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Tour de France: Showdown zwischen Greipel und Cavendish

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Tour de France 2011  

Showdown zwischen Greipel und Cavendish

01.07.2011, 17:47 Uhr | dpa

Tour de France: Showdown zwischen Greipel und Cavendish. Bei Highroad HTC waren André Greipel und Mark Cavendish bis letztes Jahr Teamkollegen. (Foto: imago)

Bei Highroad HTC waren André Greipel und Mark Cavendish bis letztes Jahr Teamkollegen. (Foto: imago)

Über ein Jahr lang flogen zwischen André Greipel und Mark Cavendish verbal die Fetzen, bei der ersten Etappe der diesjährigen Tour de France von Passage du Gois nach Mont des Alouettes treffen sich die beiden Supersprinter zum Showdown auf den Straßen Frankreichs (Verfolgen Sie die 1. Etappe der Tour am 2.7. ab 12.05 Uhr im Live-Ticker). Bei der 98. Auflage des berühmtesten Radrennens der Welt soll ein für alle Mal geklärt werden, wer der Stärkere ist und damit eine der meist diskutierten Fehden des Radsports ein Ende finden.

"Jetzt muss er zeigen, dass er die Großen schlagen kann", tönte der exzentrische Cavendish vor dem Grand Départ in der Vendée und meinte mit den Großen zweifelsohne in erster Linie sich selbst. Bei Erik Zabel, Sprintberater bei HTC, leuchten die Augen, wenn er über die zu erwartenden Sprints redet: "Mehr Brisanz kann so ein Duell nicht haben."

Greipel gibt sich derweil gelassen. "Die Aufregung kommt erst am Start. Ich werde topfit sein, meine ganze Saison ist auf die Tour ausgerichtet", sagte Greipel. Für den 28-Jährigen steht viel auf dem Spiel, er hat in der Vergangenheit lange für seine Tour-Teilnahme gekämpft. Und sein neues Team Omega Pharma erwartet von dem teuer eingekauften Deutschen Siege.

Martin: "Kampf offen wie nie"

Tony Martin ist mit den Streithähnen Cavendish und Greipel durch die gemeinsame Zeit bei HTC gut befreundet. "Ich bin natürlich hin und her gerissen. Der Kampf um Grün ist offen wie nie", sagte Martin. So kindisch wie ihr Streit manchmal wirkte, seien die beiden übrigens gar nicht.

"Beschissene, kleine Rennen"

Im Frühjahr 2010 ging die Schlammschlacht der beiden Platzhirsche so richtig los. Beide fuhren damals noch für das Team HTC und Greipel kritisierte, dass Cavendish an seiner Stelle für den Klassiker Mailand-San Remo nominiert worden war. Cavendish hatte das Rennen zwar im Jahr zuvor gewonnen, war zum Zeitpunkt von Greipels Kritik jedoch völlig außer Form. Die saftige Retourkutsche vom ohnehin von sich sehr überzeugten Cavendish ließ nicht lange auf sich warten. Greipel würde doch nur "beschissene, kleine Rennen" gewinnen, teilte der kleine Sprinter von der Isle of Man mit. Als Zugabe spielte Cavendish auch gleich den Sportdirektor und verkündete, nie zusammen mit Greipel bei einem Rennen zu fahren.

In diesem Jahr liegt Greipel vorn

Als Greipel dann bei der Nominierung für die Tour de France trotz bis dahin zwölf Siegen übergangen wurde, war das Tuch endgültig zerschnitten. Der gebürtige Rostocker verließ HTC in Richtung Omega Pharma und nahm seinen besten Kumpel und Anfahrer Marcel Sieberg gleich mit. In diesem Jahr trafen Greipel und Cavendish bei gut zwanzig Rennen aufeinander. Greipel lag oft vor dem Briten, einen richtigen Sprint Mann gegen Mann gab es dennoch nicht. Zuletzt gab es bei der Tour de Suisse dagegen wieder einmal Zoff, als Greipel Cavendish die Schuld daran gab, dass das Feld im Finale auseinanderriss, weil der an einem Hügel das Hinterrad nicht halten konnte.

"Der dümmste Kommentar des Jahres geht an Greipel"

Cavendishs Antwort kam postwendend, er hatte wohl gerade das Mobiltelefon zur Hand. "Der dümmste Kommentar des Jahres geht an André Greipel. Jetzt ist klar, wer den Mist angefangen hat", teilte der 15-malige Tour-Etappensieger via Twitter mit. Greipel wollte die Äußerung gar nicht mehr kommentieren. Er will lieber seine Muskeln im direkten Duell auf den rauen Straßen Frankreichs spielen lassen. (Von Burghardt bis Voigt - die deutschen Starter in der Foto-Show)


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