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Tour de France: Winokurow düpiert die Sprinter

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Winokurow düpiert die Sprinter

17.07.2010, 18:46 Uhr | t-online.de, dpa, dpa, t-online.de

Tour de France: Winokurow düpiert die Sprinter. Alexander Winokurow setzt sich vor der heranstürmenden Meute durch. (Foto: Reuters)

Alexander Winokurow setzt sich vor der heranstürmenden Meute durch. (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Alexander Winokurow hat dem Team Astana den ersten Etappensieg bei der 97. Tour de France beschert. Der Kasache triumphierte nach 197 Kilometern als Solist in Revel (das Etappenergebnis im Überblick). Winokurow hatte sich an der letzten Steigung kurz vor dem Ziel abgesetzt, dem mächtigen Antritt des 37-Jährigen konnte niemand folgen. Am Vortag hatte er in Mende den Etappensieg noch knapp verpasst.

Den Sprint des Hauptfelds gewann der britische Supersprinter Mark Cavendish, der schon drei Etappensieg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt feiern konnte, vor dem Italiener Alessandro Petacchi. Im Gesamtklassement bleibt einen Tag vor der ersten schweren Pyrenäen-Etappe alles wie gehabt. Andy Schleck führt mit 31 Sekunden vor Titelverteidiger Alberto Contador (Gesamtergebnis im Überblick).

"Schönster Sieg meiner Karriere"

"Im Gegensatz zu gestern hatte ich mir heute nicht vorgenommen, zu gewinnen", sagte Winokurow im Ziel. "Aber am Schluss hat sich die Chance geboten, und ich habe es versucht, weil ich gegen die Sprinter keine Chance gehabt hätte. Das ist der schönste Sieg meiner Karriere."

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Winokurow leugnet Doping bis heute

Winokurows "schönster Sieg" hat allerdings einen faden Beigeschmack. Nach der Tour 2007 war er des Fremdblut-Dopings überführt und anschließend gesperrt worden. Die gesamte Astana-Equipe inklusive Andreas Klöden musste damals die Tour verlassen. Der ehemalige T-Mobile-Profi reagierte auf die positive Doping-Analyse mit seinem Rücktritt, den er wenig später zurücknahm. In diesem Jahre hatte er bereits im April den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich zum zweiten Mal gewonnen und damit eine glanzvolle Rückkehr in die erste Reihe des Profi-Radsports gefeiert. Bis heute leugnet Winokurow trotz eindeutiger Beweislage Doping.

Milram wieder nicht dabei

Schon nach 4000 Metern hatte sich ein Spitzentrio um den zweifachen Etappensieger der Tour 2010, Sylvain Chavanel aus Frankreich, abgesetzt und schnell einen Vorsprung von fünfeinhalb Minuten herausgefahren. Wieder mal konnte kein Milram-Fahrer, die sich am Freitagabend zu einem Krisengespräch getroffen hatten, der Attacke folgen. Die Devise von Teamchef Gerry van Gerwen, "in allen Ausreißergruppen" vertreten sein zu wollen, blieb erneut missachtet.

Plan der Sprinterteams geht nicht auf

Die Teams der bisher besten Sprinter, Cavendish und Petacchi, ließen das Trio um Chavanel aber nicht außer Reichweite. Beide Mannschaften wollten unbedingt eine Massenankunft in Revel organisieren. 65 Kilometer vor dem Ziel beteiligte sich dann auch die Milram-Equipe an der Tempoarbeit, um Gerald Ciolek die Chance auf den ersten Tagessieg zu ermöglichen. Der Plan ging aber nicht auf: Denn nachdem das erste Fluchttrio eingefangen war, folgte der nächste Angriff - und der saß. "Das Finale war sehr, sehr schnell", meinte Kapitän Linus Gerdemann. "Winokurow hat einen bärenstarken Antritt hingelegt."

Winokurow schnappt sich Ballan

Der italienische Ex-Weltmeister Alessandro Ballan versuchte 8700 Meter vor dem Ziel beim giftigen Anstieg in Saint-Ferréol sein Glück, ihm hetzte der Kasache Alexander Winokurow wenig später hinterher - und erreichte als Solist das Ziel.

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