Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Tour de France: Glück im Unglück für Andy Schleck - Chavanel in Gelb

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Glück im Unglück für Andy Schleck - Chavanel in Gelb

05.07.2010, 16:20 Uhr | t-online, sid, dpa, dpa, sid, t-online.de

Tour de France: Glück im Unglück für Andy Schleck - Chavanel in Gelb.  Schrecksekunde für das Saxo-Team: Die Schleck-Brüder stürzen auf der 2. Etappe, kommen aber ohne Zeitverlust ins Ziel. (Foto: imago)

Schrecksekunde für das Saxo-Team: Die Schleck-Brüder stürzen auf der 2. Etappe, kommen aber ohne Zeitverlust ins Ziel. (Foto: imago)

Chaostage bei der Tour de France: Nach dem Sturzfestival auf der ersten Etappe hatte es auch der zweite Tagesabschnitt in sich (das Etappen-Ergebnis in der Übersicht). Nieselregen und erneut viele Stürze prägten das 201 Kilometer Teilstück durch die Ardennen nach Spa (hier geht's zu den Bildern der Etappe), das der Franzose Sylvain Chavanel als Solist gewann. Eine Schrecksekunde erlebte auch Topfavorit Andy Schleck, der im Etappenfinale auf einer Abfahrt böse stürzte.

Der Luxemburger hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den blutigen Ellenbogen und die Schulter, setzte die Fahrt dann aber fort. Mit Hilfe seines ebenfalls gestürzten Bruders Frank und "Lokomotive" Jens Voigt kämpfte sich der Saxo-Bank-Profi wieder zurück in die Gruppe der übrigen Favoriten (Live-Ticker zum Nachlesen). Schleck hatte Glück im Unglück: Eine Untersuchung im Krankenhaus ergab, dass er keine Brüche erlitten hat. Der 25-Jährige, der sogar zweimal gestürzt sein soll, kam mit Blutergüssen und Hautabschürfungen glimpflich davon und kann die Tour fortsetzen. Allerdings muss man sehen, ob ihn die Verletzungen im weiteren Verlauf der Tour noch beeinträchtigen. Insgesamt 70 Fahrer waren in Stürze verwickelt.

Fahrer neutralisieren das Rennen

Schleck profitierte bei seiner Aufholjagd von einer fairen Geste des Pelotons, das angesichts der gefährlichen Rennsituation das Tempo herausnahm und so für einen Zusammenschluss sorgte. "Andy Schleck hatte einen Wahnsinnssturz. Davon wollten wir nicht profitieren. Durch den Regen war es verdammt rutschig", sagte Milram-Kapitän Linus Gerdemann. Daraufhin hätten die Fahrer beschlossen, das Rennen zu neutralisieren, so Columbia-Sportdirektor Rolf Aldag. (Zum Tour de France-Special)

Tour de France 2010 - 2. Etappe 
Die besten Bilder der 2. Etappe

Das Gelbe Trikot wechselt, das Feld zeigt sich solidarisch. Klicken Sie sich durch... zur Foto-Show

Gerry van Gerwen: "Dafür habe ich kein Verständnis"

Scharfe Kritik an dem Schulterschluss des Pelotons übte Milram-Teamchef Gerry van Gerwen, der sich um die Chance auf einen Tagessieg durch Sprinter Gerald Ciolek gebracht sah. "Dafür habe ich kein Verständnis. Wo bleibt da der Respekt vor dem Publikum?", schimpfte der Niederländer. Auch andere Teamchefs reagierten erbost auf die Bummelei ihrer Fahrer.

Armstrong: "Das ist Irreal"

Auch Lance Armstrong und Titelverteidiger Alberto Contador waren vom chaotischen Rennverlauf betroffen und fanden sich kurzeitig in einer zweiten Verfolgergruppe wieder. Beide schafften aber ebenfalls den Anschluss. "Das ist irreal. Ein Sturz nach dem anderen - ich denke, heute ist jeder gestürzt. Es war sehr gefährlich", sagte Armstrong, der selbst zu Fall kam und sich leicht an der Hüfte verletzte.

Chavanel feiert Sieg und erobert Gelbes Trikot

So hatte Chavanel, der sich bereits nach 20 Kilometern mit sieben weiteren Fahrern abgesetzt hatte, keine Mühe, auf dem dem mit vielen giftigen Anstiegen gespickten Tagesabschnitt den Sieg einzufahren. Der Franzose eroberte damit auch das Gelbe Trikot von Fabian Cancellara.

Hauptfeld rollt geschlossen ins Feld

Das Hauptfeld mit allen Favoriten erreichte schließlich fast vier Minuten nach dem Tagessieger das Ziel und verzichtete nach den zahlreichen Massenstürzen auf eine Sprintentscheidung. Die Plätze zwei und drei für den Franzosen Maxime Bouet und Milram-Profi Fabian Wegmann hatten demnach auch keine Bedeutung. Die deutsche Tour-Hoffnung Tony Martin ist nun Gesamtdritter und trägt weiter das Weiße Trikot des besten Nachwuchsprofis.

Tour-Blog 
"Der Laden wird gerockt!"

Fabian Wegmann freut sich über eine Partynacht in Paris. zu Wegmanns Tour Blog

Burghardts Traum vom Etappensieg platzt

Lange vor der Zieldurchfahrt in der Nähe von Michael Schumachers Lieblings-Formel-1-Strecke in Spa träumte Marcus Burghardt von einem Tagessieg. Der lange Sachse, der zuletzt zwei Etappen bei der Tour de Suisse im Alleingang gewonnen hatte, war Mitglied der frühen Ausreißergruppe. Am vorletzten Anstieg konnte Burghardt seinen Begleitern um Chavanel, der alle anderen ebenfalls abhängte, aber nicht mehr folgen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal