Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Tour de France: Nur Jens Voigt erhält Bestnoten

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Tour de France 2010  

Dem starken Auftakt folgen viele Enttäuschungen

16.07.2010, 16:44 Uhr | sid, t-online, sid, t-online.de

Tour de France: Nur Jens Voigt erhält Bestnoten. Kampfstark wie immer: Jens Voigt (vorn) profiliert sich einmal mehr als Schwerstarbeiter für seinen Kapitän. (Foto: dpa)

Kampfstark wie immer: Jens Voigt (vorn) profiliert sich einmal mehr als Schwerstarbeiter für seinen Kapitän. (Foto: dpa)

Es fing so gut. Platz zwei im Prolog von Tony Martin und das Weiße Trikot für den Columbia-Profi. Ein starker Auftakt aus deutscher Sicht bei der 97. Tour de France. Doch dann folgten viele Enttäuschungen und ein Etappensieg steht noch immer aus. Selten haben die deutschen Fahrer ein derart schwaches Bild abgegeben wie bislang in diesem Jahr. So verdiente sich ausgerechnet der älteste von den 15 in Rotterdam gestarteten deutschen Fahrer noch die besten Noten.

Die Rede ist von Jens Voigt, der sich auch mit 38 Jahren als Edelhelfer für den Gesamtersten Andy Schleck bis zur Erschöpfung aufopfert. Ähnlich wie es Grischa Niermann für seine Rabobank-Kapitäne tut. Die deutschen Hoffnungsträger, allen voran Martin und Linus Gerdemann, blieben dagegen weit hinter den Erwartungen zurück. Beide wurden bereits an den ersten Bergen in den Alpen abgehängt. Aber auch das Team Milram wusste kaum zu überzeugen. Weder 'attraktiv und spektakulär', wie es Teamchef Gerry van Gerwen immer fordert, noch erfolgreich war in den ersten beiden Wochen das Abschneiden der "Milchmänner".

Van Gerwen muss "ein bisschen Kritik üben"

"Ich muss genau analysieren, welche Fehler ich gemacht habe. Vielleicht habe ich in der Vorbereitung einfach zuviel gemacht. Der Schuss ist nach hinten losgegangen", klagt Martin, der als Tempomacher immerhin seinen Teil zu den drei Etappensiegen von Teamkamerad Mark Cavendish beitrug. Auf den ersten Tagessieg überhaupt wartet das Team Milram derweil immer noch. "Von den Ergebnissen in der ersten Woche her, war alles gut und schön. Trotzdem muss ich ein bisschen Kritik üben. Hier und da haben wir schon die Ausreißergruppen verpasst", sagt van Gerwen.

Sport 
Kopfstoß im Finale

Heißer Schlusssprint auf der elften Etappe. Cavendish-Anfahrer wird ausgeschlossen. zum Video

Insbesondere die Etappe nach Gap, als der Tagessieger aus einer fünfköpfigen Ausreißergruppe kam und Milram nicht vertreten war, brachte den Niederländer auf die Palme. "In der letzten Woche kommen die entscheidenden Etappen. Da sind viele Fahrer schon müde. Da können wir viel erreichen", hofft van Gerwren und setzt seine Hoffnung in Kapitän Gerdemann.

Klöden bester Deutscher in der Gesamtwertung

Der musste seine Ambitionen auf eine vordere Platzierung in der Gesamtwertung auf dem Weg nach Morzine ad acta legen, als er früh das Tempo der Favoriten nicht mitgehen konnte. Der beste Deutsche im Gesamtklassement (die Gesamtwertung im Überblick) ist so Andreas Klöden, doch auch der frühere Tourzweite liegt schon fast zehn Minuten hinter Schleck. Ein Hungerast auf der ersten Bergetappe hatte den RadioShack-Profi weit zurückgeworfen.

Bei den Sprintern strampelt Gerald Ciolek weiter vergeblich seinem ersten Tour-Tagessieg hinterher. Sein bestes Ergebnis lieferte der Kölner auf der sechsten Etappe ab, als er Zweiter hinter Cavendish wurde. Sein deutscher Kollege Danilo Hondo weiß dagegen als Anfahrer für den Italiener Alessandro Petacchi bei Lampre durchaus zu überzeugen und darf sich einen gewissen Verdienst an den zwei Etappensiegen des Italieners zuschreiben.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal