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Tour de France: Schleck-Brüder kündigen Attacke an

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"An der Mur gehen wir 'all-in'"

04.07.2011, 15:41 Uhr | sid

Tour de France: Schleck-Brüder kündigen Attacke an. Andy Schleck will auf der vierten Etappe angreifen. (Foto: Reuters)

Andy Schleck will auf der vierten Etappe angreifen. (Foto: Reuters)

Teamgeist, taktische Finesse und zwei Top-Favoriten in den eigenen Reihen: Das Team Leopard um Andy und Frank Schleck zeigt Alberto Contador bei der 98. Tour de France die Krallen und lässt den Vorjahressieger kaum zur Ruhe kommen. Nach dem erfolgreichen Auftakt soll schon am Dienstag an der Mur de Bretagne die nächste Attacke auf den Spanier folgen. "An der Mur gehen wir 'all-in'", kündigte Oldie Jens Voigt an.

Der erfahrene Deutsche ist ein wichtiger Baustein im taktischen Gerüst der Leoparden und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Schleck-Brüder schon mehr als anderthalb Minuten auf den unter Dopingverdacht stehenden Contador herausgefahren haben. Voigt weicht dem Vorjahreszweiten Andy Schleck keinen Zentimeter von der Seite und hält ihn im Peloton aus allen Scherereien heraus.

Frank Schleck: "Contador ist nur ein Fahrer"

Obwohl der Abstand zu Contador bereits ein gutes Polster ist, will man in dem neuen Luxemburger Team nichts von einem bedeutenden Vorsprung wissen. "Wir sollten aufhören, immer über Contador zu reden", sagte Frank Schleck. Man sei nicht hier, um Contador zu schlagen, sondern um die Tour zu gewinnen: "Contador ist nur ein Fahrer. Wenn man nur einen Fahrer hinter sich lässt, gewinnt man die Tour nicht."

Voigt: "Ein Sturz kann uns auch passieren"

Insgeheim ist man in der Mannschaft natürlich zufrieden über Contadors taktischen Fehler auf der ersten Etappe, als dieser sich im Finale im hinteren Teil des Feldes aufhielt und durch einen Sturz gebremst wurde. Öffentlich hält man den Ball flach, denn das gleiche Schicksal kann einen Leoparden auch ereilen. "Wir haben noch zehn hektische Tage, bis in den Bergen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Ein Sturz kann auch uns passieren", sagte Voigt.

Gerdemann in der Helferrolle

In den Bergen wird der 39-Jährige nur bedingt helfen können. Linus Gerdemann hat da schon eine wichtigere Rolle. Nach dem Auftaktwochenende lag er sogar als bester Leopard-Fahrer auf Rang fünf. Die Hoffnung auf das Gelbe Trikot zerschlug sich im Mannschaftszeitfahren und wird wohl so schnell nicht wiederkommen. Denn auch an der zwei Kilometer langen Mur setzt man voll auf die Karte Schleck, Gerdemann muss Helferdienste leisten.

Andy wird nicht enttäuschen

In den Bergen dürfte zumindest Andy Schleck kaum etwas von Contador trennen. Zumal der 26-Jährige nach einer durchwachsenen Vorbereitung offenbar rechtzeitig in Topform ist. "Andy hat einen Schalter im Kopf, den er umlegen kann, wann er will", sagte sein älterer Bruder Frank. Er habe noch nie bei einem wichtigen Rennen enttäuscht und werde dies auch nicht bei der Tour tun.


Von den ganzen Lobeshymnen fühlt man sich bei Leopard zwar geschmeichelt, doch die Favoritenrolle gibt man noch gern ab. Als Andy Schleck und Contador bei einem gemeinsamen TV-Interview übereinander ausgefragt wurden, überschüttete sich das Duo förmlich mit Wertschätzungen des jeweils anderen.

Vier Top-Ten-Fahrer sind Leoparden

Auch das Prädikat "Bestes Team der Welt" wollen die Leoparden nicht auf sich münzen. "Das ist nur eine Momentaufnahme und so etwas von sich zu sagen, wäre arrogant", sagte Voigt. Garmin habe in Thor Hushovd den Weltmeister in den eigenen Reihen, die könnten ebenfalls behaupten, das beste Team zu sein.


In der Gesamtwertung der Tour finden sich unter den ersten Zehn der Gesamtwertung jedoch gleich vier Fahrer von Leopard. Das schafft kein anderes Team. Aber das ist ja nur eine Momentaufnahme.


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