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Tour de France 2010  

Cavendishs fünfter Streich, Contador zum Dritten

25.07.2010, 19:15 Uhr | dpa, t-online.de, dpa, t-online.de

Cavendishs fünfter Streich, Contador zum Dritten. Der fünfte Streich: Mark Cavendish war in Paris nicht nicht der Konkurrenz zu schlagen. (Foto: Reuters)

Der fünfte Streich: Mark Cavendish war in Paris nicht nicht der Konkurrenz zu schlagen. (Foto: Reuters)

Mark Cavendish hat im Finale der 97. Tour de France noch einmal groß aufgetrumpft: Der Brite vom Team Columbia siegte auf der prestigeträchtigen letzten Etappe in Paris und feierte damit seinen fünften Etappenerfolg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. (Etappenergebnis im Überblick). Cavendish setzte sich im Massenspurt auf den Champs Élysées vor dem Italiener Alessandro Petacchi und Julian Dean aus Neuseeland durch (die besten Bilder der Etappe). Das Grüne Trikot des besten Sprinters gewann Petacchi (Klicken sie durch: die Tour im Rückblick!).

Den Gesamtsieg machte der Spanier Alberto Contador perfekt, der nach 3642 Kilometern quer durch Frankreich mit einer Winzigkeit von 39 Sekunden vor dem Luxemburger Andy Schleck gewann. Als Dritter auf dem Podium steht der Russe Denis Mentschow. (Gesamtergebnis im Überblick). Für Contador war es nach 2007 und 2009 der dritte Tour-Sieg (Klicken Sie durch: die besonderen Momente der Tour!).

Nur ein Sieg fehlt zur Traummarke

Nach einem schwachen Tourstart drehte Cavendish immer stärker auf und blieb letztlich nur einen Sieg unter seiner Traummarke von 2009. "Das hier ist spektakulär. Das ist ein perfektes Ende der Tour für mich." Mit insgesamt 15 Erfolgen schloss der 25-Jährige zum belgischen Sprinter Freddy Maertens auf. Trotzdem verpasste er das Grüne Trikot.

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Contador vergießt Tränen

"Ich hatte schwierige Momente bei der Tour. Ich war an manchen Tagen nicht hundertprozentig fit, sowohl körperlich als auch mental", zog Contador in Paris Bilanz und umarmte auf dem Siegertreppchen ein weiteres Mal seinen Rivalen Schleck. "Ich habe gelitten. Mir fehlen die Worte, um meine Freude auszudrücken." Bei seinen vorangegangenen Erfolgen hatte der 27-Jährige, der seinen Gesamterfolg wie zuletzt sein Landsmann Oscar Pereiro 2006 ohne Etappensieg perfekt machte, weniger Arbeit mit der Konkurrenz.

Armstrong wäre gerne jünger und schneller

Und Lance Armstrong? Den Abschied von der Tour - seiner 13. - hat sich der im übernächsten Monat 39 Jahre alt werdende Rekordsieger sicher anders vorgestellt. "Ich wäre gerne jünger und schneller", hatte er nach der 16. Etappe in Pau resümiert, als er als Etappensechster in einer Spitzengruppe noch einmal ganz kurz alte Klasse aufblitzen ließ. Ansonsten hatte die unnötige Ehrenrunde des siebenfachen Toursiegers für Armstrong-Fans viel Trauriges. Der einstmals unumschränkte Boss, von Stürzen in Serie gepeinigt und als "Radtourist" verspottet, rollte in Paris auf Rang 23 ein.

Vorfreude auf "Strand und Bier"

"Das war mein letztes Zeitfahren bei der Tour", hatte er am Samstag getwittert. Auch auf seinem einstigen Lieblingsterrain war er mit 7:05 Minuten Rückstand auf Cancellara chancenlos geblieben. In Paris nahm ihn seine Familie in den Arm, er freute sich auf "Strand und Bier". Seinetwegen begann die Final-Etappe später, weil er erst überzeugt werden musste, dass er nicht mit der Startnummer 28 - die Zahl steht für 28 Millionen Krebskranke in der Welt - starten durfte.

Schwache Vorstellung der deutschen Fahrer

Die Tour der Deutschen versprühte nicht viel mehr Charme als die letzten Kilometer der Armstrong-Karriere: Mehr als drei zweite Plätze durch Tony Martin und Gerald Ciolek sprangen für die 15 deutschen Tour-Starter in 23 Tagen Tortur nicht heraus. Wie der Texaner gab auch das Milram-Team seine Abschiedsvorstellung - und blieb ähnlich erfolglos. Der Ausstieg des Sponsors stand bereits fest, die Fahrer waren mit ihren Gedanken schon bei neuen Arbeitgebern: Das konnte nichts werden.

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Klöden bester Deutscher auf Platz 14

"Ich sehe schwarz für die Zukunft des deutschen Radsports", meinte Milram-Kapitän Linus Gerdemann. "Zurück in der Steinzeit" wähnte sich Routinier Jens Voigt angesichts der Tatsache, dass der deutsche Radsport zukünftig in der Eliteliga nicht mehr vertreten sein wird. Andreas Klödens 14. Rang als bester Deutscher passte zur neuen Bescheidenheit im Radsport hierzulande.

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