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Tour: Andy Schleck ist der neue "Engel der Berge"

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Tour de France 2010  

Andy Schleck ist der neue "Engel der Berge"

12.07.2010, 16:47 Uhr | t-online.de, sid, t-online.de

Tour: Andy Schleck ist der neue "Engel der Berge".   Kletterkönig Andy Schleck lässt ganz Luxemburg hoffen. (Foto: imago)

Kletterkönig Andy Schleck lässt ganz Luxemburg hoffen. (Foto: imago) (Quelle: imago)

In den Ardennen hatte sein Traum vom Toursieg im Straßengraben fast ein jähes Ende gefunden, nun lässt er ganz Luxemburg auf den ersten Triumph in Paris seit 52 Jahren hoffen. Die Rede ist von Kletterkönig Andy Schleck, der nach seinem Sieg in Morzine-Avoriaz (Hier geht's zu den besten Bilder der 8. Etappe) plötzlich in aller Munde ist. Nachdem er seinen größten Widersacher und Toursieger Alberto Contador auf den Rampen zur Skistation stehen gelassen hatte, scheint für den 25-Jährigen nichts mehr unmöglich.

"Ich möchte in Paris ganz oben auf dem Podium stehen. Das war mein größter Sieg. Ich bin in der besten Form meiner Karriere", sagte der jüngere der beiden Schleck-Brüder und blickt zuversichtlich auf den Rest der Tour: "Nun weiß ich definitiv, wozu ich hier bei der Tour de France in der Lage bin und was mein Ziel sein muss." Das kann nur der Toursieg sein. 20 Sekunden liegt der Vorjahreszweite in der Gesamtwertung hinter Weltmeister Cadel Evans, aber 41 vor Contador.

Das Weiße Trikot des besten Nachwuchsprofis möchte er in Kürze gegen das Gelbe eintauschen. "Ich hätte vielleicht das Gelbe Trikot holen können, doch das kann auch noch warten. Ziel ist es, es in Paris zu haben. Schritt für Schritt gehen wir unseren Weg weiter." So hat Schleck die große Chance in die Fußstapfen von Charly Gaul zu treten. Der "Engel der Berge", der vor fünf Jahren verstarb, hatte 1958 als letzter Luxemburger die Tour gewonnen.

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Zeitfahren als Hindernis

Größtes Hindernis auf dem Weg dahin dürfte das letzte Zeitfahren in Bordeaux sein. "Wenn ich eine realistische Chance auf den Sieg haben will, muss ich in Bordeaux im Gelben Trikot von der Startrampe rollen", sagt Schleck, der im Zeitfahren noch nie zu überzeugen wusste, und ergänzt: "Ob mein Vorsprung allerdings eine Minute oder zehn Minuten betragen muss, steht noch in den Sternen. Ich kann aber versichern, dass ich beim Einzelzeitfahren weniger Zeit verlieren werde als die meisten denken."

Stürze in den Ardennen als Höhepunkt der Pechsträhne

Dass Andy Schleck die Tour nicht schon in den Ardennen verlor, hatte er der Bummelfahrt des Pelotons zu verdanken. Denn als er sich nach seiner Sturzserie wieder auf das Rad gesetzt hatte, waren die Rivalen fast schon vier Minuten voraus. Aus dem Pech des Saxo-Bank-Profis wollte das Peloton aber kein Kapital schlagen und wartete. Die Stürze in den Ardennen waren der Höhepunkt einer nicht enden wollenden Pechsträhne.

Schlechte Saison bisher

Bereits im Training vor der Tour hatte er Bekanntschaft mit dem Asphalt gemacht und beim nur 8,9 km langen Prolog stand er mit dem Wettergott auf Kriegsfuß. Ausgerechnet als der Kletterspezialist losfuhr, zog eine große Regenwolke auf. Schleck büßte fast 50 Sekunden auf Contador ein. Ohnehin stand die Saison für den Contador-Herausforderer bis dahin unter keinem guten Stern.

Schleck ist der Mann, den es zu schlagen gilt

Im Dezember wurde er von einem Auto erfasst, im Frühjahr warfen ihn Erkältungen und eine Magen-Darm-Virus zurück. So steht anno 2010 nur ein Sieg in Schlecks Palmares: ein relativ unbedeutender Erfolg bei den luxemburgischen Zeitfahrmeisterschaften. Auf der Kopfsteinpflaster-Etappe in den Ardennen wendete sich dann das Blatt und spätestens nach den ersten Bergetappen ist Schleck der Mann, den es zu schlagen gilt. Dass er ausgerechnet Contador in dessen Terrain zehn Sekunden abknöpfte, hätten die Experten nicht für möglich gehalten. "Für die kommenden Etappen motiviert mich dies ungemein. Die wirklich schweren Etappen stehen erst noch an", erklärte Schleck.

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Zum perfekten Glück fehlt nur Frank

So fehlt dem Youngster eigentlich nur Bruder Frank zum perfekten Glück. Das kongeniale Duo war auf der Arenberg-Etappe auseinandergerissen worden, als der Tour-de-Suisse-Sieger nach einem Sturz einen dreifachen Schlüsselbeinbruch erlitt. Eine neue Situation für Andy, treten die beiden doch sonst nur im Paket auf. Im Paket werden sie auch nächstes Jahr für den neuen Rennstall aus Luxemburg fahren. Der Wechsel soll bereits in trockenen Tüchern sein. Bis zum Ende der Tour hat Teamchef Bjarne Riis aber allen Fahrern diesbezüglich einen Maulkorb verpasst. "Wir sind hier, um die Tour zu gewinnen", sagt der Däne, der aber verkündete, dass er einen neuen Hauptsponsor gefunden habe.

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