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Tour de France - Teams: Zwischen Cunego und Schleck

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Die Ambitionen der 22 Tour-Teams

16.07.2011, 11:43 Uhr | Von Oliver Strerath, t-online.de

Tour de France - Teams: Zwischen Cunego und Schleck. Protagonisten: Fränk Schleck (links) und Andreas Klöden zählen bei der Tour zu den Spitzenfahrern. (Foto: imago)

Protagonisten: Fränk Schleck (links) und Andreas Klöden zählen bei der Tour zu den Spitzenfahrern. (Foto: imago)

Ein Rennen, zig Geschichten. Auch die 98. Tour de France, die am 2. Juli auf der Passage du Gois beginnt und nach 21. Etappen am 24. Juli traditionell in Paris endet, bietet wieder Stoff für Dramen und Heldenstories. Etwa dem Kampf um das Gelbe Trikot, in den Vorjahressieger Alberto Contador und sein Herausforderer Andy Schleck als die Favoriten gehen. Doch die Zahl der Außenseiter, die das Duo im Streben nach dem Gesamtsieg überraschen könnten, ist groß. Daneben geht es auf den insgesamt 3430,5 Kilometern um das Grüne Trikot des Punktbesten, um das Gepunktete Trikot des besten Kletterers und das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Und natürlich um Etappensiege, die einen Fahrer quasi unsterblich machen.

t-online.de stellt in einem Überblick die 22 teilnehmenden Teams sowie deren Ambitionen und vermeintlichen Spitzenfahrer vor. (Fortsetzung)

Großbritannien

Sky Procycling: Die Empfehlung könnte nicht besser sein: Mit seinem Sieg bei der Dauphiné Libéré hat Bradley Wiggins unterstrichen, dass auch bei der zweiten Teilnahme Tour-Teilnahme seines Teams mit dem Briten zu rechnen ist. Und es sah gut aus - bis zur siebten Etappe, als ein Sturz die Hoffnungen von Wiggins jäh beendete. Schlüsselbeinburch. Das war es. Immerhin darf sich das Team mit dem Etappensieg des Norwegers Edvald Hagen Boasson trösten. Und vielleicht kommt da noch mehr. Der spanische Routinier Juan Antonio Flecha und Simon Gerrans (Australien) waren es bei der Tour mit je einem Etappensieg bereits - beide sind mit von der Partie. Wie Christian Knees, der 2009 auf dem 21. Gesamtplatz gelandet war. Weitere Tour-Starter sind: Ben Swift (Australien), Gerraint Thomas (Großbritannien), Rigoberto Uran (Kolumbien), Xabier Zandio (Spanien).

Italien

Lampre - ISD: Die Italiener werden bei ihrer siebten Tour-Teilnahme mit einer Doppelspitze an den Start gehen: Alessandro Petacchi und Damiano Cunego. Der 37 Jahre alte Sprint-Routinier Petacchi, der 2010 zwei Tagesabschnitte und das Grüne Trikot des Punktbesten gewann, ist noch immer in Schwung - was sein Sieg auf der zweiten Giro-Etappe im Mai zeigt. Bei den Massenspurts kann der Italiener wieder auf die Unterstützung von Danilo Hondo zählen. Der deutsche Anfahrer ist übrigens genau einen Tag jünger als Petacchi, der am 3. Januar 1974 geboren ist.

Hofft diesmal auf eine bessere Tour: Damiano Cunego. (Foto: imago) Hofft diesmal auf eine bessere Tour: Damiano Cunego. (Foto: imago)Zweiter Kapitän bei Lampre ist Damiano Cunego, der einmal mehr auf einen Spitzenplatz in der Gesamtwertung hofft. Denn mehr als der elfte Platz 2006 ist in Frankreich für den Giro-Sieger von 2004 bisher noch nicht herausgesprungen. Nun geht der 29-Jährige ausgeruhter in die Tour, nachdem er wegen Dopingermittlungen bei der Italien-Rundfahrt nicht starten durfte. Die Pause scheint sich auszuzahlen. Denn immerhin belegte Cunego bei der Tour de Suisse, dem letzten großen Vorbereitungsrennen, den zweiten Rang. Weitere Tour-Starter sind: Leonardo Bertagnolli (Italien; aufgegeben 18. Etappe), Grega Bole (Slowenien), Matteo Bono (Italien), David Loosli (Schweiz), Denis Kostjuk (Ukraine), Adriano Malori (Italien).

