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Tour de France - Teams: Zwischen Sanchez und Hushovd

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Die Ambitionen der 22 Tour-Teams

16.07.2011, 13:47 Uhr | Von Oliver Strerath, t-online.de

Tour de France - Teams: Zwischen Sanchez und Hushovd. Protagonisten: Fränk Schleck (links) und Andreas Klöden zählen bei der Tour zu den Spitzenfahrern. (Foto: imago)

Protagonisten: Fränk Schleck (links) und Andreas Klöden zählen bei der Tour zu den Spitzenfahrern. (Foto: imago)

Ein Rennen, zig Geschichten. Auch die 98. Tour de France, die am 2. Juli auf der Passage du Gois beginnt und nach 21. Etappen am 24. Juli traditionell in Paris endet, bietet wieder Stoff für Dramen und Heldenstories. Etwa dem Kampf um das Gelbe Trikot, in den Vorjahressieger Alberto Contador und sein Herausforderer Andy Schleck als die Favoriten gehen. Doch die Zahl der Außenseiter, die das Duo im Streben nach dem Gesamtsieg überraschen könnten, ist groß. Daneben geht es auf den insgesamt 3430,5 Kilometern um das Grüne Trikot des Punktbesten, um das Gepunktete Trikot des besten Kletterers und das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Und natürlich um Etappensiege, die einen Fahrer quasi unsterblich machen.

t-online.de stellt in einem Überblick die 22 teilnehmenden Teams sowie deren Ambitionen und vermeintlichen Spitzenfahrer vor. (Fortsetzung)

Spanien

Stark am Berg: Samuel Sanchez will diesmal aufs Podium. (Foto: imago) Stark am Berg: Samuel Sanchez will diesmal aufs Podium. (Foto: imago)Euskaltel-Euskadi: Samuel Sanchez will mehr. Ein Jahr nach seinem vierten Gesamtrang strebt der Leader der baskischen Mannschaft, die zum elften Mal bei der Tour dabei ist, auf das Podium. Um dieses Ziel zu realisieren, wird der Olympaisieger vor allem in den Bergen angreifen - dies aber nicht nur in den Anstiegen. Denn Sanchez ist ein begnadeter Abfahrer und macht in den rasenden Schussfahrten viel Zeit gut. "Ein Etappensieg ist ein Ziel. Aber wir waren im vergangenen Jahr mit Samuel so nah am Podium dran, daher hoffen wir, dass wir es diesmal schaffen", sagte Teammanager Igor Gonzalez de Galdeano. Weitere Tour-Starter sind: Gorka Izagirre, Egoi Martinez, Alan Perez, Ruben Perez, Armets Txurruka (ausgeschieden 9. Etappe), Pablo Urtasun, Ivan Velasco (nicht gestartet 6. Etappe) und Gorka Verduga (alle Spanien).  

Movistar Team: Die Vorgängerteams Banesto mit Miguel Indurain und Caisse d'Epargne mit Oscar Perreiro haben insgesamt sechs Tour-Siege bei 21. Starts eingefahren. Von einem neuerlichen Triumph kann die Mannschaft von Teamchef Eusebio Unzue bei ersten Teilnahme unter neuem Namen aber nur träumen. Schließlich bleibt den Spaniern das Pech in dieser Saison treu. So starb Neuzugang Xavier Tondo bei einem Unfall im Mai, und Hoffnungsträger Mauricio Soler zog sich bei einem Sturz bei der Tour de Suisse zuletzt einen Schädelbruch zu. So müssen es Klassementfahrer David Arroyo, der aber bereits den Giro (14. Platz) gefahren ist, und Sprinter Jose Joaquin Rojas (beide Spanien). Und gerade bei den Etappenankünften mit den Spaniern immer zu rechnen - was bisher 20 Tageserfolge nachhaltig belegen. Weitere Tour-Starter sind: Andrey Amador (Costa Rica), Rui Costa (Portugal), Imanol Erviti, Jose Ivan Gutierrez (beide Spanien), Benat Intxausti (aufgegeben 8. Etappe), Vasil Kiryienka (Weißrussland/Zeitüberschreitung 6. Etappe), Angel Madrazo (Spanien), Francisco Jose Ventoso (Spanien).

