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Cavendish feiert vierten Etappenerfolg

23.07.2010, 19:03 Uhr | t-online.de, sid, sid, t-online.de

. Überlegen: Während die Konkurrenz noch um die Plätze sprintet, feiert Mark Cavendish bereits seinen vierten Etappensieg. (Foto: Reuters))

Überlegen: Während die Konkurrenz noch um die Plätze sprintet, feiert Mark Cavendish bereits seinen vierten Etappensieg. (Foto: Reuters)

Mark Cavendish bleibt der beste Sprinter bei der 97. Tour de France: Der Brite gewann auf der 18. Etappe nach 198 Kilometern in Bordeaux souverän im Massensprint vor dem Neuseeländer Julian Dean sowie dem Italiener Alessandro Petacchi (Etappenergebnis im Überblick). Für Cavendish war es bereits der vierte Tagessieg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt (die besten Bilder der Etappe).

An der Spitze der Gesamtwertung gab es wie erwartet keine Veränderungen. Alberto Contador verteidigte sein Gelbes Trikot erfolgreich und liegt acht Sekunden vor dem Luxemburger Andy Schleck. Olympiasieger Samuel Sanchez ist mit 3:32 Minuten Rückstand auf Contador Dritter (Gesamtergebnis im Überblick). Petacchi eroberte mit seinem dritten Etappenplatz das Grüne Trikot zurück und führt nun mit zehn Punkten vor Thor Hushovd, der diesmal nur auf Platz 14 landete.

"Ich musste einfach gewinnen"

"Ich bin sehr glücklich. Es ist unglaublich, was mein Team wieder geleistet hat. Ohne Mark war es ganz und gar nicht einfach", sagte Cavendish. "Aber nach der perfekten Vorarbeit musste ich einfach gewinnen." Der Columbia-Sprinter musste erstmals bei einer Massenankunft auf seinen Weltklasse-Anfahrer Mark Renshaw verzichten. Der Australier war nach der elften Etappe in Bourg-les-Valence nach seiner Kopfstoß-Attacke gegen Dean disqualifiziert worden.

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Eisel bärenstarker Anfahrer

Im Finale war es somit vor allem am Lampre-Team von Alessadnro Petacchi, einen Sprinterzug aufzubauen. Cavendish wurde vom Österreicher Bernhard Eisel auf die letzten Meter geführt und stellte auch ohne Renshaw seine Extraklasse unter Beweis. Knapp 200 Meter vor dem Zielstrich fuhr er aus dem Windschatten Petacchis und ließ dem Altmeister keine Chance.

Erkältung plagt Cavendish

Dabei war am Morgen gar nicht klar, ob Cavendish überhaupt starten konnte. In den letzten Tagen plagten eine Erkältung und sogar Fieber den Supersprinter. "Ich habe heute unglaublich geschwitzt. Letztlich hat es sich aber gelohnt." Cavendish feierte seinen insgesamt 14. Etappensieg bei der Tour und steht damit kurz davor, der beste Sprinter der Frankreich-Rundfahrt der Tour de France zu werden. Bisher liegt der Belgier Freddy Maertens mit 15 Erfolgen an der Spitze. Im Kampf um das Grüne Trikot wird Cavendish auch noch ein Wort mitreden können. Der Brite liegt als Dritter der Sonderwertung nur noch 16 Punkte hinter Spitzenreiter Petacchi.

Ausreißer bestimmen Etappe

Das Bild der Etappe prägte bis dreieinhalb Kilometer vor dem Ziel ein Ausreißer-Quartett. Matti Breschel, Jerome Pineau, Benoit Vaugrenard und Daniel Oss hatten sich knapp zehn Kilometer nach dem Start abgesetzt. Das Hauptfeld hielt die Ausreißer an der kurzen Leine und gewährte ihnen einen maximalen Vorsprung von nicht einmal vier Minuten.

Ciolek kommt an Roberts nicht vorbei

Erneut verpasste es die deutsche Milram-Equipe auf der drittletzten Etappe ihrer Geschichte, einen Fahrer in der Spitzengruppe zu platzieren. Und Sprinter Gerald Ciolek kam im Schlussspurt 300 Meter vor dem Ziel nicht an seinem Teamkollegen Luke Roberts vorbei, schrie seinen Frust noch auf der Zielgeraden heraus und wurde nur 24. Damit setzte sich das Trauerspiel, das Linus Gerdemann und Co. bei der Rundfahrt bisher abgeben, nahtlos fort. In der Gesamtwertung ist kein Milram-Fahrer unter den besten 70 Profis.

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Contador mit den besseren Karten

Das einzige lange Einzelzeitfahren am Samstag bringt zugleich die Entscheidung über den Sieger der 97. Tour de France. Contador hat im Duell mit Schleck die besseren Karten, weil er der schnellere Zeitfahrer ist. Die 52 Kilometer von Bordeaux nach Pauillac sind komplett flach, eventuell könnte der Wind entlang der Gironde eine wichtige Rolle spielen. Der deutsche Zeitfahr-Meister Tony Martin will die Etappe gewinnen, sein ärgster Widersacher dürfte Weltmeister und Olympiasieger Fabian Cancellara sein.

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