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Tour de France: Cavendish feiert dritten Etappensieg

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Cavendish - dritter Streich mit fadem Beigeschmack

15.07.2010, 19:06 Uhr | dpa, t-online, t-online.de, dpa

Tour de France: Cavendish feiert dritten Etappensieg. Dritter Etappensieg bei der Tour de France 2010: Mark Cavendish. (Foto: Reuters)

Dritter Etappensieg bei der Tour de France 2010: Mark Cavendish. (Foto: Reuters)

Sprintstar Mark Cavendish hat die 11. Etappe der Tour de France gewonnen und damit seinen dritten Tageserfolg gefeiert (die besten Bilder der Etappe). Allerdings hatte der Sieg des Briten nach 184,5 Kilometern in Bourg-lès-Valence einen faden Beigeschmack, weil sein Anfahrer Mark Renshaw im heißen Sprintfinale bei Tempo 70 nicht davor zurückschreckte, Cavendish mit zwei Kopfstößen gegen Garmin-Profi Julian Dean - Anfahrer von Tyler Farrar - den Weg zu ebnen. Die Rennjury entschied daraufhin, Renshaw nach seiner "Rambo-Attacke" von der Tour auszuschließen.

Farrar wurde schließlich Tagesvierter hinter Alessandro Petacchi. Eine enttäuschende Vorstellung zeigte Milram-Sprinter Gerald Ciolek, der nur Platz zehn belegte.

Schleck bleibt in Gelb

In der Gesamtwertung (die Gesamtwertung im Überblick) führt weiter der Luxemburger Andy Schleck vor dem Vorjahressieger Alberto Contador aus Spanien. Kurz nach dem Start in Sisteron hatte sich eine dreiköpfige Ausreißergruppe vom Feld gelöst. Etwas mehr als 20 Kilometer vor dem Ziel wurde das Trio eingeholt.

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Kopfstoß im Finale

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Im Kampf um Grün wieder im Rennen

"Ich dachte, ich wäre eingeklemmt, aber Mark Renshaw hat mich rausgeboxt", kommentierte Cavendish die unfaire Aktion seines Teamkollegen. "Am Ende war es ein sehr langer Sprint und ich hatte ständig Angst, dass mich noch jemand überholt. Aber ich musste Mark einfach nur folgen. Er macht das immer perfekt", so Cavendishs eigenwillige Interpretation, der nun im Kampf um Grün wieder im Rennen ist (die Sprintwertung im Überblick).

Aldag: "Entscheidung alter Männer"

Auch Columbia-Sportchef Rolf Aldag war überzeugt, das alles mit rechten Mitteln zuging und wetterte gegen den Ausschluss von Renshaw. "Das war eine Jury-Entscheidung alter Männer, die keine Ahnung haben. Diese Entscheidung verletzt den Sport. Dean hat versucht, Renshaw in den Zaun zu fahren. Er hat sich nur gewehrt und das richtig gemacht", schimpfte er. Und Cavendish-Betreuer Erik Zabel meinte: "Sprint ist kein Kindergeburtstag."

Milram fährt nur hinterher

Auf der bis zum packenden Sprintfinale zähen 11. Etappe war vom Team Milram erneut nichts zu sehen. Wieder schaffte kein Fahrer den Sprung in die Spitzengruppe, sportlich läuft fast nichts zusammen - Cioleks zweiter Platz in Montargis ausgenommen. In der öffentlichen Wahrnehmung kommt die vom Milchunternehmen Nordmilch noch bis Saisonende finanzierte Mannschaft nicht vor. Auch am Mittwoch hatte die Equipe Chancen vertan, auf sich aufmerksam zu machen.

Ausreißer ohne Chance

Die Standpauke von Teammanager Gery van Gerwen ("Fluchtgruppe verschlafen") und Teamchef Ralf Grabsch ("verschenkter Tag") kam zu spät. Der Chef des Milram-Teams wollte den Druck auf seine müde Truppe durch starke Worte "am Donnerstag erhöhen". Aber die 11. Etappe würde den Sprintern gehören, das war von vornherein klar und so hatten Ausreißer diesmal nur geringe Erfolgschancen. Ein Spanier und zwei Franzosen versuchten es trotzdem. Sie kamen bis Kilometer 166 - dann übernahmen die Teams der Sprinter die Initiative.

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