Liquigas-Cannondale: Keine Frage, dass Ivan Basso als Kapitän die italienische Equipe bei deren siebten Tour-Teilnahme anführt. Schließlich stand der 33-Jährige schon 2004 (Dritter) und 2005 (Zweiter) auf dem Podium in Paris. Doch in diesem Jahr läuft es für den zweimaligen Giro-Sieger (2006 und 2010), der 2007 und 2008 eine Dopingsperre verbüßte, noch nicht wirklich rund. Bei der Dauphiné Libéré fuhr er der Konkurrenz meist nur hinterher und musste sich mit dem 26. Gesamtrang begnügen. Ob er nur geblufft hat? Jedenfalls ist das Team ganz auf Basso zugeschnitten, der in dem Polen Sylvester Szmyd wohl seinen wichtigsten Helfer in den Bergen hat. Weitere Tour-Starter sind: Maciej Bodnar (Polen), Kristjan Koren (Slowenien), Paolo Longo Borghini, Daniel Oss (beide Italien), Maciej Paterski (Polen),Fabio Sabatini, Alessandro Vanotti (beide Italien).

Kasachstan

Unermüdlicher Kämpfer: Routinier Alexander Winokurow ist wieder auf einen Etappensieg aus. (Foto: imago) Unermüdlicher Kämpfer: Routinier Alexander Winokurow ist wieder auf einen Etappensieg aus. (Foto: imago)Astana: Nach dem Weggang von Alberto Contador ruhen die Hoffnungen der Equipe bei ihrer vierten Teilnahme auf zwei Fahrern: Routinier Alexander Winokurow und Roman Kreuziger sollten es richten. Doch für den Kasachen (Oberschenkelbruch nach Sturz auf der neunten Etappe) ist das Rennen bereits beendet. Der Tscheche ist zwar noch dabei: Aber auch Kreuziger stürzte bereits und liegt in der Gesamtwertung dadurch weit zurück. So kann das Augenmerk des Teams nur noch auf einen Etappensieg in einer Ausreißergruppe liegen. Weitere Tour-Starter sind: Remy di Gregorio (Frankreich), Dmitriy Fofonov (Kasachstan), Andriy Grivko (Ukraine), Maxim Iglinsky (Kasachstan), Paolo Tiralongo (Italien; aufgegeben 17. Etappe), Tomas Vaitkus (Litauen), Andrey Zeits (Kasachstan).

Luxemburg

Leopard-Trek: Das Team um die beiden Luxemburger Andy und Fränk Schleck wurde zu dieser Saison hin vor allem aus einem Grund gegründet - um die Tour de France zu gewinnen. Die Brüder bilden bei diesem Unterfangen die Doppelspitze. Sollte Andy Schleck (Zweiter im Vorjahr) schwächeln, ist Fränk Schleck (2008 und 2009 jeweils Fünfter) gefordert. Oder umgekehrt. Damit das große Ziel realisiert wird, haben die Luxemburger ein schlagkräftiges Team zusammengestellt. Zeitfahrspezialist Fabian Cancellara, Jens Voigt und Linus Gerdemann haben schon Etappensiege verbucht sowie das Gelbe Trikot getragen - das Trio ist dabei. Mit dem Dänen Jakob Fuglsang und dem Belgier Maxime Monfort steht zudem starke Unterstützung in den Bergen bereit. Weitere Tour-Starter sind: Stuart O'Grady (Australien), Joost Posthuma (Niederlande).

