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Hondo tüftelt an neuem deutschen Elite-Team

28.06.2011, 11:24 Uhr | dpa

Hondo tüftelt an neuem deutschen Elite-Team. In engem Kontakt mit Wirtschaft und der Sportpolitik: Danilo Hondo (Foto: imago)

In engem Kontakt mit Wirtschaft und der Sportpolitik: Danilo Hondo (Foto: imago)

Danilo Hondo fährt noch zweigleisig: In erster Linie ist er als verlässlicher "Chauffeur" für Alessandro Petacchi in hektischen Schlusssprints ein anerkannter Radprofi und steht vor seiner vierten Tour de France. Er versucht sich aber auch als Teamchef in spe. Seit Monaten rührt der in Italien Beschäftigte die Werbetrommel für eine zukünftige deutsche Elite-Mannschaft und führt nach eigenen Worten intensive Gespräche "mit Vertretern der Wirtschaft und der Sportpolitik".

Das große Ziel des wortgewaltigen 37-Jährigen, der idyllisch am Luganer See wohnt: Ein einheimisches Team, dem er auf die Beine helfen will, soll den deutschen Radsport wieder in der Eliteliga vertreten. Der diesjährige Tiefpunkt bei der Tour - zum ersten Mal seit 1992 ist keine deutsche Mannschaft am Start - soll bald überwunden sein.

"Werde die Chance nutzen"

"Ich habe bei Lampre zwar noch einen Vertrag bis 2012, und es macht mir auch noch Spaß, zu fahren. Aber wenn sich die konkrete Möglichkeit ergäbe, ein Team zu bilden, werde ich die Chance nutzen", sagte Hondo. Er ist überzeugt: "Es könnte schon bald wieder ein deutsches Team in der ersten Liga geben."

Milram musste aufgeben

Nicht zuletzt wegen der besonders in deutschen Medien kritischen Betrachtung des Doping-Themas musste Milram als letztes hiesiges ProTour-Team nach der vergangenen Saison aufgeben. Die etwas großspurigen Ankündigungen des NetApp-Teams im Vorjahr vor dem Tourstart in Rotterdam, 2012 in die WorldTour-Liga aufrücken zu wollen und eventuell auch die Tour de France zu fahren, wurden gerade relativiert und vorerst auf 2013 verschoben.

Eigener Dopingfall kein Problem

Hondos Doping-Vergangenheit ist nach eigenem Empfinden nicht hinderlich bei den Verhandlungen mit potenziellen Partnern. "Ich bin mit meinem Fall immer offen umgegangen und habe meine Strafe abgesessen", sagte Hondo, der nach einem Justiz-Marathon von Juni 2005 bis Januar 2008 mit einigen Monaten Unterbrechung gesperrt war, nachdem dem damaligen Gerolsteiner-Profi geringe Spuren des Aufputschmittels Carphedon nachgewiesen worden waren.

Das Interesse ist da

"Keiner meiner Gesprächspartner hat gesagt, der Radsport biete keine lohnenswerte Plattform - im Gegenteil", sagte Hondo. Er weiß aber auch, dass zwischen dem Bekunden von Interesse und der Gründung eines Topteams, für das im Jahr etwa zehn Millionen Euro zu veranschlagen sein dürften, ein großer Schritt liegt.

Heimathafen für deutsche Elite

Bei "Rund um Köln" fungierte Hondo auf der Straße bereits als Kopf eines deutschen Nationalteams. Als zukünftiger Chef oder Manager einer Markenmannschaft der ersten Kategorie träumt der Lausitzer von der Zusammenführung der in internationalen Teams verstreuten einheimischen Topfahrer. Er will der deutschen Elite um Tony Martin, André Greipel, Linus Gerdemann, Fabian Wegmann, Gerald Ciolek, John Degenkolb, Mike Kluge und Markus Kittel einen "Heimathafen" bieten.

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