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Tour: Armstrong will im Doping-Streit kooperieren

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Tour de France 2010  

Armstrong lenkt ein

14.07.2010, 18:01 Uhr | dpa, dpa

Tour: Armstrong will im Doping-Streit kooperieren. Macht Zugeständnisse: Lance Armstrong will mit den Behörden kooperieren. (Foto: ap)

Macht Zugeständnisse: Lance Armstrong will mit den Behörden kooperieren. (Foto: ap)

Überraschender Sinneswandel: Lance Armstrong lenkt nach den Doping-Anschuldigungen von Floyd Landis ein und will nun doch mit den US-Behörden zusammenarbeiten. "Wenn es sich um eine legitime Untersuchungskommission handelt, glaubwürdig und gerecht, werde ich kooperieren", sagte der 38-Jährige vor dem Start der 10. Etappe der 97. Tour de France. Der texanische Radprofi, gegen den ermittelt wird, betonte aber: "Ich werde mich nicht an einer Hexenjagd beteiligen."

Seine belastende Vergangenheit lässt Armstrong bei seiner letzten Frankreich-Rundfahrt einfach nicht zur Ruhe kommen. In der möglichen Doping-Affäre um sein früheres US-Postal-Team haben die Ermittlungsbehörden in den USA nun weitere potenzielle Zeugen vorgeladen. Dies berichtete die "New York Times". Dabei sollen auch Fahrer befragt werden, die derzeit bei der Tour am Start sind. Sie müssten vor einer sogenannten "Grand Jury" aussagen, die entscheidet, ob Anklage erhoben wird.

Voigt: "Sicher wird ihn das belasten"

Diese Entwicklung bezeichnete die angesehene Tageszeitung als "bedeutenden Schritt" im Zuge der Ermittlungen, die Armstrongs früherer Teamkollege Landis mit seiner Doping-Beichte ausgelöst hatte. Das Blatt beruft sich auf mehrere Personen, die mit dem Fall vertraut sind. Auch wenn sich Armstrong bei der Tour alle Mühe gibt, Landis' Aussagen als "Müll" abzutun, ist nicht zu übersehen, dass er nicht sorglos durch Frankreich fährt. "Sicher wird ihn das belasten", meinte Jens Voigt, der wie Armstrong seine 13. Tour bestreitet. Er wisse aber nicht, ob an den vielen Vorwürfen etwas dran sein, fügte der Veteran aus Berlin hinzu.

Die von Topfahnder Jeff Novitzky - er hatte im Zuge der Doping-Affäre Balco unter anderen Olympiasiegerin Marion Jones des Meineides überführt - geleiteten Ermittlungen wurden durch das Geständnis von Landis angestoßen. Der 34-Jährige hatte von systematischem Doping im US-Postal-Team berichtet und dabei auch Armstrong beschuldigt. Der Tour-Rekordsieger hat jegliche Manipulation stets bestritten.

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Hincapie und Hamilton unter den Zeugen

Landis, dem der Tour-Sieg 2006 wegen Testosteron-Dopings aberkannt worden war, soll nicht zu den Zeugen gehören, die Vorladungen erhalten haben - zumindest vorläufig nicht, wie die "New York Times" schreibt. Zuvor war bekanntgeworden, dass die Amerikaner George Hincapie und Tyler Hamilton zu den Zeugen zählen sollen. Die beiden ehemaligen Teamkollegen Armstrongs haben bereits ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert.

Die Behörden seien vor allem an Personen interessiert, die bei der Finanzierung von Armstrongs ehemaligem Rennstall geholfen haben. Die Ermittlungen sollen nämlich auch klären, ob US-Steuermittel zur Finanzierung von Doping missbraucht wurden. Armstrong betonte in Chambéry, dass er nicht der Besitzer des US-Postal-Teams gewesen sein, sondern nur angestellter Fahrer.

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