerikaner auf der schwierigen Alpenetappe mit diesem Rückstand Schadensbegrenzung. Seine Befürchtung, bei der Kletterpartie über den 2000 Meter hohen Col de la Madeleine erneut gedemütigt zu werden, trat nicht ein.

"Wirklich böse, die Etappe. Besonders mit dem Madeleine am Schluss", hatte Armstrong vor dem Start der Kletterpartie gemeint und ergänzt: "Ich hoffe mal, mein Körper hat sich von der Schlittenfahrt vom Sonntag erholt". Er hat sich erholt. Und wohl damit abgefunden, dass er bei dieser Tour dominante Rolle mehr spielen wird. "Ich hatte sieben Jahre ohne Pech. Da ist es logisch, dass sich das einmal umkehrt. Ich kann es nicht ändern, auch wenn ich es gerne ändern würde", meinte der "Boss". Die Hoffnung auf einen Etappensieg, die hat er aber sicherlich noch nicht aufgegeben. "Ich werde meinen Kopf weiter hoch halten und meine letzte Tour mit einer anständigen Einstellung beenden", kündigte er an.

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Ruhetag, 12. Juli

Mit Blitz und Donner endete der Ruhetag für die Fahrer. Ein Sommersturm zog über Morzine. Lance Armstrong beobachtete das Naturspiel und entspannte. Musikalisch via iPod untermalt mit Songs der Band Calexico.

Der Geschlagene der ersten Alpenetappe will die beiden restlichen Wochen der Tour "genießen". Fragt sich nur wie: Hat der Texaner noch die Kraft, eine Etappe zu gewinnen? Würde ihn die Konkurrenz, die er in Zeiten seiner Dominanz oft düpierte, bei einer Attacke ziehen lassen - womöglich gar aus Mitleid? Oder setzt er auf den letzten Metern seiner Karriere gar alles daran, Andy Schleck zum Sieg zu verhelfen, um Intimfeind Alberto Contador die Tour zu vermasseln? Fragen über Fragen.

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8. Etappe, 11. Juli

Mit Musik der härteren Gangart von Rage against the machine stimmte sich Lance Armstrong auf die erste schwere Alpenetappe ein. Geholfen hat es aber nichts, der harten Gangart der jüngeren Konkurrenz um Andy Schleck und Alberto Contador konnte der siebenfache Tour-Triumphator nichts entgegensetzen.

Platz 39, über 13 Minuten Rückstand. Die Zeit von Lance ist abgelaufen. Oder feiert er auf der nächsten schweren Alpenetappe am Dienstag ein beeindruckendes Comeback? Es wäre nicht sein erstes. Man darf gespannt sein.

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7. Etappe, 10. Juli

Die ersten echten Berge haben die Tour-Favoriten hinter sich - und damit auch Lance Armstrong. Dass ihm die Kletterpartie allerdings soviel abverlangen würde, davon war auch der Texaner überrascht. "Geschafft", sagte der "Boss" und ergänzte: "Das war heute heiß wie die Hölle und deutlich schwieriger als die meisten erwartet haben. Da bin ich mir sicher. Ich habe mich aber recht gut gefühlt - auch wenn ich für ein bisschen Regen gebetet habe."

Das Gebet wurde zwar nicht erhört. Dennoch kam der Amerikaner letztlich problemlos - und vor allem zeitgleich - mit seinen Hauptwidersachern auf der Station des Rousses ins Ziel. Genau 1:47 Minuten hinter Tagessieger Sylvain Chavanel. Für den Franzosen hatte Armstrong neben den Dank an die vielen "Millionen Fans am letzten Berg" noch einen Glückwunsch parat. "Eine echt starke Fahrt", meinte er. Vielleicht tut es der Texaner dem neuen Gelben auf dem zweiten Alpenritt gleich.

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6. Etappe, 9. Juli

Den Überraschungsgast hatte Lance Armstrong gar nicht gesehen. Doch Hauptkonkurrent Alberto Contador war tatsächlich am RadioShack-Teambus und gab eine Uhr als Geschenk für den Amerikaner ab. Als spätes Dankeschön für die vermeintliche Unterstützung im vergangenen Jahr, als beide noch bei Astana waren. Und der Texaner bedankte sich artig und überschüttete den Spanier ("Er ist der Talentiertere von uns Beiden") mit reichlich Lob.

Doch die Zeit - vielleicht gab es dafür symbolisch die Uhr - des Waffenstillstandes scheint abgelaufen. Am Wochenende geht es in die Alpen, die ersten Bergankünfte stehen auf dem Programm. Und damit der erste große Showdown zwischen dem Cowboy (Armstrong) und dem Pistolero (Contador). "Wir Klassementfahrer schauen schon auf die kommenden Tage. Ab Samstag wird die Gesamtwertung gemacht. Ich rechne vor allem am Sonntag mit einer animierten Etappe und einer Menge Attacken", kündigte Armstrong an. Die Tour geht also los.

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5. Etappe, 8. Juli

Ein Hauch von Glamour umgab Lance Armstrong. Prinz Albert von Monaco ("Ein guter Freund von mir") machte der Tour seine Aufwartung und war Gast bei der Mannschaftssitzung von RadioShack. Doch das war es schon an Aufregung. "Ich glaube die Jungs sind dankbar, dass wir zwei ereignislose Tage hatten - ohne große Stürze".
Da bleibt viel Zeit, um sich mit Musik zu entspannen. "Blitzen Trapper", eine Experimental-Folk-Band aus Oregon ist derzeit angesagt. "Ich kann nicht genug von deren neuen Album bekommen." Ob der siebenmalige Tour-de-France-Sieger die Musik auch während der Etappen hört, ist nicht bekannt.

