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Tour de France : Contador steht vor Sieg

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Tour de France - 19. Etappe  

Contador baut Vorsprung aus - Sieg mit Beigeschmack

24.07.2010, 16:03 Uhr | t-online.de, sid, sid, t-online.de

Tour de France : Contador steht vor Sieg. Das war knapp: Contador geht mit 39 Sekunden Vorsprung auf die Schlussetappe. (Foto: Reuters)

Das war knapp: Contador geht mit 39 Sekunden Vorsprung auf die Schlussetappe. (Foto: Reuters)

Für Alberto Contador ist der Sieg bei der 97. Tour de France zum Greifen nah. Der Spanier musste aber beim Zeitfahren über 52 Kilometer nach Pauillac alles geben, um den wie entfesselt fahrenden Andy Schleck in Schach zu halten (die besten Bilder der Etappe). Am Ende nahm Contador seinem schärfsten Rivalen weitere Zeit ab und führt nun im Gesamtklassement mit 39 Sekunden (Gesamtergebnis im Überblick). Das Brisante daran: Die 39 Sekunden sind exakt die Zeit, die Schleck auf der zweiten Pyrenäen-Etappe durch einen Defekt und Contadors anschließender umstrittener Attacke verloren hatte (Foto-Show: Contadors Attacke nach Schlecks Defekt). Ansonsten wären die beiden Tour-Protagonisten nun gleichauf. Fakt ist: Contadors möglicher dritter Toursieg nach 2007 und 2009 hat einen Beigeschmack.

Denis Mentschow verdrängte Samuel Sanchez noch von Platz drei und wird wohl nach dem Schaulaufen am Sonntag auf dem Podium in Paris stehen. Auf der letzten Etappe, der sogenannten "Tour d'Honneur", herrscht traditionell ein Nichtangriffspakt unter den Favoriten. Somit kann nur noch ein Sturz oder eine Verletzung Contadors Erfolg verhindern. (Zum Tour de France-Special)

Schleck: "Es gibt kein Bedauern"

"Ich bin sehr, sehr glücklich, denn es war eine sehr schwere Tour", sagte Contador. Und Schleck meinte: "Die ersten 40 Kilometer war ich sehr schnell. Aber dann war Contador zu stark. Es gibt kein Bedauern, mit Ausnahme des Prologs - da war ich katastrophal." Am ersten Tour-Tag in Rotterdam hatte Schleck auf 8,9 Kilometern 42 Sekunden auf den Spanier verloren. Diesmal machte er es besser, Schleck lieferte Contador einen großen Kampf. Auf den ersten Kilometern verringerte er den Rückstand auf den Spanier von acht auf sechs Sekunden, ehe die Kräfte nach der Hälfte des Rennens nachließen.

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Martin: "Cancellara eine Klasse für sich"

Unterdessen musste sich Tony Martin wie schon beim Prolog dem Schweizer Fabian Cancellara geschlagen geben und belegte Platz zwei (Etappenergebnis im Überlick). "Cancellara ist eine Klasse für sich. Ich weiß nicht, wo ich Zeit liegen gelassen habe", sagte Martin. "Im Vergleich zu letztem Jahr habe ich im Zeitfahren einen großen Schritt gemacht. Irgendwann packe ich ihn vielleicht."

Grabsch auf Platz drei

Martin fehlten zum größten Erfolg seiner Karriere nur 17 Sekunden. Bei der ersten Zwischenzeit hatte der Columbia-Profi noch neun Sekunden vor dem Olympiasieger gelegen, danach drehte Cancellara aber auf. Dritter wurde Ex-Weltmeister Bert Grabsch. Damit geht die Tour sehr wahrscheinlich erstmals seit fünf Jahren ohne deutschen Etappensieg zu Ende. Bereits im vergangenen Jahr hatte Martin die vorletzte Etappe der Tour auf Platz zwei beendet. Damals musste sich der Cottbuser bei der Bergankunft auf dem Mont Ventoux dem Spanier Juan Manuel Garate knapp geschlagen geben.

Armstrong schwach

Lance Armstrong war bei seinem letzten Zeitfahren in Europa nur noch ein Schatten glanzvoller Tage, als er mit seinem berüchtigten Nähmaschinentritt die Konkurrenz in Grund und Boden fuhr. Der Amerikaner landete weit hinter Cancellara.

Wer holt das Grüne Trikot?

Vor der Schlussetappe nach Paris ist somit lediglich der Kampf um das Grüne Trikot des besten Sprinters noch nicht entschieden. In dieser Wertung führt Alessandro Petacchi mit 213 Punkten knapp vor Thor Hushovd (203) und Mark Cavendish (197).

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