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Tour de France: Deutsches Trio verpasst das Gelbe Trikot

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Deutsches Trio verpasst das Gelbe Trikot

03.07.2011, 16:06 Uhr | dpa, t-online.de

Tour de France: Deutsches Trio verpasst das Gelbe Trikot. Tony Martin verpasste das Gelbe Trikot. (Foto: imago)

Tony Martin verpasste das Gelbe Trikot. (Foto: imago)

Der Traum vom Gelben Trikot bei der Tour de France ist für Linus Gerdemann, Tony Martin und Andreas Klöden auf der dritten Etappe nur um Sekunden geplatzt. Im Mannschaftszeitfahren über 23 Kilometer mit Start und Ziel in Les Essarts kam das Trio nicht an die Zeit von Garmin-Cervelo heran, dessen Kapitän Thor Hushovd neuer Gesamtführender der Frankreich-Rundfahrt ist. Letzter Deutscher im "Maillot Jaune" bleibt somit Stefan Schumacher im Jahr 2008.

"Wenn wir einen Fehler gemacht hätten, wäre da sicher ein bisschen Wehmut", sagte Gerdemann, der mit seinen Leopard-Trek-Teamkollegen Vierter wurde. Vier Sekunden fehlten ihm zum Coup. Martin hatte mit seinem Rennstall HTC Highroad fünf Sekunden Rückstand. Auch der Wahl-Schweizer grämte sich nicht wegen der verpassten Chance. "Das wäre ein schönes Zwischenziel gewesen, aber mein großes Ziel sind die Top Ten." Routinier Klöden (RadioShack) fehlten auf Rang sechs mit seinem Team zehn Sekunden.

Hoshovd: "Alles hat perfekt funktioniert"

Hushovd dagegen erfüllte sich nach seinem Weltmeistertitel 2010 einen weiteren Traum. "Alles hat perfekt funktioniert", sagte der Norweger. "Das ist ein großartiger Tag für mich. Schlichtweg unglaublich." Der Sprint-Spezialist rangiert zeitgleich mit seinem schottischen Teamkollegen David Millar an der Spitze. Nur eine Sekunde dahinter folgt der Australier Cadel Evans vom Team BMC. Damit hält die deutsche Durststrecke im Kampf um Gelb an, drei Jahre ist Schumachers Erfolg nun schon her. Der damalige Gerolsteiner-Fahrer hatte 2008 überraschend zwei Zeitfahren gewonnen, war aber bei einer Nachuntersuchung des CERA-Dopings überführt worden. In der Tour-Historie haben bislang 13 Deutsche das Gelbe Trikot erobert.

Armstrong liegt falsch

Dass am Sonntag der 14. dazukommt, hatte Tour-Rekordsieger Lance Armstrong prognostiziert. "Ich sehe einen Sieg von RadioShack voraus und Andy Klödi im Gelben Trikot", hatte der Amerikaner getwittert. Klöden war der Bestplatzierte seines Teams - ebenso wie Gerdemann, der 2007 bereit für einen Tag das Gelbe Trikot getragen hatte.

Bert Grabsch fehlte

Nach einem Jahr Pause war das Mannschaftsrennen bei dieser Tour wieder ins Programm genommen wurden - sehr zur Freude von Martin, der in der aktuellen Saison bereits vier schwere Zeitfahren gewonnen hatte. Bitter aber: In der Vendée musste der Wahl-Schweizer auf den Teamkollegen Bert Grabsch verzichten. Der deutsche Zeitfahr-Meister soll sich auf die WM im Herbst in Kopenhagen konzentrieren und war daher nicht für die Frankreich-Rundfahrt nominiert worden.

Martin: Ich hatte enorme Probleme

Für die Martin-Truppe begann die einsame Fahrt denkbar schlecht: Schon in der ersten Kurve stürzte der Österreicher Bernhard Eisel. Der Routinier verletzte sich zwar nicht, musste aber zunächst bei heftigem Wind die Lücke zu seinen Teamkollegen schließen. "So ein Mann hätte gerade auf den ersten 10 bis 15 Kilometern viel machen können", räumte Martin ein. "Das war nicht gerade ein starkes Zeitfahren von uns. Ich hatte enorme Probleme."

Contador verliert erneut Zeit

Martins Problem hätte Alberto Contador vermutlich gern. Der Top-Favorit verlor nach der verkorksten ersten Etappe erneut Zeit auf seine ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Gesamtsieg. Nach seinem Massensturz vom Samstag, der den dopingverdächtigten Spanier bereits mehr als eine Minute kostete, kamen am Sonntag weitere Sekunden dazu. Der Saxo-Bank-Kapitän rangiert nun im Klassement 1:38 Minuten hinter seinem ärgsten Widersachen Andy Schleck (Leopard). Evans (BMC) liegt gar 1:41 vor Contador.

"Das war gestern ein schwerer Tag für mich", sagte Contador in Bezug auf seine Seuchen-Etappe zum Auftakt. Auf die Frage, ob ihn die andauernde Doping-Diskussion zusetze, sagte der dreimalige Tour-Champion: "Diejenigen, die etwas von Radsport verstehen, wissen, dass es sich nicht um Doping handelt."

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