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Tour de France: Die Grid-Girls der Landstraße

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Die Grid-Girls der Landstraße

07.07.2010, 12:04 Uhr | t-online, t-online.de

Tour de France: Die Grid-Girls der Landstraße.  Bitte lächeln! Die Hostessen sind eine willkommene Belohnung für die Helden der Landstraße nach einem stressigen Tourtag.  (Foto: imago)

Bitte lächeln! Die Hostessen sind eine willkommene Belohnung für die Helden der Landstraße nach einem stressigen Tourtag. (Foto: imago)

Sie sind das Pendant zu den Grid Girls der Formel eins, zu den Nummer-Girls im Boxen: Während die Radprofis der Tour de France auf den Etappen leiden, sich zum Teil Knochenbrüche, Hautabschürfungen und Blutergüsse einfangen, wird im Zielbereich der jeweiligen Etappe schon ordentlich gezupft, getupft und aufgehübscht. Bei der Siegerehrung haben die Tour-Hostessen ihren großen Auftritt. Bereit, den Helden der Etappe ihren schmollmündigen roten Stempel auf die Wange zu drücken und mit ihren Kolleginnen um die Wette zu strahlen. Eine willkommene Belohnung und eine äußerst ansehnliche Abwechslung nach einem stressigen Tourtag. 

Tour de France 
Bonjour Hostesse!

Diese Damen sind DIE Abwechs- lung im Tour-Alltag. zur Foto-Show

Tour-Hostessen unterscheiden sich merklich von den prollig wirkenden Hot-Pants-Maskottchen der Formel eins. Sie sind geschmackvoll gekleidet, in schicken Kostümchen oder narzissgelben Miniröcken. Ihr wichtigstes Kapital ist ein strahlendes Lachen, edel und etwas unantastbar. Frankreich hat immerhin einen Ruf zu wahren. Die Aufgaben der Hostessen bei der Siegerzeremonie sind recht einfach: klatschen, lächeln, knutschen. Bei letzterem gilt der dreifache Wangenkuss als übliches Prozedere. Dass das auch anders geht, zeigte Christoph Moreau bei seiner Siegerehrung 2001. Statt mit Küsschen links, Küsschen rechts die Glückwünsche der Hostessen auf dem Podium entgegenzunehmen, nahm der damalige Träger des Gelben Trikots die Dame zu seiner Rechten in den Arm und verpasste Ihr einen leidenschaftlichen Kuss auf den Mund. Und Mademoiselle schien es augenscheinlich zu gefallen. 

Wiedersehen auf dem Siegertreppchen

Die Auflösung kam wenig später: Seit einem halben Jahr war die Dame mit dem französischen Radprofi verlobt, eher zufällig wurde sie von der Bank Crédit Lyonnais, dem Sponsor des Gelben Trikots,  als Hostesse ausgesucht. Und ebenso zufällig war  Moreau bei  der Tour ins Gelbe Trikot gefahren. "Jeder Tag, den ich in diesem Trikot verbringen darf, ist ein zusätzlicher Glücksmoment", sagte der Festina-Profi damals.

"Sie sind nicht da, um zu flirten"

Beziehungen zwischen Radprofis und Hostessen sind wahrlich keine Seltenheit. Wem kann man es verübeln? Sehen die Radfahrer auf einer dreiwöchigen Tour doch vorwiegend die enthaarten Waden ihrer Kollegen. Auch der amerikanische Radstar George Hincapie, unter anderem Edelhelfer von Lance Armstrong, verliebte sich in eine französische Hostesse, Melanie Simonneau aus Dijon. "Als ich Sie zum ersten Mal sah, dachte ich, "Wow" sie ist so schön!". Dem Arbeitgeber der schönen Hostesse gefiel die Flirterei ganz und gar nicht. "Sie sind nicht da, um zu flirten", sagte der damalige Sprecher von Credit Lyonnais. Simonneau wurde gefeuert. Trotzdem gewann Hincapie das Herz der Hostesse, die beiden heirateten. Ihr erstes Kind trägt, in Anlehnung an den Ort ihres Kennenlernens, den Namen Julia Paris.

Hier geht's es zur Bilder-Show der schönen Tour-Hostessen.

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