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Tour de France 2010: Jens Voigt vergleicht Organisatoren mit Mördern

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Tour de France 2010 - Jens Voigt  

Voigt ledert gegen die Tour-Bosse los

08.07.2010, 14:55 Uhr | t-online.de, t-online.de

Tour de France 2010: Jens Voigt vergleicht Organisatoren mit Mördern. Jens Voigt vom Team Saxo Bank. (Foto: imago

Jens Voigt vom Team Saxo Bank. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Um ein klares Wort war Jens Voigt noch nie verlegen (siehe auch das Interview mit t-online.de vor Beginn der Tour de France). Nach der dritten Etappe des bedeutendsten Radrennens der Welt (die fünfte Etappe jetzt im Live-Ticker von t-online.de) jedoch platzte dem Routinier hörbar der Kragen. "Es gab einen Franzosen (Oscar Lapize 1910, Anmerk. d. Verf.), der hat den Organisatoren zugerufen: 'Ihr seid Mörder!' Ich würde gerne dieses Zitat aufgreifen und voller Leidenschaft noch einmal hinausschreien: 'Das war eine leichtfertige, sinnlose Gefährdung unserer Gesundheit'", sagte der 38-Jährige ins Mikrofon der ARD.

Voigt reagierte unter dem Eindruck des Verlusts seines Freunds, Teamkollegen und Tour-Mitfavoriten Frank Schleck auf dem Weg nach Arenberg Porte de Hainau seiner Natur entsprechend emotionalisiert. Schleck hatte sich bei einem Sturz einen dreifachen Bruch des Schlüsselbeins zugezogen und wurde noch in der Nacht darauf operiert: "Ganz ehrlich, wenn ich einen von denen (Organisatoren, Anmerk. d. Verf.) sehen würde, ich glaube, ich könnte kaum noch an mich halten", setzte Voigt seine Schimpftirade fort. "Sie glauben nicht, wie sauer, wie wütend ich bin, und für wie dusselig und dämlich ich diese Entscheidung halte", schloss der zum 13. Mal die Tour bestreitende Rad-Star.

Diese Entscheidung der Tour-Bosse bestand darin, das Fahrerfeld über sieben Kopfsteinpflasterstücke zu jagen. Glücklicherweise endete nicht jeder Sturz derart fatal wie jener Schlecks. Vor der Brutalität jenes Tagesabschnitts hatte bereits im Vorfeld Tour-Rekordsieger Lance Armstrong gewarnt (hier geht's zu diesem Bericht).

Nur noch Zeitfahren?

Unbeeindruckt von Voigts unmissverständlicher Kritik verteidigte Streckenchef Jean-Francois Pescheux gegenüber der "Bild"-Zeitung die Etappenprofile: "Wenn wir das Gefährliche rausnehmen, müssen wir die Berge und Abfahrten streichen und dürften nur noch Zeitfahren veranstalten. Das wäre dann aber nicht mehr die Tour."

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