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Tour: Frank Schleck mit dreifachem Schlüsselbeinbruch

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Tour de France 2010  

Dreifacher Bruch bei Frank Schleck

07.07.2010, 16:26 Uhr | t-online, sid, t-online.de, sid

Tour: Frank Schleck mit dreifachem Schlüsselbeinbruch. Schmerzverzerrt: Frank Schleck (unten) wird nach seinem Sturz betreut. (Foto: dpa)

Schmerzverzerrt: Frank Schleck (unten) wird nach seinem Sturz betreut. (Foto: dpa)

Frank Schleck hat bei seinem heftigen Sturz auf der dritten Etappe der 97. Tour de France einen dreifachen Schlüsselbeinbruch erlitten. Damit wird der Saxo-Bank-Profi nach einer Operation für längere Zeit ausfallen: Die Brüche wurden dabei durch eine Metallplatte mit acht Schrauben fixiert. Der Luxemburger war auf der viertletzten Kopfsteinpflaster-Passage zu Fall gekommen und hatte daraufhin das Rennen aufgeben müssen. Bevor sich Frank Schleck auf die Heimreise begab, gratulierte er aber im Teamhotel noch seinen Kollegen zum großen Erfolg. Fabian Cancellara hatte das Gelbe Trikot zurückgeholt und Bruder Andy sich eine hervorragende Ausgangsposition im Kampf um den Toursieg (die Gesamtwertung im Überblick) verschafft.

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Der luxemburgische Meister ist einer von bisher acht Fahrern, die bei der Frankreich-Rundfahrt wegen Sturzverletzungen oder Krankheit wie im Fall von Milram-Profi Niki Terpstra aufgeben mussten. Die Zahl hätte allerdings viel höher sein können. Denn es gibt kaum einen Fahrer, der noch nicht unliebsame Bekanntschaft mit dem harten Asphalt gemacht hat.

Tour de France 
Tour-Aus für Frank Schleck

Der Luxemburger stürzt und muss auf der 3. Etappe die Segel streichen. zum Video

Voigt: Das ist unverantwortlich

"Ein Sturz nach dem anderen. Ich glaube, es hat schon jeden erwischt", klagte der siebenmalige Toursieger Lance Armstrong, der bei seinem Abflug in den Ardennen glimpflich davonkam. Hautabschürfungen am Arm und eine leichte Hüftprellung - derartige Wehwehchen sind kaum mehr der Rede wert. Auch die deutsche Hoffnung Tony Martin war in den Schleck-Sturz verwickelt. Der 25-Jährige schlug sich die Hüfte auf, konnte das Rennen aber fortsetzen und weiß jetzt, warum beim Klassiker Paris-Roubaix stets von der "Hölle des Nordens" die Rede ist. "Das sind unverantwortliche Gefahren", monierte unterdessen Schlecks Teamkamerad Jens Voigt. Er hatte bereits im Vorfeld vor vielen Sturzopfern gewarnt und sollte Recht behalten.

Nur die Zutaten, nicht die Würze

Die Rennorganisatoren weisen dagegen jede Schuld von sich. "Wären wir unverantwortlich, hätten wir beispielsweise das Ziel der dritten Etappe ans Ende des Waldes von Arenberg gelegt", sagte der Streckenverantwortliche Jean-Francois Pescheux. Tourchef Christian Prudhomme ergänzte: "Wir wollen die Fahrer vor vielfältige Herausforderungen stellen. Wir liefern die Zutaten mit dem Ziel, den bestmöglichen Salat anzurichten, aber wir liefern nicht die Gewürze. Das müssen die Fahrer machen."

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