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Armstrong, Contador und Schleck sind nicht allein

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Tour de France 2010  

Sie sind nicht allein

03.07.2010, 22:28 Uhr | t-online, t-online.de

Armstrong, Contador und Schleck sind nicht allein. Favoriten: Andy Schleck (von links), Alberto Contador und Lance Armstrong. (Foto: imago)

Favoriten: Andy Schleck (von links), Alberto Contador und Lance Armstrong. (Foto: imago)

Von Oliver Strerath

Contador, Armstrong, Schleck. Oder Armstrong, Schleck, Contador. Oder Schleck, Contador, Armstrong. Die Experten sind sich jedenfalls sicher. Einer der drei genannten Rennfahrer wird die 97. Tour de France gewinnen. Nur wie sich Alberto Contador, Lance Armstrong und Andy Schleck letztlich auf dem Podium am 25. Juli in Paris aufstellen, darüber herrscht Uneinigkeit. Aber auch wenn die Protagonisten am Ende diejenigen sind, auf die es ankommt. Auf dem Weg zum Sieg sind sie nicht allein.

Lance Armstrong setzt auf dem Weg zum historischen achten Tour-Triumph auf bewährte Kräfte. Alle seine Erfolge in Frankreich hat der Texaner bisher mit Johan Bruyneel als Teamchef herausgefahren – und der ehemalige Profi aus Belgien ist auch der Chef im Team RadioShack, das Armstrong extra ins Leben gerufen hat. Eine ähnlich lange Partnerschaft sucht im Radsport ihres Gleichen. Mit Bruyneel an seiner Seite fühlt sich der Amerikaner aber einfach wohl. Der Belgier weiß wiederum, wie er mit seinem Kapitän um zu gehen hat. Und wenn er an die Seite Armstrongs zu stellen hat. Wenngleich der Kapitän natürlich immer ein gewichtiges Wort bei der Teamkonstellation mitredet.

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Edelhelfer aus Astana-Tagen

So hat Armstrong unter anderem Levi Leipheimer und Andreas Klöden als Edelhelfer von Astana mit zu RadioShack gebracht. Wie übrigens auch Bruyneel. Das Duo Leipheimer/Köden könnte aber auch – sofern notwendig – in die Kapitänsrolle schlüpfen, falls der „Boss“ unerwartete Probleme zeigt. Aber nicht nur Klöden und Leipheimer stehen für Kontinuität: Auch Janez Brajkovic, auch er könnte im Bedarfsfall das Kommando übernehmen, Christopher Horner, Sergio Paulinho, Gregory Rast, Dmitry Muravyev und Yaroslav Popovych haben sich bereits als Domestiken des Rekordsiegers profiliert. Auch bei Astana.

Entsprechend musste Alberto Contador einen Aderlass verkraften und neue Weggefährten um sich versammeln. Mit Yvon Sanquer hat er einen neuen Teammanager bei Astana, der nie ein brillanter Profi wie Bruyneel war. Der Franzose bringt dennoch reichlich Erfahrung mit: Er übernahm die Verantwortung beim Neuanfang im Festina-Team nach dem Doping-Skandal 1998. Daneben baut der Titelverteidiger auf ein intaktes Umfeld.

Bruder und Freunde an Contadors Seite 

Sein älterer Bruder Francisco Contador – er hörte mit seiner aktiven Karriere auf, um Alberto zu unterstützen – ist sein Sportlicher Leiter. Und mit Jesus Hernandez, Daniel Navarro und Benjamin Noval sind Landsmänner an seiner Seite, mit denen er fast freundschaftlich verbunden ist. Ob sie auch die sportliche Stärke mitbringen, den Titelverteidiger entsprechend zu unterstützen, bleibt abzuwarten. Zumindest hat Contador mit David De La Fuente und dem Italiener Paolo Tiralongo wohl zwei echte Helfer in den Bergen dabei. Und da wäre ja noch die Unbekannte Alexander Winokourov.

Fährt der streitbare Kasache auf eigene Rechnung? Unterstützt er Contador? Jedenfalls ist er in der kasachischen Mannschaft quasi als Lokalmatador Pflicht. Seine Pflichten im Team sind indes ungewiss, wie gesagt. Sollte Contador aber schwächeln, Winokourov wäre sicherlich der letzte, der seine Chance nicht ergreifen wird.

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Erst Andy, falls notwendig Frank

Eine ähnliche Situation ist im Team Saxo-Bank nicht mehr denkbar, nachdem Frank Schleck sich bei einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen hat und ausschied. So ist Andy Schleck, Zweiter 2009, der alleinige Kapitän. Mit den beiden Dänen Jakob Fuglsang und Chris Anker Sörensen steht dänische Unterstützung in den Bergen bereit. Mit Nicki Sörensen und Jens Voigt Tempomacher – egal auf welchem Terrain. Stichwort Tempomacher: Wenn dies einer kann, dann Fabian Cancellara. Der Schweizer führt ein Trio – zu dem gehören noch Stuart O’Grady und Matty Breschel - in der Equipe an, das besonders zum Auftakt auf den anspruchsvollen Etappen in den Niederlanden, Belgien und Nordfrankreich die Kontrolle übernehmen soll. Und dabei auch für den Etappensieg gut ist, der Cancellara zudem jederzeit im Kampf gegen die Uhr gelingen kann. Wie beim Prolog in Rotterdam geschehen, wo es auch Gelb für den Eidgenossen. Und nachdem er es kurz verloren hatte, holte er es sich auf den Kopfsteinpflaster-Passagen in Nordfrankreich zurück. 

Am Ende wird es wohl dennoch heißen Armstrong, Contador, Schleck. Nur in welcher Reihenfolge ist noch offen.

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