Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Tour de France: Herber Dämpfer für Armstrong

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Tour de France 2010 - 3. Etappe  

Herber Dämpfer für Armstrong, Tour-Aus für Schleck

06.07.2010, 19:21 Uhr | t-online, sid, dpa, t-online.de, sid, dpa

Tour de France: Herber Dämpfer für Armstrong. Lance Armstrong verliert auf der 3. Etappe viel Zeit auf die Konkurrenz. (Foto: Imago)

Lance Armstrong verliert auf der 3. Etappe viel Zeit auf die Konkurrenz. (Foto: Imago)

Die Fahrt über das Kopfsteinpflaster hat Lance Armstrong einen herben Rückschlag verpasst. Anstatt Zeit auf die Konkurrenten im Kampf um den Sieg bei der 97. Tour de France gut zumachen, verlor der Texaner bei dem Ritt der 3. Etappe über 213 Kilometer von Wanze nach Arenberg - gebremst auch durch einen Defekt - deutlich auf Andy Schleck vom Team Saxo Bank und Titelverteidiger Alberto Contador (Live-Ticker zur 3. Etappe zum Nachlesen). Den Sieg auf dem Tagesabschnitt, der über Passagen des legendären Klassikers Paris-Roubaix führte, sicherte sich der Norweger Thor Hushovd. Der Schweizer Fabian Cancellara aus dem Saxo-Bank-Team holte sich unterdessen das Gelbe Trikot des Gesamtführenden zurück (die Gesamtwertung im Überblick).

"So ist der Sport", meinte Armstrong und ergänzte: "Ich hatte in der Tat Pech, aber ich halte meinen Kopf oben und mache weiter." Zu den Gewinnern des Tages gehörte derweil auch Weltmeister Cadel Evans (BMC), der zeitgleich mit Hushovd und Schleck 2:08 Minuten vor Armstrong ins Ziel kam. Auf Contador büßte der siebenmalige Tour-Champion 55 Sekunden ein. Andy Schleck dagegen erklärte: "Die Tour wurde heute nicht entschieden. Viele haben aber gesagt, dass ich Kopfsteinpflaster nicht fahren kann. Heute habe ich die richtige Antwort gegeben."

Frank Schleck mit dreifachen Schlüsselbeinbruch

Allerdings lagen Freud und Leid dicht im Team Saxo-Bank beisammen. Denn für Frank Schleck, dem zweiten Kapitän der Mannschaft, ist die Tour vorzeitig beendet. Der Kletterspezialist brach sich bei einem Sturz auf einem Kopfsteinpflaster-Stück 26,7 Kilometer vor dem Ziel das Schlüsselbein dreifach und wurde in ein Krankenhaus gebracht. "Das war heute ein großer Tag für uns mit einem großen Wermutstropfen: Den Verlust von Frank", sagte Cancellara über seinen "großen Freund". Nun baut die dänische Equipe ganz auf den Vorjahreszweiten Andy Schleck. "Wir können die Tour mit Andy gewinnen", behauptete der Mann in Gelb.

Von Cambrai nach Reims Die 4. Etappe ab 13.45h im Live-Ticker von t-online.de

Tour de France 
Tour-Aus für Frank Schleck

Der Luxemburger stürzt und muss auf der 3. Etappe die Segel streichen. zum Video

Martin verliert Weiß

In Mitleidenschaft wurde auch Tony Martin gezogen. Der Deutsche kam mit mit Prellungen und Hautabschürfungen zwar glimpflich bei dem Sturz mit dem Luxemburger davon, verlor aber durch den Rückstand das Weiße Trikot des besten Jungprofis - auf Gesamtrang 21 ist er aber weiter bester Deutscher. Ebenfalls Pech hatte der bisherige Spitzenreiter Sylvain Chavanel, der nach Defekten gleich zweimal sein Rad wechseln musste. "Ich hatte einen schönen Tag in Gelb - das ist das Leben. Bei mir lief nichts", so der Franzose.

Für Hushovd "lief es perfekt"

Dagegen war Hushovd bester Dinge. "Für mich lief es heute perfekt. Ich war sehr motiviert, ich mag das Kopfsteinpflaster", sagte der Norweger, der den Sprint der Spitzengruppe für sich entschied. Mann des Tages neben Hushovd war der Schweizer Cancellara. Der Prologsieger erreichte zeitgleich mit Hushovd das Ziel, obwohl zuvor viel Tempoarbeit für seinen Kapitän Andy Schleck geleistet hatte. Cancellara hatte vor knapp drei Monaten auf ähnlichem Parcours den Klassiker Paris-Roubaix gewonnen und nun wieder Grund zum Jubeln.

Kluge in Ausreißergruppe

Erstmals war das um die Existenz ringende Milram-Team in einer Fluchtgruppe vertreten. Bereits elf Kilometer nach dem Start löste sich Tour-Debütant Roger Kluge aus Cottbus mit sechs Mitstreitern vom Feld. Zwischenzeitlich hatten die Ausreißer einen Vorsprung von knapp fünf Minuten. Aber der Vorsprung schmolz, denn anders als am Vortag schalteten die Teamleader nicht den Schongang ein und ließen im entscheidenden Moment bei der Verfolgung keine Milde walten. Ergebnis: Die Kluge-Gruppe wurde auf dem vierten Kopfsteinpflaster-Sektor 30 Kilometer vor dem Ziel eingeholt.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal