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Tour: Gerdemann und Martin beklagen Doping-Generalverdacht

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Tour de France 2010  

Gerdemann und Martin beklagen Doping-Generalverdacht

07.07.2010, 13:43 Uhr | dpa, dpa

Tour: Gerdemann und Martin beklagen Doping-Generalverdacht. Milram-Kapitän Linus Gerdemann hält den Generalverdacht für "unfair und unverantwortlich". (Foto: imago)

Milram-Kapitän Linus Gerdemann wehrt sich gegen pauschale Doping-Verdächtigungen im Radsport. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die deutschen Tour de France-Hoffnungen Linus Gerdemann und Tony Martin haben sich gegen pauschale Doping-Verdächtigungen im Radsport gewehrt. "Jeder darf einfach irgendwas behaupten, ohne den kleinsten Beweis zu haben", sagte Gerdemann in einem Interview der "Sport Bild". "Wir sind wie Freiwild. Das ist bedenklich und schockierend." Auch Martin hält den Generalverdacht für "unfair und unverantwortlich". Der Sport spiele gar keine Rolle mehr, "es geht nur noch um das Thema Doping", meinte der 25-Jährige.

Gleichzeitig hält Martin, der seinen Sturz auf dem Kopfsteinpflaster in Nordfrankreich gut überstanden hat, Zwei-Jahres-Sperren für überführte Dopingsünder aber für zu mild. "Ich wundere mich immer wieder, wie flott Dopingtäter wieder im Sattel sitzen. Die sind ja schneller wieder da als manch Verletzter", sagte Martin und forderte: "Drei- oder Vier-Jahres-Sperren wären da der richtige Weg."

Kein Respekt vor Winokourow

Fahrern wie Alexander Winokourow oder Ivan Basso, die nach Dopingsperren in diesem Jahr ihr Comeback bei der Frankreich-Rundfahrt geben, kann der Profi vom Team HTC-Columbia "keinen Respekt mehr entgegenbringen". Sie hätten dem Radsport geschadet, "die Fans und auch mich verarscht", sagte Martin.

Um dem den "Grundpauschalisierungen" etwas entgegenzusetzen, hatte sich Gerdemann vor der Tour angeboten, als "gläserner Athlet" zur Verfügung zu stehen. Für dieses Projekt, mit dem der 27-Jährige seine Sauberkeit unter Beweis stellen wollte, habe er aus finanzielle Gründen aber "leider" keine Partner gefunden, hatte Gerdemann einen Tag vor dem Prolog in Rotterdam gesagt. "Jemand hätte meine Sachen durchwühlen und sich täglich 24 Stunden vor mein Zimmer setzen dürfen", so der Milram-Kapitän.

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