Niederlande

Kletterstarker Holländer: Robert Gesink strebt erneut unter die Top Ten. (Foto: imago) Kletterstarker Holländer: Robert Gesink strebt erneut unter die Top Ten. (Foto: imago)Rabobank: Nach seinem sechsten Gesamtplatz im vergangenen Jahr geht Robert Gesink als Kapitän in die 16. Tour von Rabobank. Der 25 Jahre alte Niederländer hat seine Spitzenplatzierung im Vorjahr vor allem durch starke Leistungen in den Bergen herausgefahren. Dabei darf er sich der Unterstützung seiner Landsleute Laurens ten Dam und Bauke Mollema gewiss sein, die zuletzt bei der Tour de Suisse als Achter beziehungsweise Fünfter vorne mitmischten. Zu beachten sind zudem die Spanier Luis Leon Sanchez, Elfter 2010, der mit dem Sieg auf der neunten Etappe seine Nominierung bereits rechtfertigte. Und da ist noch Routinier Grischa Niermann (Hannover), der bei seiner neunten Tour-Teilnahme quasi der Teamchef der Niederländer im Peloton ist. Weitere Tour-Starter sind: Carlos Barredo (Spanien), Lars Boom (aufgegeben 13. Etappe) und Maarten Tjallingii (beide Niederlande), Manuel Garate (Spanien/nicht zur 9. Etappe angetreten).

Vacansoleil: Für den Tour-Neuling gilt es, sich bei der ersten Teilnahme immer wieder in den Blickpunkt zu fahren. Ein Kandidat in der niederländischen Mannschaft ist der slowenische Sprinter Borut Bosic, der zuletzt bei der Tour de Suisse eine Etappe gewann - vor allem nach dem Tour-Aus von Kapitän Romain Feilu (Frankreich/nicht zur 12. Etappe gestartet). Wie Teamkollege der ebenfalls zum Aufgebot der Mannschaft gehört. Weitere Tour-Fahrer sind: Björn Leukemans (auf der 19. Etappe aus dem Zeitlimit gefallen), Thomas de Gendt (beide Belgien), Johnny Hoogerland (Niederlande), Marco Marcato (Italien), Rob Ruijgh, Wouter Pouls (aufgegeben 9. Etappe), Lieuwe Westra (alle Niederlande).

Russland

Katusha: Für eine Premiere sorgt der Katjuscha-Rennstall. Das Team wird ausschließlich mit russischen Fahrern an den Start gehen. Dies hat es in der 108-jährigen Geschichte der "Großen Schleife" noch nie gegeben. "Wir wissen, dass wir dadurch mehr im Fokus stehen werden. Aber wir geben unser Bestes, um etwas für das Ansehen unseres Landes tun", sagte Teammanager Andrej Tschmil. Ziel der Equipe können daher eigentlich nur Etappensiege sein. Ein Fahrer für die Top Ten fehlt den Russen ohne ihren Spanier Joaquim Rodriguez (2010 Gesamtachter) dagegen, der bereits den Giro gefahren ist. Kapitän Wladimir Karpets landete immerhin schon mal auf Rang 13 (2009). Weitere Tour-Starter sind: Pawel Brutt (aufgeben 9. Etappe), Denis Galimsjanow (auf der 12. Etappe aus dem Zeitlimit gefallen), Wladimir Gusew, Mikhaiil Ignatyev, Michail Isajtschew (aufgegeben 13. Etappe), Alexander Kolobnew (nicht mehr zur 10. Etappe angetreten nach postivem Dopingbefund), Egor Silin, Juri Trofimow (alle Russland).

hier geht es zu Teil eins: Greipel als deutscher Topsprinter, alle für Contador

hier geht es zu Teil drei: Sanchez strebt aufs Podium

Special Alles zur Tour de France 2011

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