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Radsport: Kein deutscher Interessent für Milram-Team

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Tour de France 2010 - Team Milram  

Kein deutscher Interessent für Milram-Team

11.07.2010, 14:25 Uhr | dpa, dpa

Radsport: Kein deutscher Interessent für Milram-Team. Markus Fothen muss um die Zukunft seines Teams bangen. (Foto: imago)

Markus Fothen muss um die Zukunft seines Teams bangen. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Der Profi-Radsport steht in Deutschland vor einer schweren Zukunft. Für das um seine Existenz kämpfende Milram-Team interessieren sich derzeit keine Sponsoren aus Deutschland. "Es stehen noch ein paar internationale Sachen aus, es ist aber kein Interessent aus Deutschland dabei", sagte Teamchef Gerry van Gerwen. Stand heute habe er "keine Unterschrift, keinen Vertrag" für die kommende Radsport-Saison.

"Jetzt kann nur Milram helfen"

Die Bremer Nordmilch AG hat angekündigt, Ende dieses Jahres ihr Engagement zu beenden. Dennoch hofft van Gerwen auf ein Umdenken, andernfalls droht dem einzigen deutschen ProTour-Team das Aus: "Jetzt und heute kann uns nur Milram helfen." Doch die Chancen, dass das Milch-Unternehmen dem einzigen deutschen ProTour-Rennstall die Treue hält, stehen schlecht. Der Bremer Konzern hatte bereits im Vorjahr angekündigt, Ende 2010 das Engagement einzustellen. Und dabei soll es bleiben. "Es gilt weiterhin das, was wir gesagt haben. Es gibt keinen neuen Stand", betonte Unternehmenssprecherin Godja Sönnichsen.

Für Sprint-Star Gerald Ciolek steht im Falle eines Milram-Rückzugs die Tür für eine Rückkehr zu Columbia offen. "Er ist bei uns jederzeit willkommen", sagte Sportdirektor Rolf Aldag und ergänzte: "Wenn er kein Team hat, dann muss er kommen und sprechen. Dann reden wir über seine sportlichen Aussichten und Ziele."

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Ciolek hatte den T-Mobile-Nachfolgerennstall vor zwei Jahren verlassen, um bei Milram Sprintkapitän zu werden. Bei einem Wechsel zu Columbia könnte er womöglich die Rolle von Andre Greipel einnehmen. Der nach Siegen erfolgreichste Radprofi des Jahres wird das Team wohl verlassen, da er an dem britischen Topstar Mark Cavendish nicht vorbeikommt. Eine Rückkehr von Linus Gerdemann zu Columbia ist dagegen unwahrscheinlich. Vor zwei Jahren wollte er unbedingt zu Milram, dafür musste van Gerwen sogar eine Ablösesumme zahlen.

Für Gerdemann kein Platz bei Columbia

"Wir sind damals nicht im Streit auseinander gegangen. Er wollte gehen und wir haben eine vernünftige Lösung gefunden", sagte Aldag. Man respektiere Gerdemann, aber die Ausrichtung des Teams sei nun eine andere. "Wir setzen unser Vertrauen in Tony Martin", so Aldag weiter. Gerdemann wird unterdessen mit dem neuen luxemburgischen Rennstall um die Brüder Andy und Frank Schleck in Verbindung gebracht.

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