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Zeitfahren verloren: Dämpfer für Tony Martin

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Zeitfahren verloren: Dämpfer für Tony Martin

24.06.2011, 17:35 Uhr | dpa

Zeitfahren verloren: Dämpfer für Tony Martin. In seiner Paradedisziplin Zeitfahren geschlagen: Tony Martin (Foto: imago)

In seiner Paradedisziplin Zeitfahren geschlagen: Tony Martin (Foto: imago)

Überraschung bei den deutschen Rad-Meisterschaften: Bert Grabsch hat dem Topfavoriten Tony Martin im Zeitfahren einen empfindlichen Dämpfer vor der in einer Woche beginnenden Tour de France verpasst. Routinier und Ex-Weltmeister Grabsch siegte auf der 43,2 Kilometer langen Strecke am Rhein entlang 59 Sekunden vor seinem HTC-Highroad-Teamkollegen Martin sowie 1:34 Minuten vor Patrick Gretsch.

Der Weltmeister von 2008 feierte damit seinen vierten nationalen Titel nach 2007, 2008 und 2009 - und den ersten Sieg seit zwei Jahren.

Genalprobe geht daneben

Für Martin, der in dieser Saison bereits vier Zeitfahren gewinnen konnte, bedeutet Platz zwei dagegen einen Rückschlag vor seinem großen Saisonziel. Bei der Tour wollte er nach zwei zweiten Plätzen im Vorjahr erstmals den Zeitfahr-Dominator Fabian Cancellara aus der Schweiz angreifen und seinen ersten Tour-Etappensieg feiern. Die Generalprobe in Neuwied verlief aber nicht wie geplant, denn Martin kann das Meistertrikot anders als im Vorjahr diesmal nicht mit nach Frankreich nehmen.

"Bert ist immer für eine Überraschung gut"

Der 26-Jährige hatte schon im Vorfeld gewarnt. "Bert Grabsch ist immer für eine Überraschung gut, speziell wenn der Kurs nicht zu hart ist", hatte Martin prognostiziert. Und so kam es auch. Schon zur Halbzeit distanzierte Grabsch, dessen Tour-Start noch nicht hundertprozentig fest steht, seinen Teamkollegen um 39 Sekunden. Auf der Rückfahrt an den Start- und Zielpunkt legte Grabsch sogar noch einen drauf und war am Ende fast eine Minute schneller als Martin.

Schumacher auf Platz acht

Erstmals bei der DM wieder am Start war Stefan Schumacher, der wegen eines positiven Dopingbefundes bei der Tour de France 2008 in den vergangenen Jahren fehlte. Bei der Frankreich-Rundfahrt hatte der 29-Jährige vor drei Jahren bereits mit zwei Zeitfahrsiegen für Furore gesorgt, war im Nachhinein aber des CERA-Dopings überführt worden. Nach seiner Sperre kehrte Schumacher im Vorjahr in den Radsport-Zirkus zurück und feierte in diesem Jahr bereits mehrere Erfolge in seinem drittklassigen italienischen Miche-Team bei kleineren Rennen. In Neuwied reichte es nach einem Defekt nur zu Rang acht.

Arndt klar vorne

Bei den Frauen war der Kampf gegen die Uhr eine mannschaftsinterne Angelegenheit: Judith Arndt zeigte auf den 27,7 Kilometern einmal mehr ihre Klasse und Erfahrung und siegte mit deutlichem Abstand. 45 Sekunden trennten die 34-Jährige, die Ende 2012 ihre lange Karriere beenden will, von Teamkollegin Charlotte Becker. Auf Rang drei fuhr Ina-Yoko Teutenberg und komplettierte den Dreifachsieg des Teams HTC-Highroad.

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