USA

BMC Racing: Die Kapitänsrolle bei der zweiten Teilnahme der Equipe ist klar vergeben: Cadel Evans, Weltmeister von 2009 und zweimaliger Tour-Zweite (2007 und 2008), strebt erneut auf das Podium. Auch das Gelbe Trikot lockt wieder: 2010 verlor es der Australier, nachdem er sich bei einem Sturz den Ellbogen brach und danach die Tour zwar fortsetzte, aber nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte war. Mit seinen Siegen in diesem Jahr bei Tirreno-Adriatico und der Tour du Romandie sowie dem zweiten Platz bei der Dauphine Libéré unterstrich Evans, dass man mit ihm rechnen kann. Zum Aufgebot gehört auch der Amerikaner George Hincapie, der vor seiner 15. Tour steht. Und auch der gebürtige Zschopauer Marcus Burkhardt, Sieger der 18. Etappe 2008, ist mit von der Partie. "Wir haben eine Mannschaft, die Cadel helfen soll. Mit George und Marcus sind aber auch Fahrer dabei, die viel Erfahrung mitbringen und für Etappensiege gut sind", sagte Team-Präsident Jim Ochowicz. Weitere Tour-Starter sind: Brent Bookwalter (USA), Amaël Moinard (Frankreich), Manuel Quinziato, Ivan Santaromita (beide Italien), Steve Morabito, Michael Schär und Johann Tschopp (alle Schweiz).

HTC-Highroad: Wer bei den Sprintentscheidungen der Tour gewinnen will, muss Mark Cavendish schlagen. Der Brite, fünffacher Etappensieger im vergangenen Jahr, ist derzeit das Maß der Dinge unter den endschnellen Rennfahrern und Frontmann der amerikanischen Mannschaft. Co-Kapitän bei der vierten Teilnahme des Teams ist Tony Martin - und sein Blick richtet sich auf die Gesamtwertung. Der gebürtige Cottbuser, so glauben viele, hat das Zeug, um unter die Top Ten zu fahren. Allerdings braucht der 26-Jährige, einer der besten Zeitfahrer im Peloton, in seinen Leistungen noch mehr Konstanz. Vor allem in den Bergen, wo er Unterstützung vom Debütanten Tejay Van Garderen (USA) und Peter Velits aus der Slowakei erhält. Weitere Tour-Starter sind: Lars Bak (Dänemark), Bernhard Eisel (Österreich), Matt Goss (Australien), Danny Pate (USA), Mark Renshaw (Australien).

Seht her: Weltmeister Thor Hushovd möchte auch bei der Tour jubeln. (Foto: imago) Seht her: Weltmeister Thor Hushovd möchte auch bei der Tour jubeln. (Foto: imago)Garmin-Cervelo: Mit dem Zusammenschluss der Teams Garmin und Cervelo hat sich eine bärenstarke Mannschaft gebildet, gespickt mit Spitzenfahrern. So kommen für die Sprintentscheidungen Weltmeister Thor Hushovd (bisher acht Etappensiege) und der Amerikaner Tyler Farrar infrage. Routinier und Zeitfahrspezialist David Millar bestreitet seine zehnte Tour und strebt nach seinem vierten Tageserfolg. Und auch in Sachen Gesamtwertung sind die Amerikaner bestens aufgestellt: Der Kanadier Ryder Hesjedal war im Vorjahr Siebter, der Amerikaner Christian Vandevelde kam 2008 auf Rang acht, um im Jahr drauf Vierter zu werden. "Wir wollten ein Team, das uns Möglichkeiten in der Gesamtwertung und auf Etappensiege gibt - das haben wir", meinte daher Sportdirektor Jonathan Vaughters. Weitere Tour-Starter sind: Tom Danielson (USA), Julian Dean (Neuseeland), Ramunsas Navardauskas (Litauen), David Zabriskie (USA/aufgegeben 9. Etappe).

Team Radioshack: Bei den Amerikanern hat die Nach-Armstrong-Ära begonnen - und mit ihr die Frage nach dem Kapitän. Das Team ging seine zweite Tour-Teilnahme gleich mit vier Spitzenfahrern an: Andreas Klöden, den beiden Amerikanern Levi Leipheimer und Christopher Horner sowie dem Slowenen Janez Brajkovic. Doch nach dem Ausfall von Horner und Brajkovic (beide schwer gestürzt) sowie dem Pech von Leipheimer (verlor durch Stürze mehrere Minuten) fiel die Rolle des Chefs mehr und mehr Klöden zu - der Deutsche selbst nach diversen Stürzen auf der 13. Etappe das Rennen aufgab.

Schon mal geprobt: Levi Leipheimer gibt bei der Tour de Suisse das Siegerinterview. (Foto: imago) Schon mal geprobt: Levi Leipheimer gibt bei der Tour de Suisse das Siegerinterview. (Foto: imago) So schien der Amerikaner Leipheimer wieder ins erste Glied gerutscht - Bester des Teams ist der spanische Routinier Haimar Zubeldia (2003 und 2007 Gesamtfünfter). Weitere Tour-Starter sind: Markel Irizar (Spanien), Dmitriy Muravyev (Kasachstan), Sergio Paulinho (Portugal) und Yaroslav Popovych (Ukraine/nicht zur 10. Etappe angetreten).

hier geht es zu Teil eins: Greipel als deutscher Topsprinter, alle für Contador

hier geht es zu Teil zwei: Zwei deutsche Helfer für die Schlecks

Special Alles zur Tour de France 2011

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