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4. Etappe, 7. Juli

Wenigstens während der 153 Kilometer langen Fahrt von Cambrai nach Reims hatte Lance Armstrong seine Ruhe. Denn nach dem Debakel auf dem Kopfsteinpflaster des dritten Tagesabschnitts hatte sich der Amerikaner dann auch noch in der Nacht ärgern müssen. Im gleichen Hotel untergebracht wie das Rabobank-Team, wurde der "Boss" Ohrenzeuge der ausgelassenen Niederländer. Die waren nicht etwa froh, dass die Tortur bei der Tour nun weniger werden würden, sondern freuten sich vielmehr über den Einzug ihrer Fußballer ins WM-Finale.

Dennoch war der Amerikaner mit dem Tageswerk zufrieden. "Es war angenehm, dass ich, nein, sich alle aus Ärger herausgehalten haben", sagte Armstrong und meinte weiter: "Man kann einfach nicht drei Tage am Stück Pech haben. Jetzt beginnen neue Herausforderungen. Wer werden uns unsere Leute herauspicken und auf sie den Fokus legen". Schließlich ist es mit der Ruhe bald wieder vorbei: Die Alpen stehen an.

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3. Etappe, 6. Juli

Das hatte sich Lance Armstrong ganz anders vorgestellt. Zeit wollte der Texaner mit einem verwegenen Ritt über das Kopfsteinpflaster der 3. Etappe auf seine vermeintlich schärfsten Widersacher gut machen. Doch am Ende kam es anders - "the Boss" fuhr der Konkurrenz hinter her. Ein Reifendefekt rund 20 Kilometer vor dem Ziel in Arenberg bremste den siebenmaligen Tour-Sieger aus. "So ist der Sport", sagte Armstrong und erklärte weiter: "Ich hatte in der Tat Pech, aber ich halte meinen Kopf oben und mache weiter."

Dennoch, den Rückstand auf die Rivalen muss erst einmal wieder gutmachen. In Zahlen sind dies: 1:51 Minuten auf Cadel Evans, 1:21 Minuten auf Andy Schleck und 50 Sekunden auf Alberto Contador. Heißt also: Lance, gib Gas.

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2. Etappe, 5. Juli

Glück im Unglück für Lance Armstrong bei der Tour de France: Auf dem von Massenstürzen geprägten Tagesabschnitt musste auch der Rekordsieger Bekanntschaft mit dem Asphalt machen. Sein Teamchef Johan Bruyneel gab aber gleich Entwarnung "Lance ist okay, er hat sich ein bisschen an der Hüfte und am Ellbogen verletzt. Das ist aber kein Problem." Markante Worte fand der Amerikaner für den chaotischen Rennverlauf. "Das ist irreal. Ein Sturz nach dem anderen - ich denke, heute ist jeder gestürzt. Es war sehr gefährlich."

Wesentlich angenehmer war für den Texaner ein Treffen mit Radsport-Ikone Eddy Merckx vor der 2. Etappe. Armstrong, bekanntlich siebenmaliger Toursieger und absoluter Superstar im Radsportzirkus, hält Belgiens Radsport-Ikone Eddy Merckx für den besten Fahrer aller Zeiten. "Man muss sich nur seine Karriere anschauen - er ist der König des Radsports und der Größte, der jemals gelebt hat. Ich bin glücklich, dass ich ihn seit 17 Jahren kenne", sagte Lance. Merckx feierte in seiner Laufbahn fünf Gesamtsiege bei der Frankreich-Rundfahrt, drei beim Giro d'Italia, einen Erfolg bei der Spanien-Rundfahrt und drei WM-Titel. Insgesamt holte der heute 65-Jährige 445 Profisiege.

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1. Etappe, 4. Juli

Nationalfeiertag in den USA und für Lance Armstrong gab es gleich auch noch ein Geschenk: Da sich sein Team Radio Shack gestern mit einem hauchdünnen Vorsprung von einer Sekunde die Führung in der Teamwertung sichern konnte, gab's zur Belohnung die gelbe Startnummer für Lance und Co. Ist schon mal ein guter Anfang.

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Prolog, 3. Juli

Geht es nach dem Tour-Organ "L'Equipe", so hat Lance Armstrong kaum eine Chance, seinen achten Toursieg einzufahren. Der US-Boy erhielt in der traditionellen Bewertung der Favoriten nur drei Sterne, genauso wie Straßenweltmeister Cadel Evans (Australien). Als absoluter Topfavorit gilt Titelverteidiger Alberto Contador. Der spanische Kletterspezialist erhielt mit fünf Sternen die höchste Bewertung, gefolgt vom Luxemburger Andy Schleck (vier Sterne).

Beim Prolog in Rotterdam hat der Texaner, der 22 Sekunden hinter Sieger Fabian Cancellara Vierter wurde, den beiden Konkurrenten aber auf jeden Fall schon ein einmal Sekunden abgenommen. Auf Contador waren es fünf, der Vorjahreszweite Schleck büßte auf dem 8,9 Kilometer langen Kurs dagegen schon 47 Sekunden auf den siebenfachen Tour-Champion ein. Und die muss der Luxemburger erst einmal wieder aufholen.

Gefühl wichtiger als das Ergebnis

"Ich bin glücklich mit dem Ergebnis und mit dem Gefühl, wie es gelaufen ist. Und das ist fast noch wichtiger als das Ergebnis", sagte Armstrong nach seinem ersten Auftritt bei der Tour. Der ganze Tag sei gut für ihn gelaufen. "Vom Morgen über das Zeitfahren bis zu Rennen. So war die Strecke war nur noch in ein paar Kurven nass", erklärte der RadioShack-Kapitän weiter und fügte. "Ich habe Zeit auf die Konkurrenz gut gemacht. So kann es weitergehen."

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