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Doping: Für Armstrong wird die Luft dünn

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Für Armstrong wird die Luft dünn

22.07.2010, 15:22 Uhr | sid, sid

Doping: Für Armstrong wird die Luft dünn. Will mit einem Staranwalt die Anschuldigungen von Floyd Landis entkräften: Lance Armstrong. (Foto: imago)

Will mit einem Staranwalt die Anschuldigungen von Floyd Landis entkräften: Lance Armstrong. (Foto: imago)

Lance Armstrong scheinen die Doping-Ermittlungen in seiner Heimat einzuschüchtern. Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger hat Staranwalt Bryan D. Daly im Zuge der Anschuldigungen rund um das frühere US-Postal-Radteam angeheuert. Das berichtet die "New York Daily News" (Zum Nachlesen im Live-Ticker: Der Showdown zwischen Alberto Contador und Andy Schleck am Tourmalet!).

US-Behörden untersuchen derzeit Betrugs- und Verschwörungsvorwürfe gegen Mitglieder der früheren Armstrong-Equipe. "Wir werden genau schauen, wie und ob diese Untersuchungen Lance Armstrong betreffen", sagte der Anwalt aus Los Angeles.

Ermittlungen wegen "Betrugs und Verschwörung"

Armstrongs ehemaliger Teamkollege Floyd Landis hatte mit seinem Dopinggeständnis den Fall ins Rollen gebracht. Landis, dem der Toursieg 2006 wegen Dopings aberkannt worden war, hatte bei seinem Geständnis im Mai dieses Jahres schwere Anschuldigungen gegen Armstrong und weitere Mitglieder des US-Postal-Teams erhoben. Systematisches Doping sei an der Tagesordnung gewesen, hieß es. Zur Finanzierung der verbotenen Mittel seien sogar Rennräder verkauft worden. Armstrong sowie der damalige Teamchef Johan Bruyneel hatten die Vorwürfe bestritten und die Glaubwürdigkeit von Landis in Zweifel gezogen. Die US-Behörden haben indes Ermittlungen gegen Armstrong und Co. wegen "Betrugs und Verschwörung" eingeleitet. Ende Juli soll beispielsweise Armstrong-Kritiker Greg LeMond vor der Grand Jury aussagen.

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Auch Hamilton will aussagen

Auch Armstrongs Ex-Kollege Tyler Hamilton ist offenbar gewillt, mit den Ermittlern zu kooperieren. "Wir arbeiten daran, eine Situation zu schaffen, in der Hamilton vertraulich reden und die gewünschten Informationen geben kann", sagte Hamiltons Anwalt Chris Manderson dem Sportsender ESPN. Manderson wollte nicht sagen, ob sein Mandant von der Grand Jury vorgeladen wurde. Der zweimal des Dopings überführte Hamilton fuhr von 1998 bis 2001 mit Armstrong bei US Postal. In dem Zusammenhang hat Chefermittler Jeff Novitzky auch Kontakt zum Anwalt des langjährigen Armstrong-Helfers George Hincapie aufgenommen.

Landis geächtet

Derweil hat sich Landis mit seinen Doping-Anschuldigungen gegen Armstrong in seiner Heimat offenbar keine Freunde gemacht. So wurde dem 34-Jährigen bei einem Radrennen in Oregon untersagt, mit Sponsorenlogos auf dem Trikot zu starten. Landis, der sich von seinem vorherigen Bahati-Rennstall getrennt hatte, bestreitet nun in einem einfarbigen Trikot das Rennen. Angesprochen auf seine Aussagen, sagte Landis, dass er sein Geständnis nicht bereue. 'Ich habe getan, was richtig war. Ich hoffe, dass die Leute die Wahrheit wissen wollen."

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