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Tour: Armstrong und Contador auf Schmusekurs

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Tour de France 2010  

Die großen Rivalen gehen auf Schmusekurs

09.07.2010, 16:24 Uhr | sid, sid

Tour: Armstrong und Contador auf Schmusekurs. Schulterblick: Vor dem ersten Showdown in den Bergen schlagen Lance Armstrong (links) und Alberto Contador friedliche Töne an. (Foto: Reuters)

Schulterblick: Vor dem ersten Showdown in den Bergen schlagen Lance Armstrong (links) und Alberto Contador friedliche Töne an. (Foto: Reuters)

Der eine verteilte Geschenke, der andere Komplimente. Vor dem ersten Showdown der 97. Tour de France in den Alpen am Wochenende sind Alberto Contador und Lance Armstrong auf Schmusekurs gegangen. So kreuzte der Titelverteidiger aus Spanien plötzlich am RadioShack-Teambus auf und überreichte sowohl dem Amerikaner als auch Teamchef Johan Bruyneel eine Uhr als Dankeschön. Eine Geste für die vermeintliche Unterstützung während der Frankreich-Rundfahrt 2009, als das Trio noch gemeinsam - wenn auch mit vielen Nebengeräuschen - für Astana unterwegs gewesen war.

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Armstrong zeigte sich seinerseits generös und lobte seinen größten Rivalen in höchsten Tönen. "Ich habe kein Problem zu sagen, dass Alberto wohl der talentiertere von uns Beiden ist. Was wir letztes Jahr von ihm gesehen haben, war sehr beeindruckend - auf dem Rad in den Bergen und im Zeitfahren sowie im mentalen Bereich", erklärte der Texaner. Die Spannungen zwischen den Kontrahenten seien jedenfalls vorbei (die Gesamtwertung im Überblick).

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Überraschte Zaungäste

"Trotz allem, was in den letzten zwölf Monaten passiert ist, herrscht zwischen uns gegenseitiger Respekt", bestätigte Armstrong. Das hörte sich im vergangenen Jahr noch anders an, damals war im Astana-Team der kalte Krieg zwischen den beiden Alphatieren ausgebrochen. Die beiden Stars wechselten kein Wort miteinander, bei der Siegerehrung würdigte Armstrong den Spanier keines Blickes. Umso überraschter waren die Zaungäste, als plötzlich Contador mit Geschenken im Armstrong-Lager auftauchte. "Eine feine Geste", so Armstrong, der aber just in dem Augenblick nicht anwesend war.

Sich nach dem Gewinn der Tour bei den Teamkollegen erkenntlich zu zeigen, ist im Peloton ein ungeschriebenes Gesetz. Die restlichen Ex-Kollegen hatte Contador bereits beschenkt, nun beglich er seine letzte Schuld. Am Wochenende, wenn es erstmals in die Berge geht, soll es mit den Geschenken allerdings vorbei sein.

Zwei Schlussanstiege am Wochenende

Auf der siebten Etappe über 165,5 Kilometer von Tournus nach Station des Rousses wartet ein Schlussanstieg der zweiten Kategorie, den die Topstars noch Seite an Seite meistern sollten. Einen Tag später könnte das schon anders aussehen, wenn es nach Morzine-Avoriaz hinaufgeht. 6,1 Prozent Steigung weist der 13,6 Kilometer lange Anstieg auf. "In den nächsten zwei Wochen wird sich entschieden, wer der bessere von uns beiden ist", sagte Armstrong.

Wenn er da mal nicht den Luxemburger Andy Schleck vergessen hat. Der Vorjahreszweite ist nach seiner bravourösen Vorstellung auf dem Kopfsteinpflaster im Gesamtklassement der bestplatzierte der Top-Favoriten. "Andy wird zeigen, was er kann, daran habe ich keine Zweifel", kündigte sein Teamchef Bjarne Riis an. Eine Vorentscheidung dürfte in den Alpen aber kaum fallen, dafür ist die Streckenführung nicht schwer genug. Die Tour-Organisation ASO hat alles darauf ausgerichtet, dass anlässlich des 100-jährigen Jubiläums das große Spektakel in den Pyrenäen steigt. Dort waren 1910 erstmals Radprofis bei der Tour die Schotterpisten herauf gefahren.

Der Stress zum Auftakt war zuviel für Armstrong

Dass es nun mal etwas ruhiger zugeht, kommt Armstrong ganz gelegen. "Versteht mich nicht falsch, ich bin hochmotiviert. Aber der Stress auf den ersten Etappen war ein wenig zuviel", sagte der siebenmalige Tourchampion, der seine letzte Frankreich-Rundfahrt bestreitet: "Nach meinem Karriere-Ende findet ihr mich am Strand. Dann werde ich von da aus die Tour verfolgen und vielleicht mal Johann Bruyneel anrufen."

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