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Contador entschuldigt sich bei Schleck

20.07.2010, 11:41 Uhr | t-online.de, t-online.de

Tour: Contador entschuldigt sich bei Schleck. Feindliche Gelb-Übernahme: Contador entschuldigt sich. (Foto: imago)

Feindliche Gelb-Übernahme: Contador entschuldigt sich. (Foto: imago)

Nach seiner hinterhältigen Attacke auf der 15. Etappe der Tour de France hat sich Vorjahressieger Alberto Contador bei seinem großen Konkurrenten Andy Schleck mit einem Video auf YouTube entschuldigt. Aus seinem Hotelzimmer sandte er eine Botschaft in Richtung des Luxemburgers. "Ich habe es geschafft auf das Podium zu kommen, was mich sehr glücklich macht. Allerdings waren die Umstände ein Problem", sagte der für das Team Astana fahrende Spanier (LIVE im t-online Ticker).

Contador: "Es tut mir leid"

"Das Problem, dass die Freude trübt, sind die Umstände", sagte Contador in dem Video, gefilmt in seinem Hotelzimmer. "Richtig, als ich angriff, hatte Andy ein mechanisches Problem am letzten Anstieg. Das Rennen war in vollem Gang und, na ja, vielleicht habe ich einen Fehler gemacht, es tut mir leid. Diese Sache, die heute passiert ist, ist nicht das, was ich mag. Das ist nicht mein Stil und ich hoffe, dass meine Beziehung mit Andy trotzdem so gut bleibt wie vorher."

Kette springt vom Blatt

Der Spanier hatte mit einer unfairen Attacke ein technisches Malheur des bisherigen Spitzenreiters Schleck eiskalt ausgenutzt. Die Szene ereignete sich im Anstieg zum Port de Bales knapp 20 km vor dem Ziel, als Schleck bei einer eigenen Attacke die Kette heruntersprang. Während Schleck sein Rad mit zittrigen Fingern wieder reparierte, zog Contador mit starrem Blick unbeeindruckt davon und erreichte 39 Sekunden vor seinem großen Rivalen das Ziel. Acht Sekunden liegt der Vorjahressieger nun vor Schleck (die Gesamtwertung im Überblick).

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Contador entschuldigt sich

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Fairplay sollte an erster Stelle stehen

"Er bekommt dafür sicher keinen Fairplay-Preis. Mein Bauch ist voller Ärger. Ich werde dafür Revanche nehmen", sagte Schleck mit giftigem Blick in Richtung Contador nach der Etappe. Contador dagegen versuchte, in der Entschuldigungs-Botschaft sein Verhalten zu rechtfertigen. "Während der Etappe denkt man nur daran, so schnell zu fahren wie möglich", sagte er, "da kann so etwas passieren." Und fügte an: "Über die Umstände bin ich nicht glücklich, denn für mich ist Fairplay sehr wichtig."

Voigt pro Schleck

Jens Voigt schlug sich auf die Seite seines Teamkollegen Schleck. "Die Bilder sind eindeutig. Er muss ihn gesehen haben, er wäre ihm ja fast hinten rein gefahren", sagte der Berliner. "Da kann sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Wir müssen sehen, dass wir die Wut von Andy in einen vernünftigen Angriff kanalisieren."

Columbia-Sportdirektor Rolf Aldag verteidigte Contador hingegen. "Irgendwann müssen wir auch mal Rennen fahren", sagte der Ex-Profi. "Was hat es Ullrich denn 2003 gebracht zu warten? Anschließend ist ihm Armstrong noch davon gefahren." Jan Ullrich hatte vor sieben Jahren gewartet, als Lance Armstrong auf dem Weg nach Luz-Ardiden stürzte. Der Texaner gewann die Etappe am Ende.

Riis greift seinen Schützling an

Erstaunlicher als Aldags Position waren da schon die Worte von Schlecks Teamchef Bjarne Riis. "War es möglich für Contador zu warten, als Samuel Sanchez und Denis Mentschow attackierten? Er musste ihnen folgen", sagte der Däne, der Schleck auch noch kritisierte: "Wenn man im Stehen schaltet, muss man vorsichtig sein. Das ist sensibles Material." Ein klares Bekenntnis zu seinem Schützling hört sich freilich anders an.

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