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Titelverteidiger Alberto Contador ausgepfiffen

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Buhrufe und Pfiffe für Alberto Contador

30.06.2011, 21:23 Uhr | dapd

Titelverteidiger Alberto Contador ausgepfiffen. Ernste Miene: Alberto Contador. (Foto: dpa)

Ernste Miene: Alberto Contador. (Foto: dpa)

Der dreimalige Toursieger Alberto Contador ist bei der Mannschaftspräsentation zur 98. Tour de France mit Pfiffen und Buhrufen empfangen worden. Damit gab es für den Spanier beim Einmarsch im Amphitheater von Puy du Fou die fast schon erwartete Reaktion, nachdem er erst durch die Verschiebung seines Doping-Prozesses auf Anfang August sein Startrecht für die Tour erwirkt hatte. (Die 1. Etappe der Tour, am 2.7. ab 12.05 im Live-Ticker)

Contador war im vergangenen Jahr bei der Tour positiv auf Clenbuterol getestet worden. Der spanische Radsport-Verband RFEC hatte den 28-Jährigen trotzdem freigesprochen, der Radsport-Weltverband UCI und die Welt-Anti-Doping-Agentur legten Einspruch vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS ein. "Mich wundert die Reaktion nicht. Da musste man kein Prophet sein", sagte der deutsche Radprofi Jens Voigt.

Nervende Journalistenfragen

Bereits am Nachmittag hatte sich Contador unangenehme Fragen gefallen lassen müssen und dabei kurz die Contenance verloren. "Sie sind nicht gut informiert. Ich habe mich immer gegen Doping ausgesprochen. Ich bin für null Toleranz, aber Sie können glauben, was Sie wollen", raunzte der Saxo Bank-Kapitän den früheren Tour-Teilnehmer und heutigen Enthüllungsjournalisten Paul Kimmage an.

Contador erlebte 340 Tage nach seinem dritten Tour-Triumph schon einmal einen Vorgeschmack auf das, was ihm auf Frankreichs Landstraßen blühen könnte.

Schleck wird gefeiert

Ein freiwilliger Startverzicht um des Friedens Willens war und ist für das Contador-Lager kein Thema. "Jeder wollte eine Lösung vor der Tour. Leider ist dies nicht geschehen. Das sind die Regeln. Das System funktioniert so. Alberto hat jedes Recht zu fahren. Er erhielt vom System die Starterlaubnis. Warum sollten wir ihn bestrafen, wenn er starten darf?", sagte Saxo-Bank-Teamchef Bjarne Riis.

Großen Applaus gab es dagegen für Contadors Rivalen Andy Schleck aus Luxemburg. Der Publikumsliebling hatte im Vorjahr nur 39 Sekunden hinter Contador in der Endabrechnung gelegen. (Von Burghardt bis Voigt - die deutschen Starter in der Foto-Show)

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