Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Stefan Schumacher plant Comeback als "gläserner Athlet"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Tour de France 2011  

Schumacher: "Ich will Vertrauen zurückgewinnen"

22.07.2010, 15:11 Uhr | sid, sid

Stefan Schumacher plant Comeback als "gläserner Athlet". Stefan Schumacher im Gerolsteiner-Trikot bei der Tour de France 2008 (Foto: imago)

Stefan Schumacher im Gerolsteiner-Trikot bei der Tour de France 2008 (Foto: imago)

Mit seiner positiven Dopingprobe nach der Tour de France 2008 brachte er den deutschen Radsport ins Wanken. Nun plant Stefan Schumacher als "gläserner Athlet" sein Comeback im Profizirkus. Mit "Transparenz und Offenheit" will der frühere WM-Dritte das Image des Schummel-Schumis ablegen. Möglicherweise soll die Rückkehr ins Renngeschehen noch in diesem Jahr nach Ablauf seiner Sperre am 27. August gelingen.

"Dass die Ankündigung meines Comebacks nicht nur positive Reaktionen hervorrufen wird, ist mir bewusst. Das Vertrauen ist aufgebraucht. Umso mehr werde ich mich bemühen, in den kommenden Monaten durch Transparenz und Offenheit dieses verlorengegangene Vertrauen und die Sympathien zurückzugewinnen", sagt der 29-Jährige und konkretisierte: "Alle Trainingsfahrten, Berge, Blutwerte und andere Kontrollergebnisse können deshalb künftig auf meiner neuen Website eingesehen werden."

Schumacher ist bei der UCI wieder willkommen

Schumacher will außerdem freiwillige Kontrollen durch unabhängige Institute durchführen lassen. Der frühere WM-Dritte hatte in der vergangen Woche auch ein persönliches Gespräch mit UCI-Präsident Pat McQuaid geführt. Die Differenzen seien ausgeräumt. Er sei wieder willkommen, soll ihm der Ire zugesichert haben.

Tour de France 
Armstrongs Zielsprint

Der amerikanische Profi scheitert auf den letzten Metern der 16. Etappe. zum Video

Beharrliches Leugnen bis heute

Das hatte sich im Herbst noch anders angehört. Als Schumacher in Nachkontrollen zur Tour de France 2008 positiv auf den EPO-Nachfolger Cera getestet worden war, hatte es national und international einen Sturm der Entrüstung gegeben. Wenig später ergaben auch nachträgliche Analysen der Proben von den Olympischen Spielen in Peking positive Ergebnisse. Schumacher hatte daraufhin trotz positiver A- und B-Proben jegliche Schuld von sich gewiesen und einen Justiz-Marathon bis hin zum Internationalen Sportgerichtshof CAS angestrengt. Doch ein Freispruch wegen Verfahrensfehler blieb ihm verwehrt, einzig eine Reduzierung seiner Sperre um gut fünf Monate wurde ihm zugestanden.

Viel Kraft gelassen

"Die letzten zwei Jahre waren die härtesten meines Lebens. Ich bin Radprofi, kein Jurist. Die Auseinandersetzungen haben extrem viel Kraft gekostet", sagt Schumacher, der über das dunkle Kapitel seiner Karriere heute nicht mehr reden will. Zu diesem Thema werde er keine Stellungnahmen mehr abgeben, es sei alles gesagt und geschrieben worden.

Saison 2011 im Blick

Schumacher will lieber über seine Zukunft sprechen. Der Nürtinger verhandelt nach eigenen Aussagen derzeit mit mehreren Teams, sowohl aus der ProTour als auch aus der Klasse darunter. Dass er in diesem Jahr wieder ins Renngeschehen eingreift, ist nicht ausgeschlossen. "Ich konzentriere mich bei den Verhandlungen mit den Teams vor allem auf die Saison 2011. Für mich ist wichtig, welches Team mir die beste sportliche Perspektive bieten kann", sagt Schumacher.

"Ich kann noch einiges erreichen"

Angst, kein Team mehr zu finden, habe er nicht. 'Ich komme jetzt in das beste Rennfahreralter und habe das Gefühl, dass ich noch einiges erreichen kann. Auch liebäugele ich ehrlich gesagt immer noch damit, bei einer dreiwöchigen Rundfahrt das Gesamtklassement ins Auge zu fassen", sagt Schumacher wohl wissend, dass zunächst er selbst von den Verantwortlichen genauestens unter die Lupe genommen wird.

Tour-Blog 
"Der Laden wird gerockt!"

Fabian Wegmann freut sich über eine Partynacht in Paris. zu Wegmanns Tour Blog

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal