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Tour de France: Aldag wütet nach Renshaw-Disqualifikation

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Tour de France  

Sportdirektor wütet nach Renshaw-Disqualifikation

16.07.2010, 09:38 Uhr | dpa, dpa

Nach Mark Cavendishs Etappensieg bei der Tour de France war die Welt im Columbia-Team noch in bester Ordnung. Nur wenige Minuten später kam dann der Schock: Cavendishs wichtiger Anfahrer Mark Renshaw wurde von der 11. Etappe ausgeschlossen, nachdem der Australier Julien Dean mit drei Kopfstößen und einem leichten Check im Finale aus dem Weg geräumt hatte. "Das war eine Jury-Entscheidung alter Männer, die keine Ahnung haben. Diese Entscheidung verletzt den Sport", schimpfte Columbia-Sportdirektor Rolf Aldag, der die Jury nach der Entscheidung persönlich noch umstimmen wollte.

Einmal in Rage, war der frühere Telekom-Profi im Ziel in Bourg-Lès-Valence kaum mehr zu bremsen. "Dean hat versucht, Renshaw in den Zaun zu fahren. Mark hat sich nur gewehrt und das richtig gemacht. Die erste unkorrekte Aktion kam von Dean", wetterte Aldag, den auch Cavendishs dritter Streich nur schwer beruhigen konnte: "Etwas Schlimmes wurde uns angetan, darauf haben wir reagiert." Für die beiden letzten prognostizierten Massenankünfte in Bordeaux und Paris sei der Jury-Spruch natürlich ungünstig: "Aber jetzt geht es weniger um Cavendish als um Renshaw." (die besten Bilder der Etappe)

Unglücklicher Tagessieger

Cavendish selbst war tiefgeknickt, dass sein wichtigster Helfer und Freund "wegen irregulärer Fahrweise" die Tour nur noch vor dem Fernseher verfolgen kann. "Ich bin sehr traurig über diese Entscheidung, aber ich muss sie akzeptieren", sagte der unglückliche Tagessieger Cavendish. (die Sprintwertung im Überblick).

Sport 
Kopfstoß im Finale

Heißer Schlusssprint auf der elften Etappe. Cavendish-Anfahrer wird ausgeschlossen. zum Video

Durch die heftige Rangelei der beiden Radprofis aus Übersee verkam sein souveräner Etappensieg vor dem Italiener Alessandro Petacchi und dem US-Sprinter Tyler Farrar fast zur Randnotiz. Eine ganze Schar von Journalisten umzingelte nach der 184,5 Kilometer langen Etappe den Columbia-Boss, alle verlangten nach Aufklärung. Zabel versuchte vor dem Jury-Spruch noch die Dramatik herunterzuspielen: "Solange alle auf dem Rad bleiben, ist es in Ordnung."

Renn-Jury verteidigt Entscheidung

Die Renn-Jury der Tour hat derweil noch einmal ihre Rote Karte gegen Renshaw verteidigt. "Die Entscheidung fiel einstimmig und sie lag auf der Hand. Er hat drei, vier schlimme Fehler begangen - das konnten wir nicht akzeptieren, auch wenn es uns Leid tut. Wir hatten keine andere Wahl" sagte das Schweizer Jury-Mitglied Pierre Curchod. "Das ist Radsport, nicht Wrestling", erklärte Rennleiter Jean-Francois Pescheux.

Die der Renshaw-Aktion vorangegangene "Welle" des Neuseeländers Julian Dean im Zielsprint hatten die Kommissäre nicht moniert. In jedem Sprint gebe es leichte Bewegungen nach links und rechts, meinte Curchod. Den heißen Zielsprint habe er sich nach dem Rennen mehrmals angeschaut. Pescheux akzeptierte den Spruch der Jury: "Das waren klare Vergehen und sie wurden zu Recht bestraft."

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