Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Tour de France: Gilbert ist der große Gewinner der ersten Etappe

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Gilbert der Gewinner, Contador der Verlierer

02.07.2011, 20:06 Uhr | t-online.de, dpa

Diesen Tag wird Philippe Gilbert nicht vergessen. Der Belgier wurde zum großen Gewinner des Auftakts der 98. Tour de France. Durch seinen Erfolg auf der ersten Etappe über 191,5 Kilometern von der Passage du Gois nach Mont des Alouettes sicherte sich der Profi aus dem Team Omega-Pharma auch das Gelbe Trikot des Gesamtführenden, das Gepunktete Trikot des besten Bergfahrers und das Grüne Trikot des Punktbesten. Dagegen gehörte Alberto Contador zu den großen Verlierern des Tages (die Gesamtwertung im Überblick).

Der Titelverteidiger aus Spanien büßte, aufgehalten durch zwei Stürze im Peloton, 1:20 Minuten auf seinen großen Herausforderer Andy Schleck (Luxemburg/Leopard Trek). Zwar war der Luxemburger auch in einen Sturz verwickelt, fiel aber innerhalb der Drei-Kilometer-Zone und wurde mit der Zeit der ersten Verfolgergruppe gewertet (sechs Sekunden Rückstand). Zu dieser Gruppe zählten auch die beiden deutschen Tour-Hoffnungen Andreas Klöden als Siebter und Tony Martin, der auf Rang zehn kam. (Die besten Bilder der 1. Etappe in der Foto-Show)

Contador schafft den Anschluss nicht mehr

8,8 Kilometer vor dem Ziel war ein Fahrer des Teams Astana mit einem Zuschauer kollidiert und hatte einen Domino-Effekt im Feld produziert. Rund 50 Fahrer kamen zu Fall, unter ihnen Contador, der danach den Anschluss nicht mehr schaffte. Veteran Jens Voigt (39), Teamkollege Schlecks, kommentierte den Ausgang sportlich fair. "Es wäre zynisch und bescheuert, zu behaupten, dass so etwas ein Vorteil ist. Man möchte das Rennen nicht durch den Sturz eines anderen gewinnen. Natürlich wird es für Contador jetzt schwerer." Und sein Kapitän meinte via Twitter: "Eine hässliche Etappe. Ich hoffe, niemand wurde ernsthaft verletzt." Contador erklärte nach seinem Fehlstart: "Das ist ein schlechtes Ergebnis. Es wird jetzt hart, sogar sehr hart, jede einzelne Sekunde zurückzugewinnen. Aber die Tour ist noch lang, und der Wille kann Berge versetzen".

Philippe Gilbert heißt der Sieger der ersten Etappe. (Foto: imago) Philippe Gilbert heißt der Sieger der ersten Etappe. (Foto: imago)Ein Sieg nach Ansage feierte dagegen Gilbert, dem als Klassiker- Spezialist das Terrain hundertprozentig entgegenkam. "Ich wusste, dass ich heute eine gute Gelegenheit habe. Das hat mich motiviert", sagte der Profi aus dem Team Omega-Pharma. Auf dem langen Schlussanstieg verwies der Belgier Cadel Evans (Australien/BMC Racing) und Thor Hushovd (Norwegen/Garmin-Cervelo) auf die Plätze.

Klöden hat Gelbes Trikot im Visier

Lediglich sechs Sekunden büßten Klöden und Martin im Schlussspurt auf der ansteigenden Zielanfahrt auf den Belgier ein. Am Sonntag beim Mannschaftszeitfahren (ab 14.15 Uhr im Live-Ticker) haben die beiden deutschen Profis damit jeweils die Chance, ins Gelbe Trikot zu fahren.

"Für Tony ist es gut gelaufen", sagte HTC-Teamchef Rolf Aldag zum Tour-Start von Tony Martin. Auch der ehemalige Profi denkt schon an Gelb: "Wir fahren morgen, um zu gewinnen. Wenn wir mit mehr als sechs Sekunden vor Omega im Ziel sind, hat Tony das Trikot."


Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal